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Spanien: Identität von Tätern häuslicher Gewalt darf in Zeitungen genannt werden

Das Oberste Gericht in Spanien hat entschieden, dass die Namen von denjenigen, die wegen häuslicher Gewalt angeklagt sind, in Zeitungen bekannt gegeben werden dürfen.

Das Recht auf die Information hat Vorrang vor dem Schutz der Privatsphäre der potenziellen Täter.

Der Präzedenzfall entstand, als eine spanische Zeitung Details eines Falles druckte und eine Fotografie des Angeklagten veröffentlichte, zu dem sie seinen vollen Namen und Alter hinzufügten.


WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Spanien, Gewalt, Zeitung, Entscheidung, Identität
Quelle: www.typicallyspanish.com
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2011 22:10 Uhr von Noseman
 
+3 | -5
 
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Ja klar: "Das Oberste Gericht in Spanien hat entschieden, dass die Namen von denjenigen, die wegen häuslicher Gewalt ANGEKLAGT sind, in Zeitungen bekannt gegeben werden dürfen"

Das ist ja sowas von rechtsstaatlich, Fuxxy; ich zeig dich jetzt an und mach ne shortnews draus. Du wirst ja dann wohl nix gegen haben, oder?
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10.10.2011 22:12 Uhr von Joyrider
 
+5 | -4
 
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@Zuckerstange: Da geht´s aber nur um Angeklagte, nicht um Verurteilte.
Und in so einem Fall empfinde ich das nur als unglaubliche Sauerei.
Dadurch ist ein Leben so schnell ruiniert...
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10.10.2011 22:19 Uhr von Akaste
 
+5 | -3
 
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und wieder ein Schritt zurück ins Mittelalter, ich seh schon die ersten wieder am Pranger, auf dem Markt gekettet und mit faulem Obst beworfen, stehen.
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11.10.2011 12:01 Uhr von Cataclysm
 
+1 | -2
 
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ich wäre auch dafür verurteilte täter der öffentlichkeit bekannt zu machen.
vor allem und hauptsächlich,wenn es um gewaltverbrecher geht.
dort steht das recht auf privatsphäre in der tat unter dem recht (und der PFLICHT des staates), seine bewohner zu schützen.

und das hat auch nix mit nem pranger zu tun.müssen die leute immer so übertreiben hier?
ein pranger war ein folterinstrument..jeder,der am pranger hing, durfte geschlagen und bespuckt werden.viele überlebten das garnicht.also mal immer langsam mit den jungen pferden..wer informatuion schon als folter sieht, sollte mal erwachsen werden.
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11.10.2011 20:35 Uhr von Akaste
 
+1 | -3
 
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Sobald jemand öffentlich denunziert wird, sei es nun aufgrund einer begangenen Straftat oder ungerechtfertigt, ist der Staat mit seiner Schutz- und Bestrafungsfunktion aussen vor, das übernimmt dann der gemeine Bürger, welcher nach Gefühlen und subjektiven Eindrücken handelt und nicht nach Recht und Gesetz, das hat nichts mehr mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.
Dadurch wird das Prinzip der Wiedergutmachung, sprich des absitzens (oder ähnlichem) der Strafe ausgehebelt. Nach dieser Logik könnten wir uns sämtliche Resozialisierungsversuche von Straftätern in die Haare schmieren, könnten sie sozusagen gleich hängen lassen, finde mal jemand einen ordentlichen Arbeitsplatz und ein geregeltes Sozialleben wenn einem symbolisch das Wort Verbrecher "auf der Stirn geschrieben steht"

Man sollte auch immer bedenken, dass Folter nicht allein körperlich gesehen werden darf und soziale Ausgrenzung schon so manchen in den Tod trieb.

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