Studenten enttäuscht: Krise kein Thema in VWL-Vorlesungen
Sehr enttäuscht sind Studenten der Volkswirtschaftslehre vom Vorgehen ihrer Professoren: Es wird viel gerechnet in den Vorlesungen, aber die Finanzkrise wird, wenn überhaupt, nur am Rande behandelt. Berichten zufolge genau 90 Minuten lang im gesamten Grundstudium.
Viele Theorien, die bisher als fundamental für die VWL angesehen wurden, wurden durch die Finanzkrise erschüttert. Das ist das Problem: Die Fakultäten fahren mit demselben Lehrplan fort wie vor der Krise und arbeiten mit Faktoren, die so in der Realität momentan nicht gegeben sind.
Arif Rüzgar, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt sieht das ähnlich. Zur Thematik der Krise gibt es kaum geplante Kapazität. Rüzgar selbst hat den Arbeitskreis Postautistische Ökonomie mitbegründet, der sich für ein moderneres Vorgehen in diesem Fach einsetzt.