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Konrad Hummler: Ein Euro-Staat wird die Bürger wohl ärmer machen

Der Schweizer Bankier Konrad Hummler warnt, die Schuldenkrise sei nur Symptom einer viel schwerwiegenderen Problematik: Die weit divergierenden Vorstellungen und Usanzen bezüglich Arbeit und Produktivität. Doch Euro-Zentralismus gefährde den sozialen Frieden und die sicherheitspolitische Stabilität.

Nur über strenge und zentralistische Führung können aus Finanzmarktsicht eklatante Handelsdefizite glaubhaft reduziert werden, etwa über niedrigere Löhne und längere Arbeitszeiten für die ineffizente Seite. Der Rest opfert kompensatorisch Teile seiner Wertschöpfung, zulasten der globalen Wettbewerbsfähigkeit.

Letztlich hemme ein solcher von gesellschaftlichen Spannungen begleiteter europäische Bundesstaat Investitionen und mache die Region ärmer. Derweil gerate der jetzt verfolgte Weg eines gehebelten EFSF zu einer explosiven Ewig-Hypothek, indem Garanten gleichzeitig potenzielle Anspruchsnehmer sind.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Euro, EU, Staat, Bürger, Finanzkrise
Quelle: www.handelsblatt.com

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12.10.2011 18:48 Uhr von