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USA: Computerviren sollen US-Drohnen befallen haben

In den Cockpits der US-Drohnen "Reaper" und "Predator" sollen sich ein heimtückische Computervirus eingenistet haben. Das Virus liese sich nur sehr schwer entfernen, so ein Informant des Computermagazins "Wired".

Der sogenannte "Keylogging"- Virus soll die Steuerprogramme der Drohnen befallen haben. Es sei möglich, dass sich Dritte die Befehlseingaben der Waffen besorgen könnten.

Von der Air Force gab es bisher keine Stellungnahme zu den Vorfällen. "Schwachstellen oder Bedrohungen unserer Computernetzwerke werden nicht öffentlich besprochen" sagte Oberstleutnant Tadd Sholtis.


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WebReporter: Saftkopp
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: USA, Computer, Virus, Programm, Drohne, Steuerung
Quelle: www.krone.at

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08.10.2011 13:16 Uhr von ted1405
 
+6 | -2
 
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Na logisch! Kommt davon, wenn man auf die Dinger ein "Windows Mobile" installiert ...

Nee, aber mal ernsthaft ... wer glaubt denn allen ernstes, daß auf solchen Drohnen irgend ein Standard-Betriebssystem verwendet wird?

Und das wäre schon mal überhaupt Voraussetzung, daß x-beliebiger 0-8-15-Virus da Fuß fassen bzw. ein Programmierer überhaupt einen vernünftigen Virus für das Ding programmieren UND EINBRINGEN könnte.
Das Einbringen des Viruses ist das nächste Problem: ich glaube kaum, daß jemand mit dem Computer der Drohne im Internet surft, E-Mails ließt oder irgend eine heruntergeladene Software per CD, USB-Stick oder vielleicht gar Diskette einspielt.

Nö - das ist Bullshit.

Ich gehe davon aus, daß so eine Drohne ein proprietäres Betriebssystem besitzt, welches speziell für diese Aufgabe entwickelt wurde. Zudem glaube ich, daß selbiges dann auch kurzerhand auf ´nem Flashspeicher eines Microcontrollers untergebracht ist. Da ´nen Virus los zu werden ist banal: alles Löschen, neu flashen, fertig. Ist ja nicht so wie beim heimatlichen Windows, wo man nach dem "alles löschen" erst mal stunden- oder gar tagelang seine geliebte Software nachinstallieren müsste.

Mein Fazit ist simpel:
Krone - kaum besser als die Bildzeitung - hat einfach mal einen furchteinflößenden Aufhänger für ´ne Titelstorry benötigt. Wahrheitsgehalt nahezu null. Die Wahrheit ist bestmöglich noch so etwas banales wie eine schwache Verschlüsselung und dadurch ein Hintereingang, um an die Steuerkommandos zu kommen.
Oder aber, da hat ein "Mitarbeiter" des Entwicklungsteams nicht ganz so sauber mitgearbeitet und sich oder für andere absichtlich ein Hintertürchen eingebaut. Das wiederum hat dann mit ´nem Virus aber ganz genauso viel zu tun, wie ein Zebra mit dem Planeten Mars.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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08.10.2011 13:44 Uhr von Artim
 
+6 | -1
 
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Schon mal Gründe liefern: Mir scheint als wollen die USA nur schon mal einen Grund vorweg nehmen, als Entschuldigung falls mal eine der Drohnen "aus versehen" Amok fliegt.
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08.10.2011 14:59 Uhr von Mankind3
 
+2 | -0
 
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ted: Krone ist nicht die einzige Zeitschrift die das meldet...Die Meldung findest du auf so ziemlich allen Newsseiten.

im Artikel vom spiegel steht auch wie es vielleicht zu dem Befall kommen konnte:

http://www.spiegel.de/...

[ nachträglich editiert von Mankind3 ]
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08.10.2011 15:28 Uhr von ted1405
 
+1 | -0
 
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@Mankind3: Sooo ...
dann ließt Du nun bitte nochmal aufmerksam den von Dir verlinkten Artikel und das, was ich geschrieben habe.

Verglichen mit dieser Quelle ist die NEWS hier einfach falsch, denn befallen sind NICHT die Rechner der Drohnen selbst (wie hier und bei Krone behauptet), sondern jene Rechner, über welche die Drohnen gesteuert werden. Das geht ziemlich klar aus dem Spiegel-Bericht hervor.

