06.10.11 18:45 Uhr
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Färöer: Bewohnern soll die komplette Genom-Sequenzierung bezahlt werden

Färöer ist ein kleiner Inselstaat mit gerade einmal 50.000 Einwohnern, denen nun aber ein einmaliges Angebot unterbreitet werden soll: Die bezahlte Sequenzierung des gesamten Genoms. Das Projekt "FarGen" baut auf einem Vorgänger-Projekt auf, bei dem zumindest ein Teil der Kosten übernommen wurde.

Man rechnet insgesamt mit Kosten von 50 Millionen Dollar und einer Dauer von fünf Jahren. Ein Viertel der Bewohner trägt ein Gen, welches verantwortlich für CDT (Carnitine Transporter Deficiency) ist. Diese Störung schadet dem Metabolismus von Babys und Kindern, was zu Herzfehlern führen kann.

Die Daten sollen dann mit der bereits digitalisierten Krankengeschichte verknüpft werden. Die Bewohner sollen ihre Daten aber nur auf expliziten Wunsch erhalten und auch Ärzte dürfen nur bei einem guten Grund Einblick nehmen. Dadurch soll ein Missbrauch der Informationen verhindert werden.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Gesundheit, Datenbank, Information, Genom
Quelle: medicalxpress.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.10.2011 18:45 Uhr von Again
 
+3 | -1
 
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Ich weiß nicht, ob sich die Kosten und die Dauer auf alle Einwohner beziehen, oder ob das schon miteingeplant ist, dass viele nicht mitmachen werden.

Das ist ein wirklich riesiges Projekt und auch wirklich sinnvoll. Auch wenn bestimmt viele was dagegen haben, würde es mich freuen, wenn die Daten in anonymisierter Form für die Forschung benutzt werden.

Vielleicht findet sich dann auch der Grund, warum sich Österreich im Fußball so schwer gegen die Färinger tut ^^
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06.10.2011 19:51 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -1
 
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Nach der Unabhängigkeitsanstrengung Grönlands: könnten die Färöer, die sich als eigenständige Volk sehen, dann folgen. Gen-Analysen aus welchem Urvolk man am meißten stammt kann man längst machen:

http://www.igenea.com/

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Färöer aus taktischen Gründen am 12. April 1940 von Großbritannien besetzt, um Deutschland zuvorzukommen. Die Briten bauten nicht nur den Flughafen Vágar, sondern sie weiteten auch die Selbstverwaltung des Løgtings aus, so dass die Färinger 1946 zur Überwindung der Verfassungskrise eine Volksabstimmung über ihre volle Souveränität durchführten und sich bei einer Wahlbeteiligung von 66,4 % mit knapper Mehrheit (48,7 % zu 47,2 %) für eine staatliche Unabhängigkeit aussprachen. Dänemark verweigerte die Anerkennung dieses Abstimmungsergebnisses, stimmte aber der Aufnahme von Verhandlungen zu, so dass die Inseln seit dem Autonomiegesetz von 1948 eine weitgehende politische Selbständigkeit genießen.

Als Dänemark 1972 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, vollzogen die Färöer diesen Schritt nicht mit. Die Inselgruppe gehört folgerichtig nicht zur Europäischen Union.


[ nachträglich editiert von Rechthaberei ]
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06.10.2011 21:54 Uhr von Leeson
 
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Ich bin zwar bei weitem kein Experte: für Genetik aber ein Genpool von 50.000 Menschen kann bei solchen "Defekten" nicht gut sein.
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06.10.2011 22:38 Uhr von cheetah181
 
+2 | -0
 
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Preis: "Ich weiß nicht, ob sich die Kosten und die Dauer auf alle Einwohner beziehen, oder ob das schon miteingeplant ist, dass viele nicht mitmachen werden."

1000 Dollar pro Genom wäre schon ziemlich günstig, also ist das vielleicht tatsächlich schon eingeplant.
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07.10.2011 16:08 Uhr von shadow#
 
+0 | -1
 
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@Leeson: Für die Bewohner nicht, für die Forscher schon...
Die sollten gleich noch die Schadstoffbelastung messen, wäre gut für die Wale...

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