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Soldatin verbaut sich Berufslaufbahn wegen privater Gespräche mit Diensthandy

Weil sie ungeachtet des ausgesprochenen Verbots monatelang Privatgespräche von ihrem Diensthandy führte, hat die Bundeswehr es abgelehnt, eine Soldatin als Berufssoldatin zu übernehmen. Die Klage der Frau gegen diese Entscheidung wies das Verwaltungsgericht Koblenz zurück (2 K 405/11.KO).

Außer der fachlichen müsse ein Berufssoldat auch eine charakterliche Eignung mitbringen, begründete das Gericht den Urteilsspruch. Die Frau habe über längere Zeit vorsätzlich gegen eine schriftliche Dienstanweisung verstoßen. Daher könne die Bundeswehr die Übernahme ablehnen.

Die Soldatin hatte innerhalb von sieben Monaten das Diensthandy über 100 mal privat genutzt. Nachdem dies aufgeflogen war, zahlte sie für die Gespräche nachträglich 782,48 Euro. Ein Kamerad sagte ihr, der Bundeswehr entstünden keine Extrakosten, da für das Telefon eine Flatrate vereinbart sei.


WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Handy, Bundeswehr, Karriere, Beförderung
Quelle: www.augsburger-allgemeine.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.10.2011 12:34 Uhr von Allmightyrandom
 
+27 | -6
 
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wer solche "Kameraden" hat ^^
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10.10.2011 12:46 Uhr von Tattergreis
 
+43 | -0
 
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Abmahnung: Wer im Zivilleben gegen eine Arbeitsanweisung ( Dienstanweisung ) mehrfach verstösst wird ach nach einer Abmahnung gekündigt oder er/sie bekomt nach der Probezeit keine Vertragsverlängerung.
Selbst schuld, erst denken und dann Telefonieren
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10.10.2011 12:56 Uhr von doodle81
 
+26 | -6
 
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Teuer? Sie hat 100 Gespräche geführt und dafür 782,48€ gezahlt. Das bedeutet, sie hat pro Gespräch im Schnitt 7,82€ zahlen müssen. Wie lange oder wo hin hat sie denn telefoniert? Komische Geschichte...
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10.10.2011 13:22 Uhr von Johnny Cache
 
+18 | -2
 
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Clever, ausgerechnet bei einem Laden wie dem Trachtenverein Anweisungen zu ignorieren.
Die leben und sterben doch geradezu dafür...
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10.10.2011 14:29 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -6
 
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fast 8 euro pro gespräch? soviel vertelefoniere ich privat im ganzen jahr nicht. ^^

die muss schon ganz schön behämmert sein, deswegen auch noch zu klagen. wundert mich aber nicht: ich kann nichts - ich bin nichts - gebt mir eine uniform...
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10.10.2011 14:48 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -1
 
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Vor allem auch dreist: Etwas exzessiv auszunutzen, solange es noch in der Grauzone, also noch nicht verboten, aber wohl wahrscheinlich nicht in Ordnung ist, ist schon dickfellig und dämlich, weil es eben irgendwann ein Verbot nach sich zieht. Aber wenn schon etwas bekannterweise verboten ist, ist es unverschämt und oberdreist.
Nicht nur bei der Bundeswehr.

Und dann immer diese Kleinkinder-Unschuldsmoral!
"Es entstehen ja keine Zusatzkosten" oder "die haben da ja keinen Schaden von", tönt es da immer. Na und? Verboten ist verboten, manchmal auch völlig ohne offensichtlichen Sinn. Deshalb ist´s trotzdem ein Verbot. Wenn einem das nicht passt, muss man es eben mit den zuständigen Stellen ausdiskutieren, BEVOR man das Verbot bricht. Da werden einem die Argumente schon genannt. Und wenn man die in der Diskussion nicht argumentativ schlagen kan, dann ist man eben ein miserabler Diskutant/Diplomat/Verkäufer und muss sich weiterhin dem Verbot beugen.
Ganz einfach, eigentlich.

Und mit so etwas beschäftigt die auch noch ein Gericht!
Da müsste noch eine Strafe oben drauf kommen.

