05.10.11 06:22 Uhr
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Belgien: ArcelorMittal-Manager von Arbeitern in ihren Büros eingesperrt

Im Stahlwerk des Konzerns ArcelorMittal nahe Lüttich haben wütende Arbeiter ihre Manager in den Büros eingesperrt und festgehalten. Von Montagmorgen bis Dienstagnachmittag mussten die sechs Führungspersonen ausharren, dann wurden sie wieder in ihre Freiheit entlassen.

Die Konzernführung hatte beschlossen, lediglich 200 der derzeit noch beschäftigten 300 Zeitarbeitern weiter zu beschäftigen. Die Arbeiter fordern, einen stillgelegten Hochofen wieder anzufahren und so die Arbeit der übrigen Männer auch zu garantieren. Dagegen sträubt sich die Führung.

Der Sprecher des Stahlwerkes, Etienne Botton, der ebenfalls unter den Eingesperrten war, berichtete, sie mussten auf dem Boden schlafen und von bestellten Pizzas seien lediglich die leeren Kartons bei ihnen angekommen. Doch es hätte keinerlei physische Gewalt gegeben.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Protest, Manager, Belgien, Arbeiter, Büro, Einsperren
Quelle: www.welt.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.10.2011 06:22 Uhr von FrankaFra
 
+16 | -0
 
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Die größte Angst einer jeden Führungselite, ist ein Mob, der sich einig ist!

Könnte hierzulande auch Schule machen.
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05.10.2011 08:04 Uhr von Daeros
 
+8 | -2
 
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Sehr schön, sowas schockt die Unternehmer wesentlich mehr als ein dummer Streik. Ich hoffe das in Deutschland auch einige den Arsch den Hose haben mal so eine Aktion zu starten.
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05.10.2011 09:08 Uhr von Perisecor
 
+3 | -6
 
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@ Daeros: Ja, Freiheitsberaubung und Folter sind schon tolle Sachen.
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05.10.2011 09:16 Uhr von Daeros
 
+3 | -1
 
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@Perisecor: Ich habe nicht gesagt dass ich Freiheitsberaubung und Folter für gut befinde. Jedoch habe ich gegen so eine "kleine Erziehungsmaßnahme" (wenn sie im Rahmen bleibt) nichts einzuwenden. Die Unternehmer dürfen ruhig merken dass unter ihnen Menschen sind und nicht nur Zahlen.
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05.10.2011 09:17 Uhr von T0b3
 
+7 | -0
 
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Ich bin wirklich kein Linker und hege nicht grundsätzlich Aversionen gegenüber Managern..

Aber da ich selbst in einem Unternehmen tätig bin, wo die Chefs dicke Autos fahren, ein riesiges Gehalt einfahren und die Gesundheit der Mitarbeiter einen Furz wert ist, kann ich für die Leute echt Sympathie hervorbringen. Das ist wahrer Zusammenhalt!
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05.10.2011 09:22 Uhr von Nickman_83
 
+4 | -1
 
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perisecor: na klar: folter ! wo war da folter ?
freiheitsberaubung ist klar. aber da waren alle mit beteiligt! was will der arbeitgeber da machen ? alle anzeigen ? den ganzen mob ? mal an die folgen gedacht, wenn plötzlich alle die arbeit deswegen niederlegen ? das kannste nicht mal eben überbrücken oder schnell neue einstellen.
das war schon clever von den jungs.
es ist rechtlich bedenklich, aber in die enge getriebene reagieren manchmal nicht rational.
meinen respekt haben sie.
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05.10.2011 09:34 Uhr von LoneZealot
 
+0 | -3
 
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@Daeros: "Ich hoffe das in Deutschland auch einige den Arsch den Hose haben mal so eine Aktion zu starten."

Nein, hat niemand :( Haben alle panische Angst vor den Folgen, man buckelt dann doch lieber weiter.

Trotzdem, was die Angestellten gemacht haben nennt sich Freiheitsberaubung und kann zu schwerwiegenden Strafen führen.
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05.10.2011 09:35 Uhr von Perisecor
 
+0 | -4
 
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@ Daeros

"Ich habe nicht gesagt dass ich Freiheitsberaubung und Folter für gut befinde."

Doch, natürlich. Ich zitiere aus deinem ersten Post:

"Sehr schön [...] Ich hoffe das in Deutschland auch einige den Arsch den Hose haben mal so eine Aktion zu starten. "


@ Nickman_83

Der Entzug von Nahrungsmitteln und dem absichtlichen Vorenthalten geeigneter Schlafmöglichkeiten gilt zumindest in Westeuropa als Folter.


"was will der arbeitgeber da machen"

Warum sollte der Arbeitgeber da etwas machen sollen? Das ist Aufgabe der Staatsanwaltschaft - nur weil hier einige Leute das staatliche Gewaltenmonopol überflüssig finden, heißt das nicht, dass es das in Belgien nicht auch gibt.


"das kannste nicht mal eben überbrücken oder schnell neue einstellen."

Das geht in der Theorie schon. Wie üblich bei sowas werden da aber nicht alle mitgemacht haben, sondern nur ein kleiner Teil. Und der wird idR nicht nur ersetzt, sondern findet auch so schnell keinen neuen Job.


@ T0b3

"und die Gesundheit der Mitarbeiter einen Furz wert ist"

Wenn dein Arbeitgeber gegen Vorschriften verstößt, dann melde das doch einfach (anonym) den entsprechenden Behörden?
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05.10.2011 10:10 Uhr von KamalaKurt
 
+0 | -1
 
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freiheitsberaubung ist ein straftatbestand in deutchland und wird strafrechtlich, bei einer anzeige, verfolgt.

wer hier glauben will, dass die mit ihrer aktion etwas erreidcht haben, der wird lange, lange warten müssen. es ist nun mal so, dass angestellte und arbeiter in den großbetrieben ab einer gewissen führungsebene nur noch nummern sind.

allerdings gibt es da auch ausnahmen. ich kannte einen werksleiter in gaggenau bei dem autohersteller mit dem stern, der sehr für seine untergebenen eingetreten ist, der mir auch einmal einen persönlichen wunsch erfüllt hat.

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