27.09.11 17:02 Uhr
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Urteil: 900-Euro-Jobs rechtswidrig

Wenn ein Hartz-IV-Empfänger nun einen Job ablehnt, dessen Vergütung unter der Grundsicherung liegt, darf die Agentur für Arbeit ab jetzt nicht mehr die Regelbezüge kürzen. Dies entschied nun das Berliner Sozialgericht. Es besteht kein Zwang bei solchen Angeboten.

Eine Dame hatte geklagt, die eine Vollzeitarbeitsstelle ablehnte, die als Lohn unter dem Existenzminimum von 989 Euro brutto, beziehungsweise 769,87 Euro netto gelegen hätte. Die Richter begründeten, das Entgelt des Angebotes hätte bei mindestens 1.085 Euro liegen müssen

Die Agentur für Arbeit hat in diesem Fall die Bezugssenkung als Sanktion nicht ansetzen dürfen, da eine Vermittlung in rechts- und sittenwidrige Arbeitsverhältnisse nicht zulässig wäre. 38,5 Stunden pro Woche für 900 Euro brutto ist laut des Sozialgerichts als sittenwidrig anzusehen.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Urteil, Arbeitsmarkt, rechtswidrig
Quelle: www.news.de

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32 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2011 17:02 Uhr von FrankaFra
 
+55 | -1
 
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Das Aktenzeichen des Vorgangs beträgt Az. S 55 AS 24251/11 ER, falls jemand seinen Anwalt darauf hinweisen möchte.
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27.09.2011 17:23 Uhr von artefaktum
 
+113 | -1
 
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"38,5 Stunden für 900 Euro brutto ist laut des Sozialgerichts als sittenwidrig anzusehen."

Das ist nicht nur sittenwidrig, das ist asozial.
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27.09.2011 17:23 Uhr von Gorli
 
+4 | -99
 
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27.09.2011 17:29 Uhr von artefaktum
 
+81 | -1
 
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Gorli: "(...) wäre doch allen Parteien am besten geholfen."

Dem einzigen dem da geholfen wäre, wäre dieser asoziale Arbeitgeber. Alle anderen zahlen drauf: Die Steuerzahler subventionieren ihm den Lohn, der Angestellte fällt trotz Vollzeitarbeit unter den Status eines Arbeitslosen. Zum Glück hat hier das Gericht richtig entschieden. Der Arbeitsvertrag wäre sittenwidrig und somit von vornherein nichtig.
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27.09.2011 17:33 Uhr von Nobody-66
 
+68 | -0
 
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@Gorli: arbeit soll sich lohnen. es muss endlich was gegen die mentalität, der staat zahlt einen teil des lebenesnotwendigen lohns, gemacht werden. und das ist ein schritt in die richtige richtung
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27.09.2011 17:45 Uhr von NosFeraTyr
 
+34 | -1
 
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lol: also irgendwas mache ich wohl Falsch...
Ich bekomme nicht so viel Geld..und ich arbeite auch 39 std in der Woche.. Scheiß Zeitarbeit.. Ist auch Sittenwiedrig.
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27.09.2011 17:53 Uhr von farm666
 
+23 | -0
 
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Och: ich habe auch damals bei einer zeitarbeitsfirma für 40st. woche 800 netto bekommen. Ist das nicht nett,hm?

Und alle vorgesetzten und sonstige personen um einen verlieren kein wort darüber das solch ein betrag schlicht menschenverachtend ist, verstärkt durch die ignoranz der wissenden.
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27.09.2011 17:59 Uhr von Petaa
 
+13 | -1
 
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alles klar: Also dann bitte den Job annehmen und am Mittwoch nach der Mittagspause ins Wochenende gehen. Dann stimmt der Lohn auch wieder für die Arbeitszeit. Zeitgleich dann auch noch eine Bewerbung für die zweite Hälfte des Jobs abgeben und warten wie dieser eindeutig asoziale Chef reagiert....
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27.09.2011 18:01 Uhr von Xanoskar
 
+6 | -0
 
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Netto: liegt man bei Zeitarbeitsfirmen eigentlich immer gerade so über diesen satz (alte lohnabrechnung rausgeholt und zack 2 € netto drüber) ich weiß nur noch ob es mir damals wirklich besser ging als in der Zeit wo ich ALGII kassierte (nein tu ich derzeit nicht)
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27.09.2011 18:04 Uhr von StrammerBursche
 
+12 | -1
 
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@Gorli: Genau so machen wir es. Wir bezahlen asozialen und raffgierigen Arbeitgebern somit auch noch einen Teil ihrer Ausgaben - sozusagen als Dank von der Geselschaft.
Vl. nimmst du dir ein VWL-Buch der achten Klasse zur Hand und dann wirst du vl. doch noch ein "Problem" erkennen.
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27.09.2011 18:14 Uhr von artefaktum
 
+3 | -4
 
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@StrammerBursche: "nimmst du dir ein VWL-Buch der achten Klasse zur Hand und dann wirst du vl. doch noch ein "Problem" erkennen."

