27.09.11 08:17 Uhr
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Anonymous Austria veröffentlicht Daten von ca. 25.000 Polizisten

Am gestrigen Montagvormittag veröffentlichten "Hacktivisten" von Anonymous Österreich, möglicherweise als Reaktion auf die angeblichen Ermittlungen gegen mit den Hacks auf die Webseiten der SPÖ, FPÖ und Grünen in Verbindung stehenden "Anons", private Daten von fast 25.000 österreichischen Polizisten.

Hierbei handelt es sich um die privaten Wohnadressen und Geburtsdaten der österreichischen Beamten. Entgegen ersten Falschmeldungen durch die Medien gab Anon Österreich in ihrem Twitter Kanal bekannt, sie hätten die Daten nicht durch einen "Hack", sondern durch ein sogenanntes Leak bekommen.

Im Klartext bedeutet das, dass ihnen die Daten zugespielt wurden. Laut Innenministerium wird derzeit gegen einen polizeinahen Verein bzw. einzelne Mitglieder desselben ermittelt. Beobachter vermuten, die Daten könnten der österreichischen Abteilung der IPA entstammen.


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WebReporter: RegenCoE
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Österreich, Polizist, Daten, Veröffentlichung, Anonymous
Quelle: derstandard.at

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.09.2011 08:17 Uhr von RegenCoE
 
+2 | -1
 
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Die IPA ist die "International Police Association", also die internationale Vereinigung der Polizeibeamten. Es ist meiner Meinung nach nicht verwunderlich, dass es auch unter Polizisten Anonymous-Sympathisanten gibt, allerdings glaube ich, dass sich die Anons mit dieser Aktion eher selbst schaden - besonders im Auge der Öffentlichkeit. Sätze wie "Es hat doch keiner was zu verbergen, oder?" vom AnonAustria Twitter Kanal tun ihr übriges dazu.
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27.09.2011 08:49 Uhr von ted1405
 
+3 | -7
 
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*pffff*: Da muss Anonymous aber noch ein bisschen üben.
Der wahre Meister im Personendaten veröffentlichen ist und bleibt immer noch die Telekom ... ca. 30.000.000 Telefonbucheinträge sprechen da für sich.

:-)

Na aber mal ernsthaft: wen kümmert´s und wofür soll diese Aktion gut gewesen sein? Mir ist´s doch völlig bumms, wer als Polizist arbeitet. Ich wüsste nicht, welche Aussagekraft das haben sollte!?
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27.09.2011 09:36 Uhr von Really.Me
 
+6 | -3
 
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@ted1405: Na dann poste doch mal deine Adresse hier ;-) Ist ja kein großes Ding.

Klar ist das problematisch, gerade auf Polizisten sind in meinen Augen gefährdet wenn es um Racheakte u.ä. geht.
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27.09.2011 09:53 Uhr von vmaxxer
 
+9 | -2
 
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Die Aktion finde ich nicht wirklich gut. Die Polizisten tun in ihrer Mehrheit ja nur ihren Dienst.
Das ihre Wohnadressen nun verööfentlicht wurden setzt sie nur der Gefahr von irgendwelchen Racheakten aus.

(Die Polizei an sich ist ja nicht böse)
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27.09.2011 10:12 Uhr von ted1405
 
+1 | -4
 
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@Really.Me: Die Liste der Polizisten steht in keinem Kontext, außer jenem, daß es Polizisten sind. Bei der Menge an Einträgen hätte ich persönlich auch keinen Schmerz damit, wenn mein Name/meine Adresse mit darauf stünde.

Schreib ich meine Daten hingegen hier in einen SN-Kommentar, stellt das einen Kontext zu SN und all meinen bisher hier geschriebenen Kommentaren her und macht mich zudem googlebar - ist also ein leichter Unterschied.

Ansonsten würde ich Dir zustimmen, wenn es hier um Namen und Adressen gehen würde, welche im Zusammenhang zu irgend einem kritisch beäugten Event stehen würden. So wäre z.B. eine Veröffentlichung der Namen und Adressen jener Polizisten, welche bei den jüngsten Wall-Street-Demonstrationen mit "aufgeräumt" haben, mit Sicherheit gefährlich für diese Polizisten.

Aber ... einfach mal eine Liste über 25.000 Polizisten aufzuführen ist ziemlich sinnlos, zumal die Liste auch noch geleakt und nicht gehackt worden ist.
Siehst Du da irgend einen Sinn dahinter?

