28.09.11 19:13 Uhr
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London blockiert Finanztransaktionssteuer

Die EU-Kommission in Brüssel hat nun beschlossen, Finanztransaktionen künftig steuerpflichtig zu machen. Eine Stunde später schlug dem Vorschlag der sogenannten "Tobuin-Steuer" harsche Kritik aus der Bankenmetropole London entgegen.

Die britische Regierung kündigte an "absoluten Widerstand" gegen die geplante Steuer zu leisten. Das britische Finanzministerium befürchtet massive Abwanderungen von Finanzunternehmen nach Asien oder in die USA.

Das Gesetz sieht vor, 0,1 Prozent auf alle Aktien- und Anlegetransaktionen einzuführen, EU-weit. Auf Derivatenhandel sollen 0,01 Prozent erhoben werden. Ab 2014 sollen so 55 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen werden, so die Brüsseler Finanzexperten.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Bank, London, Brüssel, Finanzsteuer
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2011 19:13 Uhr von FrankaFra
 
+9 | -4
 
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Immer ist irgendjemand dagegen. Kennen wir doch von SN nur allzu gut. Hater und Nörgler gibts überall. :)
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28.09.2011 19:15 Uhr von David_blabla
 
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Man findet immer einen Grund den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen! Ich warte ja noch auf den Tag, an dem wir Atem-Steuer zahlen. Kommt sicher noch.

@Autor + für Kommentar :)
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28.09.2011 19:21 Uhr von ZzaiH
 
+7 | -1
 
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ist schon interessant: das 0,1% auf aktientransaktionen und 0,01% auf derivate
55MRD € generieren...
d.h. nur in europa werden so zwischen 55.000 und 555.000 MRD € jährlich hin-und-hergeschoben...und dass bei einem BIP von 15.000 MRD €!

[ nachträglich editiert von ZzaiH ]
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28.09.2011 19:25 Uhr von artefaktum
 
+4 | -1
 
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Man muss das verstehen, eine Steuer von 0,1 Prozent oder gar 0,01 Prozent würde manche Bank in die sichere Armut stürzen. Das ist unsozial!
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28.09.2011 19:28 Uhr von SNnewsreader
 
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Ich bin ja ein relativ alter Mann hier aber schon vor Jahren kam dieser Spot:

http://www.youtube.com/...

Ihr jungen Leute: Schaut Euch das an und dann wählt ... ahso ... und die Menschen in meinem Alter dürfen das auch gerne sehen. Weltweit wäre das noch viel mehr! Heute!!!
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28.09.2011 19:34 Uhr von artefaktum
 
+2 | -0
 
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@DerBelgarath: "Wer für seine Riesterrente spart und in Aktien investiert, der zahlt zukünftig für den An- und den Verkauf Steuern, und für jede Umschichtung seines Depots von neuem, völlig unabhängig davon, ob er Verlust oder Gewinn gemacht hat."

Die Steuer würde vor allem die treffen, die Riesensummen ständig um den Erdball jagen.

Ich weiß ja nicht, für wieviel Milliarden Euro du Aktien besitzt und wie viele hundert mal am Tag du dein Depot umschichtest, so dass dich das als Privatperson schwer finanziell treffen würde. ;-)

"Großanleger hingegen gehen an die Finanzplätze weltweit, wo es diese absurde Neidsteuer nicht gibt!"

Darauf sollten wir es ankommen lassen. Ob das stimmt, ist noch nie bewiesen worden.
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28.09.2011 19:44 Uhr von artefaktum
 
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@DerBelgarath: Was glaubst du eigentlich, wo das Geld herkommt, dass durch Spekulation verdient wird? Fällt nicht vom Himmel, muss alles in der Realwirtschaft erwirtschaftet werden. Das zahlen wir alle indirekt über höhere Preise, niedrigere Löhne, usw.

Und wenn das Kind in den Brunnen fällt, wer musste dann Geld geben? Wieder die, die überwiegend in der Realwirtschaft arbeiten.

Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum man die mit Spekulationsgewinnen ausgerechnet nicht besteuert.
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28.09.2011 20:05 Uhr von artefaktum
 
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@DerBelgarath: "Genau - und genau auf die gleiche Art und Weise werden wir alle auch für die Finanztransaktionssteuer zahlen."

*lol* Das ist ja ein prima Zirkelschluss.

Vielleicht sollte die Polizei in Italien auch möglichst die Mafia nicht mehr verfolgen, weil die von denen Geld absahnen, die dafür jeden Tag zur Arbeit gehen? ;-)
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28.09.2011 20:06 Uhr von SNnewsreader
 
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DerBelgarath: Wenn die Kluft zwischen Reich und Arm immer größer wird, so sind das prozentuale Gehaltssteigerungen (Lischen Müller bekommt bei 3% 5 Euro, Herr von und Zu 80 Euro).

Wenn wer aus "Luftgeschäften und Spekulationen auf Grundnahrungsmittel mal eben 80 Mio unversteuert bekommt, obwohl er KEIN AKTIVES KAPITAL investiert hat, der darf nach meinem Erachten nur einen Gewinn aus AKTIVEM KAPITAL gewinnen. DU kannst Dir doch auch nicht aus fiktivem Kapital ein Haus , eine Jacht kaufen und eine Familie ernähren. Das zahlt dann die Solidargemeinschaft.

Fiktives Geld sollte 50% besteuert werden, dann hätte es keine Bankenpleite gegeben.

Denken!!!

Man kann nicht kaufen, was man nicht hat. Spekulanten geben fiktieves Geld als Sicherheit. So lebt sich der Kapitalismus. Aber das ist falsch!. Aus realem Geld darf man das, fiktiv kann ich 1mrd. Euro in Weizen investieren und den Preis erhöhen. Morgen verkaufen und den Gewinn ziehe ich im Kaufpreis ... aus der 3. Welt. Du hast diesen Kapitalismus noch nicht verstanden. Du wirst ihn verstehen, wenn die dritte Seifenblase platzt.
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28.09.2011 20:20 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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Ja geil, sie wollen freiwillig gehen: Die Lücke wird schon jemand füllen, die Währung is ja eh im Eimer.
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28.09.2011 20:23 Uhr von SNnewsreader
 
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DerBelgarath: Sie müsste wesentlich höher sein und nur Spekulationen mit realem Geld zulassen.

Es kann nicht sein auf Grundnahrungsmittel, oder grundlegenden Dingen einer weltweiten Wirtschaftspolitik zu spekulieren. Davon sind wir noch weit entfernt. Sie werden merken das man Geld nicht essen kann.
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28.09.2011 20:41 Uhr von DesWahnsinnsFetteKuh
 
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DerBelgarath: Man kann kein Geld schaffen?
Und warum steigen sämtliche Schuldenuhren stetig an?
Wird das Geld der EZB etwa weggenommen?
Wie kommt es, dass immer mehr Geld im Umlauf ist?
Und vor allen Dingen, wann kommt endlich Moskau Inkasso nach Berlin und prügelt die Merkel Grün und Blau für die Gelder die nach Amerika, Griechenland und Griechenland weiterverliehen wurden und wohl nie wieder zurück kommen?

Das sind doch nur Gedankenkonstrukte, keine Naturgewalten, brich mal aus deinem Kopfgefängnis aus.
Eine Tobin-Tax würde lediglich den Geldkreislauf von den Banken zurück zum Bürger beschleunigen und genau dafür wurde sie erfunden.
Das Finanzsystem ist eine nach oben aufgehende spirale.
schlimm wird es wenn der Kreislauf der Spirale unterbrochen wird.
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28.09.2011 20:41 Uhr von SNnewsreader
 
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DerBelgarath: Sie haben wenig AHnung. Weizen wird ohne Ende spekuliert. Ja, ich habe auch teilweise mein Gemüse und in Freiburg gedeiht sogar Zitrone etc.
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28.09.2011 20:42 Uhr von artefaktum
 
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@DerBelgarath: "Es geht hier um die Finanztransaktionssteuer - die fällt auf Spekulationen mit Grundnahrungsmitteln gar nicht an!"

