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Geheim-Akte enthüllt: Ludwig Erhard wollte deutsche Einheit kaufen

Rund hundert Milliarden Mark wollte der damalige Bundeskanzler in den 60er-Jahren der Sowjetunion für die deutsche Wiedervereinigung zahlen. Die USA waren dagegen. Dies geht nun aus neu zugänglichen Akten des US-Geheimdiensts CIA und des Washingtoner Außenministeriums hervor.

Die USA übernahm bei dem geplanten Deal, der als "Erhard-Plan" bezeichnet wurde, die Rolle des Vermittlers. Als Zahlungssumme wurde für den potenziellen Kauf zweieinhalb Milliarden Dollar pro Jahr für zehn Jahre genannt, was damals rund hundert Milliarden D-Mark ausgemacht hat.

Erhard rechnete damit, dass der Kreml das Geld unbedingt benötige, da es der russischen Wirtschaft zu der Zeit nicht so gut ginge. Dabei rechnete er damit, dass das geliehene Geld wohl niemals zurückbezahlt werden konnte, was er als "Preis für die Wiedervereinigung" ansah.


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WebReporter: Nick44
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Akte, Einheit, Ludwig Erhard
Quelle: www.spiegel.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.10.2011 13:26 Uhr von artefaktum
 
+45 | -3
 
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Sehr interessant wäre vielleicht unterm Strich billiger gewesen als die Kosten für die Wiedervereinigung nach 1990.
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01.10.2011 14:27 Uhr von bigJJ
 
+2 | -0
 
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ich habe versucht den bericht von stratfor, auf den sich die bild beruft, anzufordern. mal schauen, ob es klappt.
das kann man wohl hier machen:
http://www.stratfor.com/...

dann kann man sich mal die quelle durchlesen und schauen inwiefern die bild übertrieben hat - einiges wird schon dran sein...
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01.10.2011 15:26 Uhr von sicness66
 
+4 | -1
 
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Ernsthaft: Das hätte doch niemals funktioniert. Das Ost-West-Verhältnis war zu dem Zeitpunkt auf dem Nullpunkt. Mauerbau ´61, Kuba-Krise ´62 usw.

Außerdem, woher kämen denn wohl die 100 Milliarden ? Aus dem Marshall-Plan der USA! Kein Wunder, dass die USA nicht ihren größten Feind wirtschaftlich aufbauen wollten...

[ nachträglich editiert von sicness66 ]
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01.10.2011 15:26 Uhr von artefaktum
 
+3 | -0
 
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@Terrorstorm: "... und Kohl hat dann gekauft, wovon wir uns bis heute noch nicht erholt haben."

Vorsicht! Das sieht der "Dicke" bestimmt etwas anders! ;-)
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01.10.2011 15:32 Uhr von willi_wurst
 
+3 | -2
 
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ich hätte die griechen untergehen lassen und für das schöne geld böhmen, schlesien usw. zurückgekauft ...
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01.10.2011 17:27 Uhr von FlatFlow
 
+2 | -2
 
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Man sollte darüber so langsam Nachdenken: wer der Feind hier ist.... wenn die USA dagegen waren... mehr möchte ich dazu nicht sagen.
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01.10.2011 20:08 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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News falsch - USA waren nicht dagegen: Siehe Quelle.
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01.10.2011 20:19 Uhr von buzzensteiner2008
 
+3 | -0
 
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@Wolfsburger: http://de.thefreedictionary.com/...

Immer diese Rechtschreib und Grammatikverbesserer hier...

Es gibt nur einhundert, oder zweihundert, oder...., aber kein "hundert"

GIBT ES DOCH, HURR DURR

[ nachträglich editiert von buzzensteiner2008 ]
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01.10.2011 20:48 Uhr von shadow#
 
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Tja: Dumm eigentlich dass Griechenland nicht unser direktes Nachbarland ist ;)
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02.10.2011 11:35 Uhr von artefaktum
 
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@Perisecor: "News falsch - USA waren nicht dagegen"

Steht in der Quelle:

"US-Diplomaten beurteilten in ihren Dossiers und Protokollen den Plan jedoch als "unausgegoren und unrealistisch" und räumten ihm "fast keinerlei" Erfolgsaussichten ein. McGhee sprach gar von "erheblicher politischer Naivität". Erhards Wunsch, die US-Regierung möge dem Sowjetführer Nikita Chruschtschow seinen Plan antragen, blieb unerfüllt."
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02.10.2011 14:23 Uhr von Perisecor
 
+1 | -0
 
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@ artefaktum: Das heißt nicht, dass die USA gegen den Plan waren.

Sie fanden ihn nur "unausgegoren und unrealistisch" und für nahezu undurchführbar.

Warum die USA Anfang der 60er Jahre andere Themen als den Kauf der DDR zu vermitteln mit der UdSSR zu besprechen hatten, dürfte angesichts von Kuba-Krise, Korea-Krieg, sich anbahnendem Vietnamkrieg usw. völlig klar sein.


Dass die USA _dagegen_ waren, ist aber lediglich eine Interpretation des Newsautors und einigen wenigen anderen Leuten.

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