28.09.11 18:44 Uhr
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Afghanistan-Einsatz: Ex-Soldat steht wegen Tötung seines Kameraden vor Gericht

Das Landgericht in Gera befasst sich zur Zeit mit dem ungeklärten Tod eines Soldaten, der durch die Waffe seines Kameraden starb.

Dem Angeklagten wird fahrlässige Tötung und Ungehorsam zur Last gelegt. Der Beschuldigte allerdings bestreitet die Vorwürfe seitens der Staatsanwaltschaft.

Der Angeklagte gibt an, der Schuss sei beim Reinigen seines Magazins losgegangen und nicht wie man ihm vorwirft, beim Rumspielen mit der Waffe.


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WebReporter: Konstantin.G
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Afghanistan, Soldat, Einsatz, Tötung
Quelle: www.maerkischeallgemeine.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2011 19:26 Uhr von Noseman
 
+6 | -0
 
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Wo ist der Vorgesetzte? Der muss nach Ausgabe von scharfen Patronen ja wohl überprüfen - erst recht vorm Waffenreinigen, -zerlegen und wieder zusammensetzen - ob alles tippitoppi ist.
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28.09.2011 19:32 Uhr von Mancman22
 
+1 | -0
 
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@Noseman: Ja, in der heimischen Kaserne, aber nicht im "Kriegseinsatz" in Afghanistan,oder??
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28.09.2011 19:37 Uhr von Noseman
 
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Hätt jetzt gedacht: da erst recht. Zuhause gibts ja meist nur Übungungsmunition.
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28.09.2011 23:21 Uhr von CoffeMaker
 
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"Das Magazin habe beim Reinigen geklemmt, sagte der 21-Jährige. Als er auf die Waffe geschlagen habe, sei der Schuss gefallen. "

Hat jetzt die Berichterstattung den Tathergang verzerrt oder falsch wieder gegeben? Weil wenn das wahr ist wie kommt so ein Individuum in den Kriegseinsatz? Ich meine noch mehr solcher Leute in der Einheit und man braucht keinen Gegner mehr. Die sollten vielleicht Leute runter schicken die länger als 4 Jahre dabei sind.
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28.09.2011 23:37 Uhr von ElChefo
 
+1 | -3
 
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Paar Anmerkungen
Ersteinmal:
Nein, der Vorgesetzte muss nichts überprüfen.
Man landet am Einsatzort, bezieht seine Unterkunft und übernimmt seine Dienstgeschäfte. Dann geht man hin und erhält vom Versorgungsfeldwebel seine Waffen und die jeweiligen Rationen an Munition.
Dasselbe gilt für das Waffenreinigen. Wird zwar befohlen, allerdings weit unterhalb des notwendigen Minimums in diesem Klima. Also macht das jeder so oft er es für nötig befindet, quasi täglich oder halt nach jeder Fahrt nach "draussen".

Zweitens:
Magzine fressen sich in diesem Klima fest, das ist fakt. Jeder, der sich ein wenig mit den bautechnischen Parametern moderner Feuerwaffen und Magazine auseinandergesetzt hat, weiss das. Daher bewahrt auch kein halbwegs wacher Geist seine Munition dauerhaft über die Einsatzdauer im selben Magazin auf sondern wechselt von Zeit zu Zeit ebenjene Magazine. Ändertt nichts dran, trotzdem kommt es zu Klemmern.
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29.09.2011 06:31 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -0
 
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wie kommt eine staatsanwaltschaft auf die idee dem 21 jährigen fahrlässige tötung vorzuwerfen? war der staatsanwalt eventuell dabei, oder gibt es zeugen? nein!! da müssen sich die staatsanwälte schon etwas einfallen lassen um ihren vorwurf aufrecht halten zu können.
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29.09.2011 09:56 Uhr von CoffeMaker
 
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@ElChefo im Kampfeinsatz werden die Waffen täglich (teilweise mehrmals am Tag je nach Witterung) gereinigt und zur Reinigung gehören die Magazine dazu.
Ab und und Aufmunitionieren ist daher sowieso Pflicht.

Wenn Patronen im Magazin oder in der Waffe klemmen ist das kein Grund auf die Teile rumzuprügeln (sehen meine Minusklicker wohl anders aber egal).
Kommst du als Soldat mit einer Fehlerbehebung nicht zurecht musst du dir einen Vorgesetzten holen, die haben durch längere Dienstzeit schon das Wissen wie man solche Störungen beseitigt ohne Leute in Gefahr zu bringen ( wenn sie nicht gerade von der BA-Kammer zum Einsatz geschickt werden heißt das).