Aber natürlich. Der Derivatehandel soll beispielsweise auch besteuert werden. Da zockst du auf kommende Preise von allen möglichen Gütern - wie z.B. auch Lebensmitteln.
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28.09.2011 20:58 Uhr von Zephram
 
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nice: Wie hier einige wieder nix kapiert haben, die Transaktionssteuer ist doch nicht für Steuereinnahmen gedacht, die soll das reibungsfreie Geldgeschiebe eindämmen, und da triffts schon nicht die Falschen ^^

Klar wird da gepöbelt, aber das tut ein Spielsüchtiger auch wenn man ihn aus dem Casino schmeisst ^^

Otto-Normal-Anleger juckts nicht, sorry 0,01% ^^ der wird mit 25% Abgeltung besteuert...

Auch klar das die Zocker sich alle nach Übersee verkrümeln werden, wenn man hier nicht mehr ungehemmt zocken kann, aber dann verzichten die auch auf Gewinne, und wenn weitere Wirtschaftsräume mitmachen, weils evtl sicherer vor Finanzkrisen wird, werden die Geldschieber aber nur noch arg wenig Platz auf der Weltkugel um ihre Kohle hinundherzuschieben, ergo werden die sich auch anpassen... Hoffe also das das Positives zur Folge hat, dann müssen wir nur noch die Schulden loswerden in EU, dann könnte es mal wieder so richtig florieren mit der Wirtschaft ^^

jm2p Zeph
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28.09.2011 21:13 Uhr von artefaktum
 
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@DerBelgarath: "Übrigens ist das nichts neues - die Reichen haben seit Anbeginn der Menschheit mit Grundnahrungsmitteln spekuliert und mit Geld gehandelt. Schon lange vor und lange nach dem alten Rom."

So lange es Menschen gibt, gibt es auch schon Mord und Todschlag. Sollen wir den vielleicht auch nicht versuchen zu unterdrücken?

"Wir diskutieren hier keine grundsätzlichen Moralfragen, ob der Mensch mit Nahrungsmitteln spekulieren darf oder nicht, während er es schon seit Jahrtausenden ganz einfach tut, (...)"

Es gibt keine Gesellschaft ohne Moral. Und Teil dieser Gesellschaft sind auch die Märkte. Mit dem Argument kannst du kommen, wenn wir über Mathematik oder Physik reden würden.
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28.09.2011 21:15 Uhr von shadow#
 
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Absoluter Widerstand? Mit was?
Die Engländer können ihre Währung eh schon lange in der Pfeife rauchen.
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28.09.2011 21:18 Uhr von artefaktum
 
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@shadow#: "Absoluter Widerstand? Mit was?"

Beschwör es nicht herauf! Die Briten haben bekanntlich Atomwaffen! ;-)
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28.09.2011 23:12 Uhr von no_trespassing
 
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Die haben noch nicht genug Dreck gefressen: London sitzt trotz größter Misere immer noch auf dem ganz hohen Ross.

Die Kapitalmärkte haben etwas gegen diese Steuer, weil sie geeignet ist, die Staaten zu entschulden. Nichts hasst der Kapitalmarkt mehr. Nur mit Verbindlichkeiten hat man die Märkte unter Kontrolle.

0,01% sind auf die Transaktion gesehen ja ein Witz, also ein Hundertstel Prozent. Das zeigt nur, dass endlich die Staaten kapieren, wo das meiste Geld sich befindet.

98% allen Geldes ist Geld ohne Sachrthintergrund.

Zweiter Punkt: Die Steuer ist deshalb wichtig, weil sie die Finanzmärkte besteuert und diese ihren eigenen Teil beisteuern müssen. Bei anderen Steuern (beispielsweise Grundsteuern, usw.) werden diese auf Dritte (Mieter) wieder umgelegt.

Wer wegen 0,01% Steuern abhaut, tut dies nicht wegen der sinkenden Marge, sondern hat andere Motive.

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