München: Supermarktmitarbeiter verprügeln Kunden - Gericht glaubt ihm nicht
Ein Mitarbeiter und sein Vorgesetzter haben einen unbescholtenen Kunden ihres Supermarktes des Diebstahls bezichtigt und krankenhausreif geprügelt.
Das Opfer zeigte die Supermarkt-Mitarbeiter an, die Richter sahen die Angelegenheit jedoch anders: Abdul M. habe sich die Verletzungen selbst zugefügt, als er geflohen sei. Eine angebliche Zeugin der Marktangestellten bestätigte dies.
Der Anwalt des Mannes kämpfte jedoch für ein ärztliches Gutachten. Viermal schmetterte der Richter diese Bitte ab, erst das OLG gab dem Antrag nach und der Kläger bekam Recht. Die angebliche Zeugin gab zu, gelogen zu haben. Nun muss sich der Staatsanwalt wegen schlampigen Ermittlungen verantworten.