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Nach acht Jahren Warten: Elektronische Gesundheitskarte kommt stark abgespeckt

Von Oktober an wird die umstrittene elektronische Gesundheitskarte bundesweit an die Krankenversicherten verteilt. Ziel ist es, bis zum Jahresende zehn Prozent der Versicherten mit der Karte auszustatten. Geschieht dies nicht, müssen die Kassen Strafe zahlen.

Die Karte geht auf das bereits 2004 in Kraft getretene Gesundheitsmodernisierungsgesetz zurück. Auf ihr sollten persönliche Informationen des Inhabers, angefangen vom Laborbefund bis hin zu Röntgenbildern und verordneten Medikamente, gespeichert werden, um Ärzten die Behandlung zu erleichtern.

Nach acht Jahren kontroverser Diskussionen kommt die Karte nun stark abgespeckt: Sie enthält nur Grunddaten und Foto des Versicherten, Später können auf Wunsch des Versicherten Notfalldaten, Patienten- und Organspendeverfügungen gespeichert werden. Eine Online-Anbindung ist noch nicht vorgesehen.


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WebReporter: kickingcrocodile
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Arzt, Krankenkasse, Gesundheitskarte, Warten
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.09.2011 12:38 Uhr von Pils28
 
+10 | -1
 
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Also ist da das selbe drauf, was bisher auf der: Karte gespeichert ist. Und das hat dem gebeutelten gesundheitssystem wieder bitter nötige Gelder abgesaugt. Immerhin sind die Hersteller und ein paar Verantwortliche der Kassen etwas reicher geworden. Also absolute Wertschöpfung oder vielleicht doch eher Abschöpfung.
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28.09.2011 12:46 Uhr von Bayernpower71
 
+6 | -1
 
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mich würde nicht stören wenn ein paar Gesundheitsinfos wie Blutgruppe, Allergien und regelmäßige Medikamente sowie Vorerkrankungen/Operationen darauf vermerkt wären.

Unfall - Bewusstlos - Notaufnahme

Und die Ärzte der Klinik wüssten wie sich mich behandeln können ohne was schlimmeres auszulösen (z. B. Allergien auf gewisse Medikamente).
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28.09.2011 12:55 Uhr von Pils28
 
+1 | -2
 
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@Bayernpower: Dafür hat meinen Allergiepass. Der Notarzt hat am Unfallort vielleicht nicht die Muße erst deine Gesundheitskarte auszulesen und abzuchecken, ob da eine Allergie drauf vermerkt wird. Im Krankenhaus wirst du bestimmt so clever sein und sie bei der Anamnese selber anzugeben.
Blutgruppen sind irrelevant als Information, da ohne verherigen Test sowieso kein Blut herausgegeben wird. Das ist einfach zu kritisch, um sich da auf irgendwelche fremden Informationen zu verlassen.
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28.09.2011 13:33 Uhr von Floxxor
 
+3 | -4
 
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Absolut überfällig Hier haben Datenschützer, Krankenkassen, Ärzteverbände etc. wirklich jahrelang auf kosten von Leben diskutiert.

Im Notfall zählt schließlich jede Minute, und Zeit spart man damit sicherlich ein. Und wenn einer tot ist(beim Unfall o.ä.) hilft es auch früh zu wissen, was man mit seinen Organen machen darf.
Schade, dass nicht alles darauf ist, denn mit Röntgenbildern usw. könnte man in Krankenhäusern sicher auch Laufwege etc sparen.

[ nachträglich editiert von Floxxor ]
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28.09.2011 14:24 Uhr von medienstar
 
+3 | -1
 
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pfff jeder Arzt, den ich kenne ist dagegen, da sie meinen, dass soetwas nicht notwendig ist, unnötig Geld kostet und Zeit verschwendet -> wenn die Anwender und zusätzlich Leute (Datenschützer) dagegen sind, sollte es nicht eingeführt werden.
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28.09.2011 14:52 Uhr von Pils28
 
