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Deutschlands größter Buchhändler glaubt an das Ende der großen Buchläden

Auf der Frankfurter Buchmesse teilte der Geschäftsführer der Buchhandelskette Thalia, Michael Busch, einer Fachzeitschrift mit, dass sein Unternehmen das Angebot an Büchern in den Regalen reduzieren will.

Statt der Bücher sollen dann Schreib- und Spielwaren angeboten werden. Die Verkaufsfläche an Büchern wird dann von 80 Prozent auf rund 60 Prozent verringert.

Busch begründet diese neue Geschäftsstrategie damit, dass er nicht mehr an die Zukunft von großen Buchhandlungen glaubt.


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WebReporter: Captain-Iglo
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Ende, Buch, Literatur, Buchhändler, Buchhandel
Quelle: www.dradio.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.10.2011 21:07 Uhr von Thingol
 
+9 | -2
 
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Deutsche Buchbranche: die macht sich gerade eh überflüssig. Das Online-Geschäft wird in Zukunft immer wichtiger, doch ebooks kosten trotzdem genauso viel wie ein gedrucktes Buch. lol.
Dabei kauft man da nur das Nutzungsrecht an einer Datei, die man weder verschenken, weiter verkaufen oder auf anderen Geräten nutzen kann. Sollen sie sich nicht wundern, warum Leute sich die Bücher dann lieber direkt aus dem Netz laden.
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13.10.2011 21:43 Uhr von FFFogel
 
+8 | -1
 
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nicht ebooks: eBooks sind kaum eine aktuelle Gefahr für Buchhandlungen - der großteil der Menschen die Lesen sind noch beim Papier.

Das Problem ist jedoch der Onlinehandel. Schulbücher, Fachbücher und Fortsetzungen einer Reihe, da weiß man was man will und bestellt es eben bei Amazon und co und spart sich das hin und her.

Ich selber gehe sehr gern in Buchläden und stöber ein wenig rum - und da ist ein großes Sortiment nur von Vorteil. Aber das auch nur, wenn ich mal nichts mehr zu lesen habe.
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13.10.2011 22:37 Uhr von zabikoreri
 
+2 | -0
 
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@FFFogel: Natürlich sind eBooks keine Gefahr für Papierbücher. Wer will den ein virtuelles eBooks kaufen, wenn er für 10-20 % Aufschlag ein ´richtiges´ Buch bekommt das er auch ins Regal stellen kann. Solange die Verlage nicht von ihrer merkwürdigen Preisgestaltung abgehen, wird das eBooks sich in einer kommerziellen Version nicht durchsetzen.
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13.10.2011 23:34 Uhr von Atenjo
 
+4 | -0
 
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umdenken: Es gibt auch viele kleine Buchläden die nicht mehr lange bestehen können. Unter diesen sind auch Spezialbuchhandlungen, in denen man richtig gute Beratung zu Fachliteratur bekommen kann. Leider werden diese bald aussterben wenn die Leute nicht umdenken.
Wir haben hier in Deutschland eine Buchpreisbindung, d.h. man kann jedes Buch überall zum gleichen Preis kaufen. Es macht also keinen unterschied ob ich jetzt mein Buch bei Amazon bestelle oder bei einem kleinen Buchladen. Die verschicken alle Versandkostenfrei und gleich schnell.
So gerne ich selber bei Amazon bestelle, ist es doch der Untergang vieler Einzelunternehmer.
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14.10.2011 08:10 Uhr von John2k
 
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@Der_Kaiser_Von_China: Vielleicht liegt es auch einfach daran dass keine Kapazität mehr zum lesen übrig bleibt? Früher gab es noch nicht so viel zum Lesen und blieb wenigen vorenthalten. Inzwischen ließt jeder Mensch täglich wahrscheinlich so viel wie früher der Adel, wenn nicht sogar mehr. Über den SInn des Gelesenen brauchen wir uns jetzt aber nicht zu unterhalten :-)
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14.10.2011 08:48 Uhr von JesusSchmidt
 
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größter buchhändler? ich lese hier zum ersten mal von thalia. irgendwas läuft also mächtig schief bei denen. man muss heutzutage schon ein wenig werbung machen - woher soll man die sonst kennen?

im laden kaufe ich bücher extrem selten.
ich kaufe bücher hauptsächlich bei jokers. manchmal auch bei weltbild oder amazon.

@Atenjo
der große witz an der sache ist noch, dass die buchpreisbindung ja angeblich den kleinen händlern nutzen soll, eben weil alle den gleichen preis haben. wie die blitzbirnen auf diese idee gekommen sind, erschließt sich mir nicht. :-)
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14.10.2011 10:28 Uhr von hboeger
 
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@Autor: Sagen Sie doch mal, darf man sich ungestraft "Captain-Iglo" nennen?
Siehe Markenrecht.
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14.10.2011 13:20 Uhr von artefaktum
 
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@Flaming: "Ich könnte niemals mit Ebooks lesen, nach 2 Seiten auf Bildschirmstarren bekommt man doch Kopfweh.. "

Ganz im Gegenteil. Ich finde mittlerweile "echte" Bücher Lesen etwas anstrengender als Ebooks lesen.

Du darfst dir das nicht wie ein PC-Display vorstellen. Ebooks sind gestochen scharf und Flackern nicht. Dagegen ist jedes PC-Display richtig unscharf.
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14.10.2011 15:05 Uhr von suppenteller
 
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kommt auf die Art des Buches an: Tach Leute,

Romane lese ich mittlerweile auch nur noch auf´m Kindle.
- kleiner, wiegt weniger, merkt sich die Seite, bei der man aufgehört hat, gestochen scharf, batterie hält ewig, weil nur beim umblättern benötigt.

Dagegen geht nichts über Paper bei einem so richtig schönen großen Bildband.
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14.10.2011 17:32 Uhr von Schwertträger
 
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Ich habe da ja eine andere Einschätzung als der Thalia Chef.
Aber gut, wenn er das so umsetzen möchte, dann hilft das den anderen Buchhandlungen.

Denn zum Stöbern gehe ich in die Buchhandlung, die die größte Auswahl vor Ort hat. Denn wenn ich nicht genau weiss, was ich haben möchte, schaue ich mir vor Ort die Buchrücken an, ziehe dieses oder jenes heraus, lese den Klappentext oder eine Leseprobe irgendwo in der Mitte und kaufe dann das, was mir gefällt. Weiss ich, dass der Verkäufer über Menschen- UND Literaturkenntnis verfügt, lasse ich mir nach einer Unterhaltung mit ihm auch etwas empfehlen. Das ist dann wesentlich genauer und zutreffender als eine Amazon Ähnlichkeitsempfehlung.

Und wenn ich nur unscharfe Suchparameter habe, also, sagen wir, allgemein etwas zum Thema Philosophie kaufen möchte und mit den must-have-Standardwerken anfangen möchte, dann ist da auch der Verkäufer eines guten Buchladens erste Wahl. Und auch da ist ein großes Sortiment, in das ich gleich hineinschauen kann, das Allerwichtigste.

Eine Verkleinerung des Buchanteils schreckt mich persönlich also ab, eine Thalia-Filiale zu betreten.

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