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Missstände in deutschen Pflegeheimen - Betrug an Senioren

Die "Welt am Sonntag" berichtet von trostlosen und katastrophalen Zuständen in deutschen Pflegeeinrichtungen, die durch fehlendes Pflegepersonal hervorgerufen werden. "Jedes fünfte Altenheim betrügt seine Bewohner!"

Durch das Einsparen von Pflegepersonal in Altenheimen können Gehaltskosten reduziert und dadurch die Gewinne in den Heimen optimiert werden, zumal jeder Bewohner im Durchschnitt oft mehr als 4.000 Euro aufbringen muss.

"Welt am Sonntag" beruft sich auf Informationen von Heimaufsichten auf kommunaler und Landesebene. Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK hält eine Schließung von wiederholt auffälligen Einrichtungen für nicht ausgeschlossen.


WebReporter: marc01
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Betrug, Personal, Altenheim, Senioren
Quelle: www.bild.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.10.2011 18:04 Uhr von Gebirgskraeuter
 
+12 | -2
 
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tja: das ist untertrieben. Das Heim in dem der demenzkranke Opa meiner Freundin war vernachlässigte regelmäßig seine Aufsichtspflicht, niemand hielt ihn mitten in der Nacht auf wenn er versuchte "auszureißen". Er wurde mehrfach von der Polizei zurück ins Heim gebracht. Nach rund 3 Wochen im Heim lief er vollgepumpt mit Medikamenten nachts um 12 einen Feldweg entlang der auf den Bahngleisen endete. Ein Zugfahrer konnte nicht mehr bremsen.

Ein paar Wochen später stand in der Zeitung dass im selben Heim einer Frau fast das Selbe passierte, sie lief nachts vor ein Auto, überlebte aber.

Beide Male wurde niemand zur Rechenschaft gezogen
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02.10.2011 18:26 Uhr von nQBBE
 
+10 | -0
 
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naja: 4000€ im Durchschnitt? bei mir kostet ein Platz im Schnitt ~2750€, abhängig von Pflegestufe zwischen ca. 2000€-3500€
Ich stimme zu dass es an Pflegepersonal fehlt. Das Problem ist nur, dass ich laut Personalschlüssel 20% drüber bin mit der Besetzung.
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02.10.2011 18:43 Uhr von -canibal-
 
+6 | -0
 
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solange: die Pflege und Betreuung von (dementen) Betagten auf der Ebene von Profit und Gewinnoptimierung stattfindet wird sich an solchen Zuständen wohl kaum was ändern. Es sei denn der Staat würde massive Kontrollen einführen, aber das wiederum würde einen gigantischen Verwaltungsapparat mit tausenden von "Kontrolleuren" nach sich ziehen und wer soll das bezahlen?
Wir haben es hier nicht so sehr mit einem sozialen, sondern eher mit einem strukturellen Problem zu tun. Solange die Löhne des Pflegedienstpersonals direkt abhängig ist vom Pflegepreis, den die Pflegeempfänger dafür bezahlen wird die Tendenz IMMER zur Gewinnoptimierung und halt eben leider zur Vernachlässigung und Einspaarung zielen. Aber wie man das lösen kann wiess ich im einzelnen auch nicht. Ich arbeite in der Betagtenbetreuung und ich mache mir oft Gedanken über andere Wege der Betreuungs- und Pflegefinanzierung.

@nQBBE
in der Schweiz kostet der Platz in einem Pflege- bzw Betreuungsheim im Schnitt 7000-8000.- CHF !!
Es gibt sehr billige(kantonale) und luxuriöse(private) Plätze, aber im Schnitt wie eben erwähnt...

[ nachträglich editiert von -canibal- ]
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02.10.2011 20:18 Uhr von _Illusion_
 
+8 | -0
 
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Mein Opa: durfte bis zu seinem 92. Lebensjahr (ca. 4 Jahre lang) in einem Altersheim "vegetieren", was ca. 3500 Euro pro Monat kostete. Die Pflegestufe 3 wurde wirklich erst gewährt, als er schon fast unfähig war, die kleinsten Dinge selbst zu tun.

2 Schwestern pro Stockwerk mit ca. 40-50 Senioren ... selbst sein Taschengeld, dass er anfangs von uns bekam, diverse Pflegeprodukte und Kleidungsstücke dezimierten sich auf wunderbare Weise. Flüssigkeiten wurden verabreicht, indem man den Alten ne Flasche Mineralwasser und ein Glas vorsetzte ... egal ob die Leute noch fähig waren sich selbst einzuschenken.

Ich besuchte ihn jede Woche, und ich war schon depressiv als ich nach einer Stunde wieder aus dem Laden rauskam, manchmal hielt ich es gar nicht solange aus.

Es ist menschenunwürdig und ich werd alles tun, um nicht so zu enden. Ich gehe nicht davon aus, dass ich, wenn es mal soweit ist, mir einen vernünftigen Lebensabend im Heim leisten kann.
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03.10.2011 10:34 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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mmein vater war auch in einem pflegeheim und hat sich dort 84 jährig auch erhängt. er hat sich oft beklagt zu vereinsamen, was aber an seiner weigerung, an treffen und miteinander freude zu haben, lag.

in diesem heim waren vornehmlich russinen beschäftigt, die kaum deutsch sprachen und so hat dann auch die betreuung ausgesehen.

ich habe mit dem geschäftsführer einmal ein gespräch geführt und habe ihn darauf higewiesen, dass er eine mastanstalt statt ein pflegeheim hat. die betagten leute bekamen 5 mahlzeiten. mein vater hat in einem jahr 20 kg zugenommen. ich habe ihn darauf aufmerkssam gemacht, dass man an diesem punkt auch ansetzen könnte, um die kosten zu senken.

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