Wenn Anonymous damit den unvorsichtigen Umgang mit eigentlich vertraulichen Daten aufzeigen will ... warum veröffentlicht Anonymous die Daten dann, statt einfach klar zu stellen, daß man an die Daten kommen konnte?
Oder ging es nur um "Auge um Auge, Zahn um Zahn"? Das war noch nie besonders heroisch und somit finde ich persönlich den Akt des Veröffentlichens dieser Liste durch Anonymous einfach nur bescheuert. Der Haufen ist dadurch für mich im Ansehen gesunken.

Das nun von der Liste eine besondere Gefahr für die darauf stehenden Polizisten ausginge, glaube ich nicht - dafür ist sie einfach zu lang.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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27.09.2011 11:13 Uhr von RegenCoE
 
+4 | -2
 
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@ted1405: Hast du dir die veröffentlichte Liste im Anon Twitter Kanal mal angesehn? Die wurde auf Pastebin hochgeladen, wo man eine sehr schöne Suche-Funktion hat. Man kann also ganz einfach nach dem Namen des Polizisten, der einen aufgeschrieben, festgenommen oder angezeigt hat suchen, herausfinden wo er wohnt und in Kombination mit dem Geburtsdatum auch noch recht schön einschätzen, ob das der Müller ausm Jahr 1945 oder der ausm Jahr 1982 war ... ich finde diese Liste also durchaus problematisch für die Polizisten und deren Familien.
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27.09.2011 11:58 Uhr von Enki77
 
+4 | -3
 
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anon: Anonymous stellt sich immer mehr als grundsätzlich staatsfeindlich raus und auch als feind der Gesellschaft.

Auch wenn einzelne Ziele Verständlich sind, sind viele der Methoden nicht tragbar. Dieser Akt hat keinen Sinn, wenn man die Behörden lediglich hätte bloßstellen wollen, dann hätte man die Liste per Mail an entsprechende Behördenvertreter, ggf. auch Auszugsweise an die Presse schicken können.

Die Gefährdung von Polizeibeamten in dieser Form ist nicht akzeptabel. Da gibt es kaum noch unterschied zwischen den Autonomen, die sich nur auf Demonstrationen blicken lassen um Steine auf Polizisten zu werfen.
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27.09.2011 15:21 Uhr von RegenCoE
 
+1 | -1
 
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@Enki77: Jetzt verallgemeinerst du etwas - nicht Anonymous stellt sich als staatsfeindlich heraus, sondern einige der "Hacktivisten" von Anon. Die Hacktivisten selbst stellen nur einen geringen Prozentsatz der aktiven Anonymous Mitglieder dar - viele unterstützen sie nicht und heissen ihre Aktionen nicht gut sondern sind für friedliche Revolte, Aufklärung, gesetzeskonforme Proteste gegen korrupte Firmen / Banken / Politiker und Parteien.
Da es aber bei Anonymous kein Verein sondern ein loser Zusammenschluss von Leuten mit ähnlichen Ideen, aber unterschiedlicher Auslegung darob, wie man diese Ideen verwirklicht handelt, kann sich eben jeder "Anonymous" nennen - und die Hacktivisten ziehen dann das öffentliche Bild der gesamten Vereinigung mit hinunter.
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27.09.2011 16:32 Uhr von vmaxxer
 
+2 | -0
 
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Nunja: Was letztendlich das Problem von Anonymous ist.
Es wurde mit der Gruppenidentität veröffentlicht also waren "sie" es.
Wenn die damit nicht einverstanden sind sollen sie sich eben davon distanzieren.
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27.09.2011 18:08 Uhr von Enki77
 
+0 | -1
 
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@RegenCoE: Wie vmaxxer schon sagte, dann sollte sich anonymous auch davon distanzieren.
Das Problem dieser Cloud ist eben das sie nicht klar umrissen ist, weder in Ihren Mitgliedern noch in Ihren Zielen.
Praktisch können sich darunter nun auch jede Art von Gewalttätern schmuggeln.

Lose Gruppierungen haben immer das Problem, das gerade an deren Rändern Extremisten auftreten werden, entweder umreißt man die Gruppe dann klarer oder sie wird zerfallen oder sie wird extremistisch.

Klar ist, das mit solchen Aktionen die Sympathie schwindet und jedes Mitglied schon fast als Terrorist geführt wird.
Ich denke das kann nicht in deren Interesse sein.

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