+3 | -0
 
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@Floxxor: Es gibt keine Lebensbestimmende Entscheidung im Notfall, die jemand aufgrund einer Versichertenkarte treffen würde. Das wäre unverantwortlich. Auch sind die meisten Toten nicht als Spender geeignet, da sie nicht an Herz-Lungen-Maschinen anegschlossen sind, wenn sie sterben. Bei denen, wo dies der Fall ist, hat man alle Zeit der Welt etwaige Verfügungen zu lesen. Diese sind im Gegensatz zu einem datensatz auf einer Karte auch rechtssicher. Sinnvoll wären einzig und allein Befunde und Befunde bildgebender Verfahren drauf zu speichern. Alleridngs sind die Bilder meist irrelevant und meist sowieso in Papierform mitgeliefert. Auch hier ist dadurch eine viel höhere Rechtssicherheit gegeben. Anstelle der Gesundheitskarte tritt hier auch eher ein in den Startlöchern stehendes System von digitaler Vernetzung über das Internet, wo Ärzte gut verschlüsselt große Datenmengen untereinander austauschen können.
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28.09.2011 15:20 Uhr von Floxxor
 
+1 | -3
 
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"Es gibt keine Lebensbestimmende Entscheidung im Notfall, die jemand aufgrund einer Versichertenkarte treffen würde. Das wäre unverantwortlich."

-Nein, wäre es nicht. Denn ein Mensch kann sich vertun, wogegen jemand allergisch ist oder was er für Krankheiten hat, die Karte kann Daten weit sicherer speichern.
Soll die Karte falsche Sachen speichern? Und wenn sie das täte, hätten die Ärzte ohne die Karte auch Zugriff auf falsche Daten, nur halt nich so schnell, denn irgendwo sind die daten schließlich hinterlegt.

Wenn einer blutend am Unfallort oder so liegt, ist eine ungesicherte Info, dass er z.B. Bluter ist viel mehr Wert, als garkeine Informationen.

[ nachträglich editiert von Floxxor ]
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28.09.2011 17:56 Uhr von Pils28
 
+2 | -0
 
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@Floxxor: Wenn ein Mensch sich vertun kann, dann kann er auch falsche Daten auf der Karte speichern. Ein Dokument, was einen als Allergiker, Schrittmacherpatient, Bluter oder von mir aus Zombie ausgibt, wird genau wie die Karte am Körper getragen und ist ohne Hilfsmittel auslesbar und unveränderlich. Würdest du auf die Sprechstundenhilfe deines Hautarztes vertrauen, dass die sich nicht verklickt und deine Allergie gegen Penicillin aus der Kartei löscht?
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28.09.2011 18:04 Uhr von Akaste
 
+0 | -0
 
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euch ist aber schon klar, dass es hier um die Karte der Versicherung geht oder? Wäre fatal wenn die über den genauen Gesundheitszustand informiert würden, sprich chronische Erkrankungen. Es geht nicht um die (auch mal erwähnte) Ärztekarte die der Versicherung nicht in die Hände fallen sollte.
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28.09.2011 18:58 Uhr von Fischgesicht
 
+2 | -0
 
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einfach nicht auf das schreiben reagieren: steht nichts von pflicht oder ähnlichem. geht mir langsam auf die eier. früher hat ein schein gereicht. arschlecken... was kriegt man als gegenleistung? ohhh ja hr. doktor, danke für den schleimlöser und fürs paracetamol, macht nicht mal zusammen die praxisgebühr. aber 5000 euro jährlich abbuchen, das ist wahnsinn.
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28.09.2011 20:04 Uhr von Isarae
 
+0 | -0
 
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hmmm: hier gehts um die Krankenversicherungskarte oder les ich das falsch??? Ich bekam gerade erst meine Neue zugesandt... aber Bild oder sowas??? Nö, nix... heisst also dann ich bekomm bald nochmal eine oder wie?
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28.09.2011 23:57 Uhr von pippin
 
+1 | -0
 
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Unabängig vom Sinn und Zweck der eGK zeigt dieses Projekt mal wieder, wie stümperhaft IT-Projekte auf Bundesebene geplant und durchgeführt werden.

Seit 2004 ist die Karte beschlossene Sache und jetzt kommt so ein Nichts dabei heraus ... traurig, traurig.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wieviel Geld da bisher verbrannt wurde und dann quaken die Verantwortlichen von den tollen Einsparmöglichkeiten, die sich hier bieten.

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