Nach Papstbesuch: Reformkatholiken rufen Gläubige zu Ungehorsam auf
Enttäuschung für die deutschen Reformkatholiken, die sich ein Abrücken von den erzkonservativen Positionen ihrer Kirche wünschen: Der Papst ließ während seines Deutschlandbesuchs klar erkennen, dass er an diesen Dogmen festhalten wird. Jetzt rufen einige Katholiken zu Ungehorsam auf.
Vor allem wurde die Chance auf die Überwindung der seit 500 Jahren andauernden Spaltung der Christenheit vertan, betonen die Kritiker. Der Papst habe die Möglichkeit zum ökumenischen Fortschritt nicht genutzt.
"Die große Mehrheit der Gläubigen kann und will den starren Argumentationen aus Rom einfach nicht mehr folgen", kommentierte die Laienorganisation "Wir sind Kirche". Jetzt müssten die Gläubigen an der Basis die Initiative ergreifen und sich über bestehende Kirchenverbote hinweg setzen.