@KamalaKurt aus dem Grund den ich oben schrieb.
Wenn ich auf Munition rumprügel und beim zünden dieser Munition Menschen verletze ist es grob fahrlässig.
Ist genauso wie wenn ich mit Sprengstoff hantiere und dabei rauche. Da brauchen sich die Jungs von der Staatsanwaltschaft nichts ausdenken.
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29.09.2011 10:29 Uhr von KamalaKurt
 
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@coffemaker in der quelle steht, dass der soldat sagt, er hätte auf die waffe geschlagen. drauf rumprügeln ist eine zu harte ausdrucksform. desweiteren steht in der quelle die staatanwaltschaft geht davon aus, dass er im glauben, die waffe sei nicht durchgeladen, den abzug betätigt hat. das müssen die dem aber erst mal beweisen.
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29.09.2011 14:32 Uhr von ElChefo
 
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Coffeemaker: "im Kampfeinsatz werden die Waffen täglich (teilweise mehrmals am Tag je nach Witterung) gereinigt und zur Reinigung gehören die Magazine dazu."

...wie ich bereits schrieb.

"Ab und und Aufmunitionieren ist daher sowieso Pflicht."

Muss man nicht erwähnen. Das wäre, wie wenn man ein volles Spülbecken auswischen möchte. Es geht nicht.

"Wenn Patronen im Magazin oder in der Waffe klemmen ist das kein Grund auf die Teile rumzuprügeln (sehen meine Minusklicker wohl anders aber egal)."

Kommt immer drauf an, was man als "prügeln" versteht. Im Gegenteil, es kommt vor, das nichts anderes mehr hilft. Steckst du einen Verschluss VOR dem Fanghebel in das Gehäuse des MG3 wird diesen Verschluss NICHTS anderes mehr lösen als ein leichter Schlag auf die Rohrhaltemutter. Das nur mal so als Beispiel.

"Kommst du als Soldat mit einer Fehlerbehebung nicht zurecht"

...dann geht man als letztes zum Vorgesetzten, sondern sucht sich einen aus der gleichen Liga. Kommt man nicht zurecht, wäre der logische Erstschluss, das man ja auch bei der Ausbildung hätte aufpassen können.

"musst du dir einen Vorgesetzten holen, die haben durch längere Dienstzeit schon das Wissen wie man solche Störungen beseitigt ohne Leute in Gefahr zu bringen"

Sollte eine Störung einfach nicht zu beseitigen sein, dann hilft auch kein Vorgesetzter, sondern der NDF - und im Einsatz hilft sowieso der direkte Gang zum Waffenmeister im Zelt nebenan. Was anderes macht dein Vorgesetzter auch nicht, als dich an den Profi zu verweisen.

Was "dienstzeitältere" und "erfahrene" Vorgesetzte so mit Waffen und Sicherheitsbestimmungen abfeiern dürfte nebenbei absolut ausser Konkurrenz stehen. Rate mal, wie hoch die Quote Disziplinarstrafe für Mannschaften vs. Disziplinarstrafe für Offiziere ist, wenn sie bei der Sicherheitsprüfung in die Tonne ballern. Ungefähr so: x : 0, wobei "x" eine nicht gerade kleine Zahl ist, die von deinem Konto abwandert.

Abschliessend, was da passiert ist, ist eine Tragödie, aber sich jetzt an dem Begriff "drauf einprügeln" hochzuziehen bringt überhaupt nichts. Wir waren alle nicht dabei, sondern können alle nur mutmaßen.
Kleines Ding am Rande: Für 7.62mm gibts nen Auszieher, der im Satz MG3 enthalten ist. Praktisch, wenn eine Patrone im Lager steckt. Dasselbe gibt es für 9mm im Satz P8/MP2/MP5 eben nicht. Und dann sagt dir einer "Handeln Sie!"
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29.09.2011 22:33 Uhr von CoffeMaker
 
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@KamalaKurt das Problem vieler Soldaten ist das sie kein Respekt vor Waffen haben. In meiner etwas längeren Dienstzeit habe ich das häufig beobachten können.
Eine Waffe sollte immer als Geladen betrachtet werden, egal wie oft ich in die Patronenkammer geschaut habe.
Und das hab ich den Soldaten die ich in meiner ganzen Dienstzeit ausgebildet habe jeden Tag eingebläut. Andere Vorgesetzte sahen dies nicht als nötig, da passierte dann schon mal das einer im Tran einen Schuß in den Sandkasten setzte.

@ElChefo

Du kannst dich drehen wie du willst, der Junge hat gerade mal 2 Jahre gedient, davon ging ein Jahr für Ausbildung drauf. Wir wissen beide das diese Ausbildung nicht perfekt ist da sie einfach zu realitätsfern ist und auch viele Sachen in dieser kurzen Zeit nicht gelehrt werden.

