10.10.11 16:17 Uhr
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Deutschland: Exporte steigen stärker, Importe stagnieren

Die Exporte der Bundesrepublik sind trotz des europäischen Schuldendesasters und global mäßiger Wirtschaftsentwicklung im August mit einem Plus von 3,5 Prozent wesentlich stärker gestiegen als vorausgesagt.

Doch leider ist die Entwicklung einseitig: Gleichzeitig stagnierten erneut die Importe nach Deutschland. Zuvor war noch ein Plus von 0,6 Prozent prognostiziert worden.

Somit steigt der deutsche Außenhandelsüberschuss - eine wesentliche Ursache der europäischen Verwerfungen und Leistungsbilanzdefizite seiner Handelspartner - abermals und erreicht im August 1,38 Milliarden Euro.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Wirtschaft, Export, Import
Quelle: de.reuters.com

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2011 16:17 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+9 | -3
 
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Die Reuters-Meldung offenbart das ganze Debakel der Eurozone und liefert den Grund für Transferzahlungen: Der deutsche Handelskrieg geht weiter, Arbeit in Deutschland ist zu billig, die Löhne bleiben deutlich hinter der Produktivität zurück - erkennbar an den stagnierenden Importen. Sehr zum Leidwesen unserer Eurozonen-Nachbarn, denn sie haben so offenbar immer weniger Chancen durch eigene Exporte von ihren Schulden herunterzukommen.
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10.10.2011 16:19 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -2
 
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Statt Lohn-, Sozial- und Rentenerhöhung in Deutschland, die einzig wirksame Medizin gegen die Schuldenkrise der Eurozone, optiert die Politik lieber für massive Transferzahlungen an unsere Nachbarn - sprich man "verschenkt" seine Exporte auf Steuerzahlerkosten. Gleichzeitig predigt man den Menschen, man "lebe über seine Verhältnisse (A. Merkel)" und feiert den Alleingang einer Schuldenbremse. Leider wird das in TV-Sendungen vom deutschen Publikum auch noch beklatscht...

Kurzum: Gewinne werden für eine kleine Elite privatisiert und anschließend in Finanzcasinen investiert, die Kosten für die Billig-Produktion und weiterer Sozial- und Rentenkahlschlag auf die Steuerzahler abgewälzt. Obendrein sorgt der Systemfehler auch weiterhin für einen schwächelnden Euro und somit global noch bessere Exportchancen - sprich Gewinnmaximierung für eine kleine Minderheit.

Früher wäre der Kurs der DM – und somit der Wohlstand für alle im Lande – gestiegen. Der Euro sorgt dafür, dass dies nun allein Industriellen, Großaktionären sowie ihren Finanziers vorbehalten bleibt.
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10.10.2011 16:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+8 | -2
 
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@H311dr1v0r: Produzieren schon - nur werden wir dafür anschließend doppelt zur Kasse gebeten: Einerseits durch Reallohn- und Rentenverluste, andererseits durch gigantische Transferzahlungen an sozialiere Regierungen.

Produzieren zu Dumpingkonditionen schadet diesem Volk seit Jahren.

Die einzige Schicht, die durch diese Lohn- und Sozialpolitik daran verdient, ist die kleine Elite von Industriellen, Großaktionären und ihre Finanziers. Ihre Vermögen sind in den vergangenen Jahren explodiert - mit der Folge des Finanz-Roulettes.

Leider ist das bei einigen offenbar noch nicht ganz angekommen.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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10.10.2011 18:30 Uhr von verni
 
+5 | -1
 
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JaJa Exporte: die blühen seither deshalb weil wir den Ländern in die wir exportieren erstmal die Kohle zum importieren hinschicken müssen...solides Wirtschaftswachstum LOOOOL....so sieht die Realität nämlich aus!!! Diese ganze Staatspropaganda ist echt unglaublich...
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10.10.2011 20:17 Uhr von jschling
 
+4 | -0
 
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@Baron + verni: + von mir, ihr habts offensichtlich auch geblickt
ist leider nicht bei allen der Fall - zu Helldriver muss man nix sagen, der disqualifiziert sich hier ca 10mal am Tag, aber es ist eben auch absolut kein Euro-Problem, sondern einzig und alleine ein rein deutsches Problem - wenn überhaupt kann Deutschland den grössten (alleinigen) Anteil am "Euro-Problem" hat
Vielen Dank Angela & Co :-((
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12.10.2011 00:07 Uhr von hofn4rr
 
+0 | -0
 
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deutschland ist auf: handelsüberschüsse angewiesen.

dafür reicht ein blick auf die "ausgaben" und den "einnahmen".


für die exportschwachen länder bleiben daher nur zwei möglichkeiten. auf die bereits schon fast abgesegnete transferunion zu warten.... oder selbst wettbewerbsfähiger zu werden.


ersteres wäre extrem leistungsfeindlich und in der praxis mit dem gebilde udssr vergleichbar....

bayern und badenwürttemberg für das restliche europa, israel und die halbe dritte welt arbeiten zu lassen empfinde ich als etwas ungerecht ;)

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