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Italien: Archäologen entdecken auf mittelalterlichem Friedhof ein "Hexengrab"

Archäologen der "Università degli Studi dell´Aquila" haben in der Toskana in der Gegend um Piombino auf einem aus dem Mittelalter stammenden Friedhof ein "Hexengrab" freigelegt. In dem Grab lag eine Frau, die vor ungefähr 800 Jahren dort begraben wurde.

Die Frau muss zu ihren Lebzeiten wohl als Hexe angesehen worden sein, denn in ihrem Unterkiefer wurden ihr bei dem Begräbnisritual sieben große Nägel geschlagen. Mit weiteren 13 Nägeln wurde sie am Boden fixiert. Bei einem weiteren gefundenen Frauenskelett wurden 17 Würfel gefunden.

Der Archäologe Alfonso Forgione ist fasziniert von dem Fund und sagte: "Mit den Nägeln wollte man offenbar verhindern, dass die Hexe von den Toten aufersteht und die Anwohner des Dorfes durch dieses Ritual beruhigen. Auch die 17 dem zweiten Leichnam beigefügten Würfel sprechen für eine solche Deutung. 17 gilt in Italien als Unglückszahl und das Würfelspiel war damals Frauen verboten."


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WebReporter: leerpe