Deutschland: Justiz öffnet erneut Akten ehemaliger Nazis
Deutsche Staatsanwälte haben hunderte Akten von ehemalige Nazis geöffnet. Es handelt sich bei hierbei um so genannte ruhende Verfahren, die jetzt erneut unter die Lupe genommen werden. Die meisten Akten befassen sich mit Personen, die einst als Bewacher in den Todeslagern arbeiteten.
Der Ausgang im Fall Demjanjuk (ShortNews berichtete) gab Anlass zu dieser Maßnahme. Angesichts des fortgeschrittenen Alters aller Verdächtigen wolle man mit den Untersuchungen und Wiederaufnahmeverfahren nicht warten, bis der Berufungsprozess von Demjanjuk abgeschlossen ist.
Kurt Schrimm von der Staatsanwaltschaft teilt mit, es würden noch etwa 1.000 mögliche Verdächtige aus den Akten hervorgehen. Viele davon würden noch am Leben sein. Namen eventueller Tatverdächtigen wollte er jedoch nicht nennen.