12.10.11 20:30 Uhr
 236
 

EU-Diplomaten: Beitrittsprozess der Türkei steht "praktisch still"

Sechs Jahre sind nun vergangen, seitdem die EU-Verhandlungen mit der Türkei begonnen haben. Lediglich 13 Verhandlungskapitel von insgesamt 33 wurden bis heute geöffnet. Der Grund für diesen Stillstand ist die Weigerung der Türkei, das EU-Mitglied Zypern anzuerkennen.

Der türkische Europaminister Bagis hingegen sieht das anders und sagte: "Wir waren nie näher an den EU-Standards". Die EU fordert von der Türkei eine Normalisierung der Beziehung mit Zypern bezüglich der eskalierenden Streitigkeiten wegen der Gasvorkommen vor Zypern.

Zu Zypern sagte er, dass erst, wenn die EU Handelsbeziehungen mit der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern aufnehmen werde, die Türkei bereit sei, ihre Flug- und Seehäfen für Zypern zu öffnen. Des Weiteren kritisiert die EU die Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Captain-Iglo
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Türkei, Beitritt, Stillstand
Quelle: derstandard.at

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Statistik: Kriminalität bei tatverdächtigen Zuwanderern steigt über 50 Prozent
Bericht: Tausende Taliban-Kämpfer kamen unter Flüchtlingen nach Deutschland
Was geschieht mit 950 islamistischen Gefährdern in Deutschland?

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
12.10.2011 20:30 Uhr von Captain-Iglo
 
+8 | -2
 
ANZEIGEN
Das mit Zypern könnte der Türkei den EU-Beitritt kosten. Im Artikel stand noch, dass die Türkei ihre Beziehungen mit der EU einfrieren will, wenn die Zyprioten die EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte 2012 wie demokratisch beschlossen übernehmen.
Kommentar ansehen
12.10.2011 20:47 Uhr von Rechthaberei
 
+12 | -2
 
ANZEIGEN
Die Türkei, die nur aufgrund des vergangenen: Kalten Weltkrieges bereits Nato-Mitglied ist, träumt von einer eigenen Großmachtposition, aber in türkischen Gefängnissen zählt, wie Menschenrechtsorganisationen beklagen die Folter zum Alltag. Die Türkei hat bisher auch nicht die UN-Konvention gegen Folter ratifiziert.
Sämtliche immer wieder genannten innere Reformen wären für eine wirklich kemalistische fortschrittliche Türkei doch ohnehin selbstverständlich und nicht allein wegen des EU-Beitritts zu machen.

Die Türkei ist für die europäischen Steuerzahler ein Faß ohne Boden.
Laut eines Gutachtens des Gefra-Instituts in Münster hätte die Türkei in der Finanzperiode der Jahre 2007 bis 2013 Anspruch auf EU-Subventionen im Ausmaß von 124,9 Milliarden Euro aus den sogenannten Strukturfonds gehabt. Allein ein türkischer EU-Beitritt, würde somit mehr als ein Drittel der im genannten Zeitraum verfügbaren Strukturfonds von 346 Milliarden Euro ausmachen, Geld das den
wirtschaftlich schwächsten Ländern Westeuropas, die sich alle auf dem Balkan befinden, fehlen würde.
Rumänien und Bulgarien wurden zu früh in die EU aufgenommen und es droht den beiden Ländern die Sperrung der EU-Hilfszahlung aufgrund ihrer Korruption. Was sie nicht EU-fähiger macht.

Man stelle sich vor Spanien würde der Arabischen Union beitreten, weil ein Teil nach Nordafrika hineinragt. Fast eine spanische Schande für alle Europäer.



[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]