07.10.11 11:51 Uhr
 124
 

Russland: Heute vor fünf Jahren wurde Anna Politkowskaja ermordet

Am 07. Oktober 2006 wurde die regierungskritische Journalistin Anna Politkowskaja vor ihrer Wohnung in Moskau erschossen. Die Täter stammen wohl aus einer Spezialabteilung der russischen Miliz. Die Hintermänner und Auftraggeber der Tat sind bis heute nicht bekannt.

Wladimir Putin hatte die Journalistin eine "scharfe Kritikerin der herrschenden Macht" genannt. Und es wäre nicht überraschend, wenn die Anwältin der Hinterbliebenen aus den Ermittlungsakten zitiert, dass Anna Politkowskaja im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit ermordet wurde.

Ramsan Kadyrow, der tschetschenische Präsident, gilt als einer der größten Gegner Politkowskajas, hatte sie ihn doch mit Stalin verglichen. Aufgrund von Recherchen einer Zeitung -nicht der Behörden- weiß man heute immerhin, wer die Mordwaffe besorgt und wer geschossen hat.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Babelfisch
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Russland, Mord, Anna Politkowskaja, Ramsan Kadyrow
Quelle: www.dradio.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
07.10.2011 11:58 Uhr von Babelfisch
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
schwere geburt: eine halbe stunde haben sie über der news gebrütet bis sie sie endlich freigegeben haben. dachte schon, sie suchen nach einem grund, sie abzulehnen.

aber sie haben eine verfälschende änderung reingebracht. in der quelle steht eindeutig, was die anwältin der hinterbliebenen gesagt hat.
also nicht: es WÄRE überraschend, sondern es IST NICHT überraschend!!!!!
Kommentar ansehen
07.10.2011 12:35 Uhr von Koppeldorn
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
Glucksmann rechnet ab: André Glucksmann über den Mut der Anna Politkowskaja

Der französische Philosoph André Glucksmann erinnert in einem bewegenden Portrait an die am 7. Oktober 2006 in Moskau ermordete russische Journalistin Anna Politkowskaja, das auch die deutsche Wochenzeitung ´Die Zeit´ druckt. Glucksmann wehrt sich gegen die Vorstellung, dass Politkowskaja umsonst gestorben sei: "Anna schlug die Alarmglocke, damit die Welt Bescheid wisse und reagieren möge... Sie ist für uns alle gestorben. Für uns im Westen, die wir sie nicht gelesen haben und die wir sie nicht beschützen konnten. Dieses Nichts, für das sie gestorben ist, das sind wir. Sie war für den Schmerz der Unterdrückten offen, der Korruption unzugänglich und eisig angesichts unserer Kompromittierungen. Anna war, sie ist und bleibt das Licht. Jenseits der Ehrerbietungen, des Geldes und der Karriere war sie beherrscht von einem brennenden Wunsch nach Wahrheit... Im vergangenen Frühjahr, als ich sie zum letzten Mal traf, sagte Anna: ´Wenn ich getötet werde, braucht ihr nicht lange zu suchen. Der Auftraggeber sitzt im Kreml.´ Am 23. November 2006 sagte Alexander Litwinenko in einem letzten Atemzug: ´Die Schweine haben mich erwischt, aber sie kriegen uns nicht alle.´ Das hängt von uns ab."

Refresh |<-- <-   1-2/2   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?