Und was willst du in diesem Buch lesen?
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27.09.2011 18:22 Uhr von artefaktum
 
+8 | -1
 
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@nokia1234: "Das wäre ein Stundenlohn von ca. 23 Euro......."

Da wäre das Gericht sicher zu einem anderen Urteil gekommen. ;-)
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27.09.2011 18:29 Uhr von StrammerBursche
 
+1 | -1
 
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@artefaktum: Die Zusammenhänge in einer Volkswirtschaft.
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27.09.2011 18:30 Uhr von gerndrin
 
+12 | -1
 
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@gorli: Schwachsinn, das:
"Ich sehe das Problem nicht so ganz. Wenn der Arbeitslose eine Vollzeitstelle mit 770€ annimmt und mit gekürztem Regelsatz zusammen am Richtierlich beschlossenen Entgelt von 1090€ liegt, wäre doch allen Parteien am besten geholfen."

Eben nicht!
Warum soll der Steuerzahler an sich, das wäre der, der dem Unterbezahlten das Überleben ermöglicht, dem Unternehmer den Säckel füllen?
Wenn ich mein Unternehmen nicht ordentlich führen kann, muss ich eben Schafe hüten.
Aber gerade die derzeitige Praxis, dass da "draufbezahlt" wird, wird von den Unternehmen gerne angenommen - auch um die anderen, höheren Löhne zu drücken!
Immer schön nach der Devise: Was? du parierst nicht? Ich hol mir nen 1 Euro Jobber...
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27.09.2011 18:43 Uhr von MC_Kay
 
+20 | -1
 
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1500 Euro Brutto: Ich habe Dipl.-Ing. und Master im Bereich der Elektrotechnik und ich finde keine ordentlich bezahlte Arbeit.
Eines der Angebote sah so aus, dass ich 1500 Euro Brutto im Monat bekommen sollte aber dafür >45 Std in der Woche arbeiten sollte.

Wenn Akademiker nur einen Hungerlohn bekommen ist in unserem Lande was nicht in Ordnung!
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27.09.2011 18:53 Uhr von Petaa
 
+8 | -0
 
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Ergänzung: Also erstmal finde ich das Urteil richtig aber nicht konsequent genug. Denn ein arbeitender Mensch hat höhere Kosten als Jemand der daheim sitzt. Allein die Fahrkosten und eventuellen Kosten die nötig sind wenn ein Auto unterhalten werden muss, da der Nahverkehr zum Arbeitsort eher bescheiden ist. Daher hätte das Gericht gleich noch 25% drauf rechnen müssen und den Mindestlohn auf 1.085 * 1,25 = 1356,25 Euro setzen sollen. Weil bei 1085 Euro hat der Arbeitnehmer zwar scheinbar mehr Geld aber muss einen beträchtlichen Teil davon auch wieder ausgeben!
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27.09.2011 18:53 Uhr von Highmaster
 
+8 | -1
 
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was soll: sich ändern, wenn keiner sich wehrt? Alle Zeitarbeiter und Aufstocker mal zu hause bleiben.
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27.09.2011 19:37 Uhr von Amdosh
 
+4 | -0
 
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Achtung : Mindestlohndebatte: Und mit diesen Richterlichen Urteil kann man der Politik die Mindestlohndebatte wieder auf den Tisch knallen. Das Gericht hat hier einen ersten Fingerzeig ja quasi abgeliefert ...
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27.09.2011 20:49 Uhr von gamer9991
 
+5 | -2
 
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Ne kleine Rechnung:

4 Arbeitswochen á 38,5 Stunden proWoche (5 Tage Arbeit), entsprechen 154 Arbeitsstunden pro Monat. Teilen wir jetzt die 989 Euro durch 154 A-Stunden, dann kommen wir auf 6,42 Euro, runden wir auf, etwa 6,50 Euro Stundenlohn ist nach dem Urteil also sittenwidrig. So, nun ich kenne Leute, die sogar weniger kriegen, heißt das jetzt im Umkehrschluss, ihre Bezahlung ist sittenwidrig?
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27.09.2011 20:57 Uhr von extinction
 
+8 | -2
 
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@running001 Hahaahahahahaaaa alter selten so gelacht!

