25.09.11 11:55 Uhr
 446
 

USA/Alabama: Straftäter dürfen ab sofort wählen - Gefängnis oder Kirche

Straftäter im südlichen Alabama (USA) dürfen neuerdings wählen, ob sie ins Gefängnis wandern oder ihre Strafe durch Kirchgänge abgelten. Die einzige Bedingung: sie dürfen keine Gewalttat begangen haben. Man hofft, dass auf diese Weise die Leute auf den Pfad der Tugend zurück kommen.

Richter in Bay Minette geben den Straftätern Gelegenheit, ihre Strafen wie folgt abzuarbeiten: mit Gefängnisaufenthalt, per Zahlung eines Strafgeldes oder ein Jahr lang jeweils jeden Sonntag zur Kirche zu gehen.

Wenn die Straftäter die Kirchgänge wählen, dürfen sie eine Kirche ihrer Wahl aussuchen, müssen sich aber wöchentlich bei dem Pastor und der Polizei melden. Bisher nehmen 56 Kirchen an dem Programm teil.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: fuxxy
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Gefängnis, Kirche, Straftäter, Alabama
Quelle: billingsgazette.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Mord an Kim Jong Uns Halbbruder: Malaysia beruft Nordkoreas Botschafter ein
NRW will Wahlkampfauftritt von Recep Tayyip Erdogan verhindern
Bamf soll Erlaubnis bekommen, Mobiltelefone von Asylbewerbern zu überprüfen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
25.09.2011 11:57 Uhr von logistiker
 
+4 | -6
 
ANZEIGEN
lolz: bestrafungsfail :O
Kommentar ansehen
25.09.2011 12:05 Uhr von PapaSchlumpf_
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
naja prinzipiell ja gar keine schlechte Idee, alternativen zum Bußgeld oder Strafvollzug zu bieten, vor allem mit der Einschränkung, dass keine Gewalttat begangen wurde, dann bezieht sich die Option nämlich fast nur auf Diebe und ähnliches.

ABER: Ob die Kirche da die richtige Anlaufstelle ist, halte ich für fraglich, dagegen wäre eine Art "Anonyme Straftäter"-Therapie wohl die bessere Variante...
Kommentar ansehen
25.09.2011 12:11 Uhr von Again
 
+8 | -1
 
ANZEIGEN
Erinnert mich: ein bisschen an den Film "Adams Äpfel" (sehr sehenswert).

Ich finde diese "Strafe" etwas schräg. Nicht nur weil es imho ein bisschen gegen Trennung von Kirche und Staat verstößt, sondern weil das wohl nur bei Christen wirkt. Ich bin Atheist und würde dort hingehen, mich langweilen, ein bisschen kichern und das wars.
Kommentar ansehen
25.09.2011 12:33 Uhr von Again
 
+4 | -3
 
ANZEIGEN
3Pac: Eine kirchliche Gemeinde ist bestimmt ein Rückhalt, wenn man den Rückhalt sucht. Wenn man aber einmal in der Woche hingeht und hofft, dass die Stunde schnell vorbei ist damit man wieder heimgehen kann, bringt das ganze wohl wenig.
Kommentar ansehen
25.09.2011 13:34 Uhr von netzantichrist
 
+4 | -1
 
ANZEIGEN
man kann natürlich,beim ersten kirchenbesuch,
den opferstock knacken,und damit dann,
das bußgeld zahlen,
falls man erwischt wird,und doch in den knast geht,
weiß man,man hat ALLE möglichkeiten ausgeschöpft :)
Kommentar ansehen
10.05.2012 12:52 Uhr von LLCoolJay
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Again: Es geht nicht um die Religion dabei, sondern dazu Straftätern mit geringen Verbrechen einen Anstoss im Leben zu geben. Ähnlich wie es hierzulande mit Sozialarbeit ist.

Wer ca. 56 Wochen im Jahr mind. 1x in eine Kirche geht sieht das nach dem 20. mal anders als nach dem 1. Mal. Und nach dem 50. mal anders als nach dem 20.

Am Anfang wird man sich drüber lustig machen, später langweilt es einen, dann nervt es einen. Aber irgendwann macht man sich Gedanken um das "Warum" und den Sinn von allem.

Es soll sicher nicht dazu führen die Menschen zu bekehren aber ich kann mir vorstellen, dass z.B. Jugendliche, die aufgrund von Gruppenzwang oder "Coolness" ein Auto geklaut oder Ladendiebstahl begangen haben so wieder auf die rechte Bahn kommen.

Dabei ist das blabla in der Kirche nebensächlich. Es geht um die innere Einstellung. Und die verändert sich dadurch 100%ig.

Hatte mich vor einigen Wochen, als ich das letzte Mal in den USA war (zu dem Zeitpunkt in Dothan) mit einem solchen Jugendlichen darüber unterhalten. Er ging gerade zum 24. Mal oder so in die Kirche und meinte er fange an zu akzeptieren, dass er etwas falsch gemacht und seine gerechte Bestrafung bekommen hat.

Diese Einsicht ist bei Inhaftierten nicht immer gegeben.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Mord an Kim Jong Uns Halbbruder: Malaysia beruft Nordkoreas Botschafter ein
NRW will Wahlkampfauftritt von Recep Tayyip Erdogan verhindern
Bamf soll Erlaubnis bekommen, Mobiltelefone von Asylbewerbern zu überprüfen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?