Libyscher Jude aus Synagoge von Tripolis vertrieben und bedroht
David Gerbi, ein Jude aus Tripolis kehrte nun nachdem die Revolution in Libyen beendet war, aus seinem italienischen Exil zurück in die libysche Hauptstadt. Doch nur einen Tag nachdem er die alte Dar Bishi Synagoge der Stadt wieder eröffnete, musste er sie unter Gewaltandrohung wieder schließen.
Muammar al-Gaddafi hatte 1967 die jüdische Gemeinde wegen der damaligen Ausschreitungen gegen die Juden in Libyen geschlossen. Die Übergriffe auf Juden entstanden damals wegen dem israelischen Sechstagekrieg, der die arabische Gesellschaft in Aufruhr brachte.
Gerbi kritisiert jetzt die schlechte Unterstützung durch den libyschen Übergangsrat und warf ihm mangelndes Toleranz und Demokratieverständnis vor. Der NTC hielt sich bei Fragen zu den gewaltsamen Übergriffen auf Gerbi zurück, betonte aber, dass in Libyen Religionsfreiheit herrsche.