05.10.11 06:29 Uhr
 1.556
 

Kommt nun doch der Schuldenschnitt?

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat zum ersten Mal geäußert, dass nun die Finanzminister der EU bei ihrem Treffen einen Schuldenschnitt Griechenlands diskutiert haben. Es gäbe kein Tabu mehr. Doch laut ihm wolle und werde Griechenland nicht aus dem Euro-Raum ausgeschlossen werden.

Die EU-Finanzminister diskutieren die Möglichkeit, Griechenland pleite gehen zu lassen, um dann mit einem niedrigeren Schuldenstand bessere Neustart-Voraussetzungen zu schaffen. Doch auch die Politiker können die Folgen eines Schuldenschnitts nicht absehen. Das kann niemand.

Ein "Flächenbrand" könnte eintreten, der auch andere schwache Länder in Probleme bringen könnte. Und letztlich könnte die gesamte Währungseinheit auseinanderbrechen. Angela Merkel sagte ebenfalls, die Gefahr bestünde, dass dann auch andere Länder für sich den Schuldenschnitt in Erwägung zögen.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Europa, Griechenland, Schulden, Finanzen, Währung
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job
USA: Amazon plant Supermarkt ohne Kassen
Sodastream muss einen Teil seiner Sprudelflaschen zurückrufen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
05.10.2011 06:29 Uhr von FrankaFra
 
+19 | -2
 
ANZEIGEN
Nun wird es mir langsam klarer. Dieser Weg war von Anfang an geplant. Man wollte nur solange Griechenland mit Geld versorgen, bis die massiven Einsparungen feststehen, mit denen der Inlandshaushalt dann nach einer Pleite weitermachen kann, ohne in Zukunft dieselben Probleme zu bekommen.
Kommentar ansehen
05.10.2011 07:21 Uhr von MetatronTheAugur
 
+14 | -2
 
ANZEIGEN
@ImmerNurIch: "Man will auch die Reste der Demokratie beseitigen. Wozu wird wohl unsere Verfassung "erweitert" und gleichermassen mißachtet?"

Ja, so ist das nun mal in einem Land, in denen Politiker (Pofalla) öffentlich und ungestraft äußern können, dass sie das Grundgesetz für eine Scheiße halten!

Dem Bericht zufolge verteidigte Innenexperte Bosbach seine harte Haltung im Streit um den Euro-Rettungsschirm daraufhin mit Verweis auf Gewissensentscheidungen von Abgeordneten: „Ronald, guck bitte mal ins Grundgesetz, das ist für mich eine Gewissensfrage.“ Pofalla antwortete: „Lass mich mit so einer Scheiße in Ruhe.“ (Quelle: Focus)
Kommentar ansehen
05.10.2011 08:09 Uhr von verni
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Leute: nicht beschweren......so lange keine Menschenmassen vor dem Reichstag aufkreuzen und das zu Millionen und diese Typen am Kragen packen und da rauszerren, so lange werden die uns weiter nicht beachten und auslachen....diese Politik macht seit Jahrzehnten bereits was sie will, ob es uns passt oder nicht und wir Idioten bezahlen das mit 50% Abgaben. Passiert ist nichts....die Leute sind nach wie vor so bescheuert und lassen sich ihrer Rechte beschneiden und warten tatsächlich allen Ernstes auf Wahlen (lol) weil sie denken dass es jemand richten wird.....

HAben wir das alles also verdient???? So hart es klingt aber JA...ALL DAS und noch viel mehr....denn wir lassen es nach wie vor zu.
Kommentar ansehen
05.10.2011 08:51 Uhr von lina-i
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@ Author: Dass es schon vorher fest stand, dass Griechenland Bankrott ist, ist unbestritten.

Nur haben die Politiker das Geld nicht nach Griechenland gepumpt, damit Einsparmaßnahmen geprobt werden können. Das Geld diente nur dazu, fällig gewordene Kreditraten zu bezahlen, da ohne dieses einige Banken auch pleite wären. Es war mal wieder nur Betrug an den Bürgern der EU, damit die Banken mit Steuergeldern gesund gefüttert werden.

Denn welcher Politiker möchte seine Ersparnisse verlieren, wenn seine Hausbank durch ausgefallene Kreditraten aus Griechenland insolvent wird....
Kommentar ansehen
05.10.2011 09:27 Uhr von verni
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
Das könnte noch: sehr witzig werden alles. Die Bank of America scheint ebenso pleite zu sein http://www.verkackeiert.com/...
Kommentar ansehen
05.10.2011 09:48 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
lina-i: Richtig. Und selbst das "großzügige" Angebot der banken auf soundsoviel zu verzichten besteht nur aus einem Teil der Zinsen den Sie bekommen hätten. Ergo noch nicht mal Verlust. Wieder mal werden nur die Banken gestützt.
Kommentar ansehen
05.10.2011 10:41 Uhr von Julian73
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nun also doch: Das ist wieder einmal typisch Politik. Erst haben sie vehement bestritten, dass es zu einem Schuldenschnitt kommen könnte und nun also doch.

Der Schuldenschnitt ist unausweichlich:
http://www.start-trading.de/...

Wer griechische Papiere gekauft hatte, wusste auch über das Risiko Bescheid. Deshalb gab es ja auch hohe Zinsen.
Kommentar ansehen
05.10.2011 10:42 Uhr von Chuzpe87
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Euro: Tja. Dieses Szenario hätten se damals vor der Euro Einführung mal durchgehen sollen und nicht immer alles schön und rosig quatschen und dann so ne Scheiße verzapfen. Das funktioniert einfach nicht, deren Europa. Ich weiß auch nicht wo das Problem ist. Wir sind doch hier vereinigt genug, wären es auch ohne gemeinsame Währung.
Kommentar ansehen
05.10.2011 11:21 Uhr von flushbox
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
Geschockt bin ich nicht: Eher erstaunt, dass es so schnell geht. Kaum ist der EFSF (inklusive Bankenrettung) unterzeichnet, schon wird öffentlich über eine Pleite - nö, Moment - Umschuldung Griechenlands diskutiert.

Es ging wohl nie um eine Rettung Griechenlands. Es ging darum, europaweit einen Mechanismus einzuführen, der die Kosten für Bankenrettungen auf die Mitgliedsstaaten umverteilt. Alle zahlen fleißig ein, aber wer am Ende wie viel für was abstaubt, bleibt für Otto Normalverbraucher ein Geheimnis.

Wie hätte man den deutschen Otto Normalverbraucher auch sonst davon überzeugen sollen, dass er ab sofort mit Steuergeldern französische, italienische und spanische Banken retten muss? Alternativlos, versteht sich...

[ nachträglich editiert von flushbox ]

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Jeder zehnte Arbeitnehmer hat nur einen befristeten Job
Cyberangriff: ThyssenKrupp von Hackern angegriffen
USA: Einige Showrunner verbieten Vergewaltigungsszenen in Serien


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?