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Air Berlin streicht Privilegien für Prominente: Keine Gratisflüge mehr

Wie die "Bild am Sonntag" jetzt berichtet, durften Prominente aus Film und Fernsehen in der Vergangenheit stets kostenlos mit Air Berlin fliegen. Und das inklusive ihrer Familien.

Doch das in wirtschaftliche Turbulenzen geratene Unternehmen stellt diese großzügige Praxis jetzt ein. Grund dafür sind finanzielle Schwierigkeiten. So erwartet man bei der Airline bereits das vierte Jahr in Folge enorme Verluste.

Seit kurzem steht nun der ehemalige Bahnchef Hartmut Mehdorn an der Spitze der Fluggesellschaft. Dieser, bekannt für seine scharfe Rotstiftpolitik, will das Unternehmen wieder auf Kurs bringen. Dazu gehört nun zum Beispiel die Streichung der Privilegien für Prominente.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Kosten, Air Berlin, Prominente, Sparmaßnahme, Privileg
Quelle: www.spiegel.de

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02.10.2011 14:19 Uhr von artefaktum
 
+10 | -0
 
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Ist betriebswirtschaftlich ja auch schön dämlich, seine eigene Dienstleistung zu verschenken.
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02.10.2011 15:10 Uhr von Hawkeye1976
 
+1 | -1
 
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@artefaktum
Warum dämlich? Das ist PR. Wieviele "Promis" sind denn pro Flug an Bord? Und wie hoch ist der Werbe-Effekt, wenn die übrigen Paxe dann rumerzählen, dass XY auch mit Air Berlin fliegt?
Die finanzielle Schieflage des Unternehmens kommt bestimmt nicht von den paar Promis, die ab und zu für lau mit denen geflogen sind.
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02.10.2011 15:11 Uhr von artefaktum
 
+5 | -0
 
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@Jimboooo: "(...) werden bei den verlussten wohl kaum irgendwie ins gewicht gefallen sein."

Betriebswirtschaftlich denken heißt eben auch gerade, auf den einzelnen Cent zu schauen.

"zumal das ganze ja quasi auchnoch als werbung dienen dürfte, wenn ein promi mitfliegt."

Die Reaktion auf die Aktion die ich so mitbekomme ist eher, dass die meisten diese Bevorzugung verärgert. Das ist nicht gerade eine PR, die Air Berlin haben will.
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02.10.2011 16:50 Uhr von Simon_Dredd
 
+2 | -0
 
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so so: Promis durften bei Airberlin umsonst fliegen... wußte ich gar nicht. Mal ein "guter Zug" vom Mehdorn, diese bevorZUGung einzustellen.

Was mich aber nervt, ist, dass ich jetzt von D´dorf nicht mehr direkt in 1 1/2 Std nach Bilbao fliegen kann, sondern 6 Stunden mit zwischenstopp Malle :(
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02.10.2011 17:38 Uhr von no_trespassing
 
+2 | -0
 
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Werbeeffekt gleich Null!! Ist es ein Werbeeffekt oder nicht?

Wer fliegt, macht dies meist, weil er es muss. Insofern genügt es unter den Preisen von Wettbewerbern zu bleiben.

Es hat imho wenig Sinn, Promis die Flüge zu schenken, um damit auf den Werbeeffekt zu hoffen. Denn das bringt nur was bei den Passagieren an Bord, die ihn gesehen haben.

Pro Flieger fliegen ca. 200 Leute mit, 100-150 davon werden den Promi gar nicht gesehen haben oder kennen ihn nicht, die restlichen 50 teilen sich auf in Leute,

- die den Promi zwar kennen, aber nicht mögen
- die den Promi kennen, denen er aber scheißegal ist.
- und dann die Gruppe, die den Promi kennt, mag und vielleicht um ein Autogramm fragt.

Wenn das dann 10 Leute pro Flieger sind, dann ist das hoch.
Und dann geht die Kette weiter.

Sagen wir jeder von den 10 Leuten erzählt im Schnitt 5-7 Leuten, dass er Promi XY gesehen hat, dann sind das 50-70 Leute, die davon erfahren und von denen müssen die wieder den Promi kennen und vor allem mögen.

Sonst könnte im schlimmsten Fall der Angesprochene sagen: "Was, das A...loch fliegt mit Air Berlin? Dann flieg ich da nicht mehr mit!"

Und was auch noch wichtig ist: Der Name "Air Berlin" muss dann vor allem fallen, denn die Airline hat nichts von Äußerungen wie:
"Ich hab XY neulich im Flieger nach Hamburg gesehen!"

Ums auf den Punkt zu bringen: Der Werbeeffekt ist gleich 0!

Ich hab selbst schon Promis im Flugzeug gesehen, habs auch teilweise weitererzählt, aber im bezweifle ganz stark, dass sich auch nur eine einzige der Personen deshalb dazu animiert fühlte, einen Flug bei der Airline zu buchen.

Eine Mund-zu-Mund-Propaganda wird aber in der Tat ganz hervorragend funktionieren, nämlich die der Promis.
Die werden ganz sicher den Namen "Air Berlin" in Gesprächen verwenden, ungefähr so:

Promi A: "Weißt du schon das neueste? Ich kann bei Air Berlin gratis fliegen! Und der Rest meiner Family auch! Du musst nur promiment genug sein!"

Promi B: "Waaas? Und ich muss noch fürs Fliegen bezahlen? Ich glaub es hakt!"

Promi A: "Frag doch mal bei Air Berlin, dann musst du vielleicht bald auch nix mehr zahlen!"

Eine ganze Promi-Familie gratis fliegen zu lassen sind also in der Tat Kosten, die nichts einbringen und die Dienstleistung entwerten. Man pudert nur den Vermögenden etwas in den Hintern, was sie sich eigentlich locker leisten könnten.

Von daher betriebswirtschaftlich nur richtig, so einen Unfug zu streichen.

[ nachträglich editiert von no_trespassing ]

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