Und was sagt uns das?

Krone hat - genau wie ich es vermutete - die "Wahrheit" etwas gebogen. Es macht natürlich auch gar keinen Unterschied, ob die Drohnen selbst oder die Computer der Bodenstation befallen sind ... nööö ...

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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08.10.2011 15:38 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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ted die Bodenkontrollstation nutzt wie bei ungefähr 99% aller anderen Drohnentypen COTS-Teile. Dazu gehört auch die Softwarebasis.
Für RQ1, MQ1 und MQ9 kann ich es nicht mit abschliessender Sicherheit sagen, aber ich weiss von 10-20 Drohnensystemen, die auf Windows Server 2k3 bzw. NT setzen. Da kommt dann eine Softwaresuit drauf, das halt die Steuer- und Bedienelemente für die Drohne und ihre angeschlossenen Systeme enthält - sonst nichts.

Es gab vor einiger Zeit schon mal News im Kontext der Entdeckung, wie einfach es ist, unverschlüsselte Reaper-Videodatenströme abzugreifen, in denen auch die SoP für die Besatzungen dargelegt wurden. Da die Schichten sehr lang sind, erlaubte man den Betrieb von Browsern für das offene Internet, so das die Besatzungen in Transitphasen sich ein wenig die Langeweile vertreiben können. Explizit ging es da um Windows 2000 als OS und der MQ9 Reaper.

Zudem ist auch bekannt, das man sehr liberal mit entfernbaren Speichermedien umging, nicht nur zum Missionsdatenaustausch, sondern auch was private Datenträger angeht. Natürlich ist es da relativ einfach, wenn sich ein Virus einnisten könnte.
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08.10.2011 15:47 Uhr von ted1405
 
+0 | -1
 
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@ElChefo: Die Basiskontrollstation ... richtig. Dagegen sage ich auch nichts. Die Überschrift lautet jedoch "Computerviren sollen US-Drohnen befallen haben", woraus sich implizit als erstes schließen ließe, daß die Viren direkt im Rechner der Drohnen sitzt. Und in meinem ersten Beitrag hier bezweifle ich genau das - nichts anderes.

Natürlich ist es äußerst bedenklich, wenn die Basiscomputer dank Wechseldatenträger derart einfach infiltriert werden konnten. Allerdings - und ich denke, da stimmst Du mir zu - da es sich dort um Standardsysteme handelt, muss nicht gleich davon ausgegangen werden, daß der Virus zum Sinn und Zweck der Kontrollübernahme speziell für die Drohnen dort eingespielt wurde. Gut möglich, daß der dort befindliche Keylogger eigentlich zum Ausspähen von Bankdaten gedacht war.

Ein "Virus" direkt in den Drohnen hingegen müsste mit ziemlicher Sicherheit sehr speziell für selbige angefertigt werden und hätte dann mit selbiger Sicherheit auch ganz andere Möglichkeiten. DA müsste man dann definitiv Angst haben.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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08.10.2011 16:28 Uhr von ElChefo
 
+1 | -1
 
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ted also, im Prinzip hast du ja recht.

...allerdings sehe ich auch nicht, wieso sich ein Malware-Programm nicht auch im Flugdatenspeicher, der ADIRU oder dem Bordvideospeicher einnisten sollte. Ob er da etwas erreicht oder nicht, ist eine andere Frage, aber im Grunde ist diese Drohne nichts weiteres als ein gesteuerter Netzwerkteilnehmer mit up- und downlink. Wenn sich ein Virus zur Verbreitung von Speicher zu Speicher schreibt, dürften auch solche Schnittstellen in Frage kommen.
...gut, der letzte Part war eine Mutmaßung, laut News geht es ja tatsächlich nur um die Bodenelemente.

Dabei fällt mir - sei es nur am Rande erwähnt - das vor einiger Zeit auch A320, A330 und einige Glascockpit-Boeings über den CMC infiltriert wurden.

...ich denke mal, wir sind beide gespannt, ob mal mitgeteilt wird, was genau für ein Virus und auf welchem Wege er gerade dort hinkam.

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