Zu meiner Zeit hätten die Vorgesetzten einem die Eier um den Hals gebunden wenn wir auf der Flinte Lambada getanzt hätten um eine Ladehemmung zu beseitigen (mal krass ausgedrückt). Die Gewehre sind nicht billig und bevor man sinnlose Gewalt und ohne passendes Werkzeug das versucht sollte man sich auch als Soldat beim Vorgesetzten absichern Gewalt anwenden zu dürfen.

Man soll schon seine Handlung unterscheiden je nachdem wo diese Hemmung passiert, ob im Kampf oder in der Unterkunft beim reinigen. Es ist keine Schande zum Vorgesetzten zu gehen und das Problem zu sagen wenn dies in der Unterkunft geschieht. Wer das anders sieht , nun der muss damit leben wenn solche Unfälle geschehen da die Gefahr größer ist wenn da 10 oder 20 Mann auf engsten Raum ihre Waffen putzen.
Im Schützenloch siehts da wieder anders aus.

Ziel erkannt? ;)
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30.09.2011 13:22 Uhr von ElChefo
 
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coffee: "Ziel erkannt? ;) "

Aufgeklärt, aufgefasst ... gehen wir zur Trefferaufnahme über
:P

"Du kannst dich drehen wie du willst, der Junge hat gerade mal 2 Jahre gedient, davon ging ein Jahr für Ausbildung drauf."

Ist gefährlich zu pauschalisieren. Ich hatte beide Typen von "Azubi", schnelle Lerner und langsame/desinteressierte/unfähige Exemplare gleichermaßen. Ich hatte auch schon Mannschaften bei mir, die trotz kurzer Dienstzeit deutlich bessere Routine entwickelten als ebenwelche, die schon einige Jahre auf dem Buckel hatten. Naja, gibts überall. Weisst du ja auch.

"Wir wissen beide das diese Ausbildung nicht perfekt ist da sie einfach zu realitätsfern ist und auch viele Sachen in dieser kurzen Zeit nicht gelehrt werden."

Tatsache. Vielleicht gehts vom Thema weg, aber da kommt es auch immer wieder auf die Durchführenden an, es ist möglich aus "scheisse" "gold" zu machen - sprich, der Ausbildungsordnung nach AnTrA im Praktischen eben den "Turn" zu geben, das es wieder passt. Die letzten Male, die ich in Hammelburg sein durfte zeigten das recht gut, gerade, wenn praxiserfahrene (hier: gefechtserfahrene) Ausbilder am Start sind. Dabei ist es natürlich auch wieder der ewige Zwist, ob die "Linieneinheiten" ihre erfahrenen Leute eben mal so an eine Schule abgeben - da gehts in den Stäben schlimmer ab als in Verdun.

"Zu meiner Zeit hätten die Vorgesetzten einem die Eier um den Hals gebunden wenn wir auf der Flinte Lambada getanzt hätten um eine Ladehemmung zu beseitigen (mal krass ausgedrückt)."

Absolut. Ich hätte Lambada auf meinen Jungs getanzt, hätten die das gemacht. Allerdings sollte man dabei auf diesen Fall bezogen auch sehen, das Gewalt an der Waffe nicht gleich Gewalt an der Waffe ist. Das kann schon bei unsachgemäßem Werkzeug anfangen oder halt dem kleinen Klopfer auf den Magazinboden, wenn die Fangnase das Magazin nicht richtig greift. Deshalb bin ich auch eher zurückhaltend und vorerst relativierend, wenn es ums Verprügeln der Liebsten (...bitte richtig verstehen, nicht die Frau) geht.

"sollte man sich auch als Soldat beim Vorgesetzten absichern Gewalt anwenden zu dürfen."

Prinzipiell, jein, der Vorgesetzte wird sich hüten, dir Gewalt zu erlauben. Erst recht, wenn es nicht gerade im Graben, sondern in einem PAT/FOB bei Pol-e-Khomri geschieht.

"Man soll schon seine Handlung unterscheiden je nachdem wo diese Hemmung passiert, ob im Kampf oder in der Unterkunft beim reinigen."

Tatsache.

"Es ist keine Schande zum Vorgesetzten zu gehen und das Problem zu sagen wenn dies in der Unterkunft geschieht."

Ebenfalls tatsache. Aber auch gerade in solch einer Unterkunft ist es doch naheliegend, direkt den Profi aufzusuchen.

...und, was vielleicht mittlerweile untergegangen sein könnte, das ist ja nur eine Version. Die andere ist die Rumfuchtelei mit einer vermeintlich ungeladenen Waffe, die zweite ist die, das der Schuss sich beim Entladen gelöst hat, und so weiter.

...naja. Wir werden sehen. Prinzipiell lässt sich aber erkennen, das wir nicht sehr weit auseinanderstehen.

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