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Studie lange unter Verschluss: Jeder zweiten Krankenkasse steht die Pleite bevor

Im Jahr 2009 wurde der Finanzausgleich zwischen den deutschen Krankenkassen beschlossen, der einen fairen Wettbewerb sichern sollte.

Doch dadurch ist das Risiko der Insolvenzen bei den Kassen gestiegen und laut einem Gutachten des Wissenschaftsbereichs droht nun jeder zweiten Krankenkasse die Pleite.

Diese Studie befand sich seit vier Monaten unter Verschluss, das "Handelsblatt" zitiert jedoch daraus. Nach den Daten bestehe "konkrete Insolvenzgefahr, da ihre Ausgaben nicht zuverlässig durch Zuweisungen des Bundesversicherungsamts gedeckt werden können, weder kurz- noch mittel- und langfristig".


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Pleite, Krankenkasse, Bankrott
Quelle: www.spiegel.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.09.2011 12:18 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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Stimmt. Alle kosten das Gleiche (+/- 0,9%, weil nicht alle den Zusatzbeitrag für Zähne verlangen) und leisten mehr oder weniger auch das Gleiche. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass die Sozialstruktur in den unterschiedlichen Kassen auch nicht immer die Selbe ist. Die Gesetzlichen haben ihren Ursprung häufig in bestimmten Berufsgruppen. (Historisch bedingtes Phänomen). Sie sind zwar theoretisch allen offen, praktisch verharren aber die Leute häufig auch in den Kassen, die ihnen "zuzuordnen" sind. Dies führt natürlich dazu, dass die Kassen unterschiedlich viel Geld einnehmen: 15,5% von einem, der einer gut bezahlten Berufsgruppe angehört sind natürlich mehr als 15,5% von einem, der einer (im Schnitt) schlechter bezahlten Berufsgruppe angehört. Hinzu kommt, dass die schlechter bezahlten Berufe häufig auch zu schwereren, langwierigeren und häufigeren Erkrankungen führen, was den Trend noch verschärft.

Allerdings sind auch die Verwaltungskosten und die Werbekosten unterschiedlich hoch. Deshalb: Eine Zusammenlegung aller Kassen wäre der richtige Schritt.
Ein weiterer Vorteil wäre natürlich, dass dann nicht mehr jede Kassen einen Vorstand bräuchte, was die Kosten natürlich senken würde. Dabei würden dann zwar Köpfe rollen, aber so ist das nunmal häufig, wenn man ernsthaft - und zum Vorteil der Bürger - umstrukturieren will.

Der Nachteil dabei:
1. Rechtlich ist das nicht so einfach umzusetzen, weil dies einer Zwangsverstaatlichung gleichkäme.
2. Viele Menschen wären arbeitslos, weil die Kassen mit hohem Personalaufwand betrieben werden.
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26.09.2011 13:11 Uhr von vmaxxer
 
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Tja: Scheinbar muss das marode System erst völlig zusammenbrechen bevor es zu reformen kommt.
Das das gesundheitssystem vor dem zusammenbruch steht wusste man schon vor 10 Jahren, aber es wird immer nur geflickschustert und auf die lange Bank geschoben. Keiner der feigen Politiker traut sich da ran.
Dabei gibt es Vorbilder bei denen man abschauen könnte (zb Holland).
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26.09.2011 13:40 Uhr von Delios
 
+3 | -0
 
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Schon kurios: Alle paar Wochen kommt zu dem Thema immer die genau entgegengesetzte Nachricht.
Mal haben die Kassen nen Überschuss, dann wieder haben sie ein Minus, dann wieder Überschuss.... und jetzt heißt es jede zweite Kasse wird bald pleite sein...

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