Troll dich, du Troll!!!

Jetzt mal ernsthaft, niemand sollte für einen solchen Hungerlohn Vollzeit arbeiten!

Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer, wenn man für das Geld arbeiten geht und dann, wenn 750€ für 38,5 Stunden die Woche normal geworden ist, die Löhne auf 650€ Vollzeit gesenkt werden, wird erstmal wieder gestöhnt, aber es wird ja immer alles hingenommen.

Solange die Menschen für diese Löhne weiter arbeiten, sei´s, weil sie Angst haben aufzubegehren oder aus Bequemlilchkeit und solange sie bei Aldi ihre Tüte noch irgendwie voll bekommen, werden sie nichts unternehmen.

Darauf zu verweisen, dass Menschen in der dritten Welt an Hunger sterben und es uns ja noch vergleichsweise gut geht, wie es viele als Totschlag Argument nutzen, ist absolut das dämlichste was man tun kann!

Soll es uns erst so schlecht gehen, wie den Menschen dort? Dann haben wir gar nicht mehr die Kraft uns zu wehren!

Ausserdem macht es unser Leben nicht besser, weil wir sehen, wie schlecht es anderen geht! Was ist das für eine Logik?

Wenn es dort keine armen Menschen mehr gibt, die man ausbeuten kann, weil sie alle tot sind, werden die "weniger reichen Industrieländer!" dann als schlimmes Beispiel genutzt?

Alles in allem sollte Arbeit wieder besser entlohnt werden... Das Leben wird teurer, die Preise steigen, und so sollten es auch mit den Löhnen sein!
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27.09.2011 21:05 Uhr von Hugh
 
+8 | -1
 
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@ Yourpapi: Ach Gott, Du armer Troll.

Diejenigen, die von Deinen heiligen Steuergeldern leben, sind die Firmen, die durch die Aufstockerei subventioniert werden.
Und jetzt wasch Dir schon mal die Füße, vielleicht kommt ja der ein oder andere Vorstandsvorsitzende bei Dir, respektive Deinem Stammtisch, zum Füße küssen vorbei.
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27.09.2011 21:13 Uhr von extinction
 
+7 | -1
 
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@yourpapi: also ich verstehe deinen Zorn, ich finde es auch total asozial, dass es sehr viele Penner gibt, die sich auf Ihrem ALG II ausruhen und das auf dem Rücken der arbeitene Bevölkerung!

Auf der anderen Seite sollten Menschen die was gelernt haben, auch richtig bezahlt werden, damit sie auch das Gefühl haben das es sich lohnt in Lohn und Brot zu stehen...und das ihre Arbeit gewürdigt wird und sie nicht nur ausgenutzt werden um das Überleben von anderen zu sichern!

Man muss was davon merken, und zwar auf dem Konto, das man Lohn bekommt, da es ja eine Belohnung sein soll!

Aber ich finde es wirkt eher wie eine Strafe, wenn der Unterschied zu einem ALGII Empfänger so niedrig ausfällt!!
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27.09.2011 21:27 Uhr von Marco Werner
 
+6 | -0
 
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@extinction: Ergänzend zu deinem Posting sollte man aber sagen,daß der Unterschied zu einem ALG2-Empfänger nicht zwingend deswegen besser wird,wenn man diesen die Kohle kürzt,wie einige Leute hier meinen. Denn inwiefern wäre denn dann dem Arbeitnehmer finanziell geholfen? Doch wohl gar nicht,allein der Neid wäre ein bißchen gestillt. Doch mit Neid kann man kein Brot kaufen.
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27.09.2011 21:37 Uhr von SpEeDy235
 
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900 € sind: zu wenig? und warum arbeite ich dann in einem aufstocker-job für nicht mal 750 €? ich hab schon immer gesagt das ist viel zu wenig, die agentur will davon aber nichts wissen. die sagen sogar noch ich soll froh sein das ich arbeiten kann.
assozial ist das.
falls nachfragen kommen, ich habe bereits mehrere jahre berufserfahrung und habe einen uni-abschluss neben einer 3-jährigen ausbildung. ich muss aber trotzdem für so wenig geld arbeiten - wenn ich es ablehne - sperre! deswegen "darf" ich erst mal weiter arbeiten.
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27.09.2011 22:30 Uhr von Winneh
 
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SpEeDy235: Dann schnapp dir nen Anwalt und geh andere Schritte.

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