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"Zeit"-Redakteur zu Bahnanschlägen: Gerede von Linksterrorismus sei "unsinnige Phrase"

Vor dem Hintergrund der gefundenen Brandsätze entlang Berliner Bahngleisen hält "Zeit"-Redakteur Karsten Polke-Majeswki das derzeitige Gerede konservativer Politiker über einen angeblich neu aufkeimenden RAF-Linksterrorismus für unsinnig, Panikmache und an der Sache vorbei.

So etwa schwadronierte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) jüngst von "verbrecherischen terroristischen Ansätzen einer neuen Dimension". Bei genauer Betrachtung handele es sich jedoch allenfalls um dilettantisch organisierte Straftaten, bei denen "vielleicht Menschen zu Schaden kommen können".

Keinesfalls jedoch handele es sich hierbei um "verfassungsfeindliche Sabotage", der Bundesgerichtshof selbst definierte im Jahr 2007 den Begriff "terroristisch" sehr eng und setzt dafür staatsgefährdende Ziele sowie Taten voraus, die einen Staat in großem Ausmaß schädigen können.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Anschlag, Debatte, Terrorismus, Linksextremismus, Panikmache, Übertreibung
Quelle: www.zeit.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.10.2011 17:59 Uhr von UICC
 
+7 | -12
 
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Hmm: und wenn die deutsche Verkehrsinfrastruktur in großen Maße beschädigt wird liegen keine staatsgefährdende Ziele sowie Taten vor?
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13.10.2011 18:22 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -6
 
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Als ich von der Art der "Brandkörper" hörte fragte ich mich offengestanden auch etwas verwundert, wie eine mit Benzin gefüllte Flasche mit "Zeitzünder", irgendwo in der Nähe der Gleise angebracht, den Insassen eines bei Tempo 80 oder 100 fahrenden Zug gefährlich werden sollten.

Mir scheint es, dass hier einige der vormaligen Berliner Autobrandstifter ein Ausweichziel gesucht haben.Die Methoden wirken in der Tat etwas unbeholfen. Vielleicht war es auch von Anfang an nur als Warnung gedacht.

Insofern kann ich gut nachvollziehen, wenn Karsten Polke-Majewski die Sache eher in die Schublade "dilettantisch organisierte Straftat" einordnet. Eine RAF hätte da vermutlich viel effizientere und zielgerichtetere Methoden gehabt. Glaube auch kaum, dass die sich für Pendlerzüge interessiert hätten - die waren doch früher nicht auf Otto-Normal, sondern auf Politiker und Banker fixiert.
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13.10.2011 18:44 Uhr von maki
 
+4 | -5
 
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Wenn jemand wirklich "weh tun will", dann schafft er dies auch mit etwas Planung.
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13.10.2011 18:55 Uhr von Rechthaberei
 
+6 | -9
 
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Einfallsloses Herunterreden ist das von der linken: Zeit-Zeitung.
Das Bekennerschreiben ist tief linksextremistisch und haßerfüllt und konnte bei Linksunten Indymedia nachgelesen werden.
Die Zeit hat mit ihrer ausschließlich linken Berichterstattung theoretisch sogar einen Anteil an einer solcher Bomben-Erziehung.
Die linkte Zeitungsmafia hat Thilo Sarrazin abgelehnt, aber wenigstens befürwortet sie anscheinend nicht jede Kriminalität.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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13.10.2011 19:16 Uhr von Rechthaberei
 
+7 | -6
 
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@3Pac, deine Bildungslücken sind brutal: http://de.wikipedia.org/...

Sowohl linke wie rechte Bomben bringen Sachschäden wie Menschenopfer.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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13.10.2011 21:11 Uhr von XFlipX
 
+3 | -5
 
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Komisch...das gerade die Zeitungen diesbezüglich für Differenzierung einstehen, die sich besonders im Kampf gegen Rechts hervortun.

Bei der Zeit muss ich lesen, dass die Sabotage der Bahninfrastruktur mit anschließendem Bekennerschreiben auf einem einschlägig bekannten linksextremen Netzwerk.....ja dafür Linksterrorismus der falsche Begriff ist.....

Beim Tagespiegel musste ich seinerzeit lesen, dass die Bezeichnung -> am 4.7.11 Schlug man den Malergesellen Marcel R am Berliner U-Bahnhof Lichtenberg ins Koma - laut Zeugenaussagen sollen die Täter dabei Rassistische/Deutschfeindliche Äußerungen von sich gegeben haben -->> ja, dass der Begriff Deutschfeindlichkeit nicht der richtige Begriff ist und das es sowas auch nicht gibt...

Soviel zur Objektivität und dem Interesse an Differenzierung bei Zeit und Co.....ich glaube den brennt mächtig die Mütze...

XFlipX
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17.10.2011 00:34 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Dabei ist es doch so einfach:

Eine Zusammenrottung krimineller Elemente begeht Straftaten, nehmen fahrlässig hundertfach Verletzte und Tote in Kauf...
...und rechtfertigen das Ganze mit einer eindeutig politischen Message.

Was gibts da zu differenzieren? Da kann auch der Herr Wiefelspütz noch so oft davon schwafeln, das ein RAF-Vergleich sich verbiete, das ändert nichts an der Lage. Anschläge mit Brandsätzen und politischem Hintergrund ist Terrorismus. Punktum. Da gibts nichts dran zu verklären oder schönzureden.

Es käme ja auch keiner auf die Idee, die Brandanschläge von Mölln, Solingen oder Hoyerswerda irgendwie umzudeuteln, weil da was hintersteckt, das man nicht so gerne diskuttieren möchte.

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