[ nachträglich editiert von Schwertträger ]
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10.10.2011 14:50 Uhr von CrazyCatD
 
+3 | -0
 
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Komisch das hier keiner sofort schreit typisch Frau, ständig wegen jeder Kleinigkeit und stundenlang am Telefonieren, da ist es doch egal ob sie beim Bund ist oder nicht, wobei ich mir denken kann das ihr Kammerad sie mit der Aussage von wegen keine Extrakosten und Flatrate bestimmt auf den Arm genommen hat, aber so klug war sie wohl nicht von selber auf die Idee zu kommen das es auch bei der Bundeswehr für die Telefonate Einzelverbindungsnachweise existieren.

:-))
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10.10.2011 15:19 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@CrazyCatD: Warum sollte jemand so etwas sagen?
Die heutige Generation ist beidgeschlechtlich dauernd "am Rohr" oder zumindest dauernd am Schreiben von SMS (mit welch belanglosem Inhalt auch immer). Das ist kein Vorrecht der weiblichen Bevölkerung mehr.

Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die Frau auf Auslandseinsatz war, was dann auch die einzelnen Gespräche so teuer gemacht hat. Die wird mit ihrem Liebsten zuhause telefoniert haben.
Das ist ja auch durchaus verständlich, gut und ratsam, nur eben nicht ungenehmigt mit dem Diensttelefon.

Dass sie so dumm, oder besser gesagt, unbedacht wegen evtl. Einzelverbindungsnachweise war, die ihr quasi die Schuld auf die Stirn tätowieren, zeigt nur, wie beratungsresistent, denkunwillig und unfähig zum Einfühlen in die Gegenseite die Leute heute häufig sind.
Man hat oft den Eindruck, dass Denke weh tut.
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10.10.2011 15:40 Uhr von Noseman
 
+1 | -3
 
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Es geht gar nicht um die Kosten: sondern um die Erreichbarkeit, wenn das Telefon besetzt ist, denke ich mal.

Wenn die Oberfeldwebelin recht hatte, sollte mE der Kamerad auch und zwar erst recht rausgeschmissen werden.
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10.10.2011 15:40 Uhr von Miem
 
+13 | -0
 
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Laufbahn verbaut: wegen privater Nutzung, das kann ich sogar nachvollziehen. Aber warum gilt das nicht für Politiker, die ihre Dienstwagen und -flugzeuge privat nutzen?
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10.10.2011 15:41 Uhr von Bierinfanterist
 
+2 | -7
 
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typisch Frau!
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10.10.2011 15:46 Uhr von CrazyCatD
 
+1 | -0
 
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@Schwertträger: Das mag sein doch bei einigen anderen Themen wird hier sofort immer gleich typisch Frau gerufen, umso netter ist es das dies hier vielleicht mal nicht der Fall ist.

Wenn man zur Bundeswehr geht egal ob Mann oder Frau gelten verschärfte Regeln und gegen diese hat sie nun mal eindeutig verstoßen, zumal sie sich als Oberfeldwebel darüber im Klaren sein sollte das Sie bei Verstoß die Konsequenz zu tragen hat, auch wenn es schwer ist auf Auslandseinsätzen so weit weg von Familie und Freunden aber Gefühlsduselei von wegen denkunwillig und unfähigkeit sich in den andern Einfühlen ist beim Bund eher weniger angesagt, zum Teil werden bei solchen Einsätzen sogar Kontaktsperren verhängt, da kann und darf man sich in solch einer Position nicht einfach über Befehle und Dienstanweisungen hinwegsetzen wie es einem Passt.

Zudem behaupte ich auch nicht das die Dame dumm sei ich schrieb sie sei lediglich nicht so klug gewesen darüber Nachzudenken.

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]
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10.10.2011 16:41 Uhr von Schwertträger
 
+2 | -0
 
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@Noseman: Warum? Er hat lediglich gesagt, dass der BW keine zusätzlichen Kosten entstehen, wenn man der News glauben darf.
Damit hat er nichts Flasches und nichts Verbotenes oder Ungesetzliches gesagt. Wie die Frau Oberfeldwebel dass dann für sich interpretiert, ist ihre Sache.

Wenn ich meinem Nachbarn sage "ein gar nicht so kleiner Teil aller Einbruchsdelikte wird gar nicht aufgeklärt" und der zieht dann los und bricht bei jemandem ein, dann bin ich doch auch nicht Schuld wegen Anstiftung.
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10.10.2011 16:41 Uhr von PeterLustig2009
 
+2 | -0
 
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@Kassalla: Zum Glück ist es nicht nur bei der Bundeswehr so dass wenn man gegen Dienstvorschriften grob fahrlässig oder sogar mutwillig verstößt arbeitsrechtliche Konsequenzen zu befürchten hat
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10.10.2011 16:43 Uhr von Schwertträger
 
+1 | -1
 
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@Miem: >Aber warum gilt das nicht für Politiker, die ihre Dienstwagen und -flugzeuge privat nutzen?<

Weil ein Politiker ein gewählter Anführer ist udn es jedesmal eine neue wahl nach sich ziehen würde, wenn man den deswegen rausschmeissen würde. Außerdem regelt in vielen Fällen nicht mal eine genaue Dienstanweisung, wann etwas privat ist und wann nicht. Da werden oft lediglich Grauzonen ausgenutzt. Nicht, dass ich das gutheissen würde, aber oft genug werden ansonsten gute Politiker wegen irgendwelcher vorgeschobener Kleinigkeiten rausgeschmissen, während andere, viel schlechtere Kollegen im Amt bleiben, obwohl sie bis auf´s Klauen von goldenen Löffeln schon alles auf dem Kerbholz haben.
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10.10.2011 17:29 Uhr von Alice_undergrounD
 
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spätestens wenn: ihre kompanie den marschbefehl nach afghanistan erhält wird sie froh sein so viel telefoniert zu haben...
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10.10.2011 17:36 Uhr von Schwertträger
 
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@Alice_undergrounD: Dazu müsste sie den Einsatz in Afghanistan aber erstmal als negativ ansehen, was sehr viele BW-Soldaten aber nicht tun, weil sie oft detailliertere Einblicke in den Sinn und nutzen dieses Einsatzes haben.

Außerdem gibt es die News doch gar nicht her, ob sie nicht vielleicht als Zeitsoldatin schon da war, in Afghanistan.

Und nicht zuletzt kannst Du davon ausgehen, dass sie sich über speziell diesen Aspekt (den eines möglichen Afghanistan-Einsatzes) wohl schon ihre Gedanken gemacht hat, auch wenn sie über die Telefoniererei wohl weniger nachgedacht hat. Sonst hätte sie sich wohl nicht als Berufssoldatin bewerben wollen.
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10.10.2011 20:02 Uhr von indi1234
 
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richtig so !! die Argumentation des Verwaltungsgerichtes ist absolut richtig.
Anstatt Solidarität und Zuverlässigkeit gegenüber ihren Kampfgefährten zu demonstrieren, beschäftigt sich diese Frau wohl lieber mit ihrem Handy.
So eine Frau hat beim Militär absolut nichts verloren.
Wenn man sich im Ernstfall auf so jemanden verlassen muss, ist man verloren.
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10.10.2011 21:11 Uhr von tiefschneetaucher
 
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heißt nicht Oberfeldwebelin !
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10.10.2011 22:02 Uhr von Adrian_Northwind
 
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Ich würde das nicht so pauschalisieren.
Klar hat sie da gegen ne Anweisung verstoßen, aber das Vergehen ist ja nunmal minimal.
Mich stört eher mal wieder die mangelnde Dankbarkeit in diesem ach so schönen Lande. Die Frau hätte sich für uns den Kopf wegschiessen lassen im Ernstfall und die kacken wegen soner Lapalie rum. Ist doch lächerlich.

Aber was will man auch von einer Armee erwarten, die wie ein Unternehmen geführt wird. Da sag ich nur Zapfenstreich und gute Nacht.

Gruß
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11.10.2011 05:09 Uhr von Schwertträger
 
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@Adrian_Nordwind: In einer Armee, die nicht wie ein Unternehmen geführt wird, wäre sie noch viel mehr in die Mühle gekommen.

Das Vergehen ist nicht minimal.
Es ist eine klare Befehlsmissachtung. Und das geht bei einer Armee nun mal nicht. Da geht es um´s Prinzip.

Und rund 700 Öcken sind keine Lappalie.
Ob sich die Frau dann im Ernstfall wirklich den Kopf für uns wegschiessen lässt, sei noch dahingestellt. Da sagt diese Geschichte noch nichts drüber aus, denke ich. Die Bundeswehrführung aber sagt, dass das Vertrauensverhältnis gestört ist und mein, dass wenn das bei kleinen Dingen so ist, es für die großen, wichtigen erst recht gilt.

Und was Dankbarkeit angeht, so HAT sich diese Frau ja noch nicht den Schädel wegschiessen lassen. Also besteht NOCH ja kein Grund zu einer solchen.

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