23.09.11 22:26 Uhr
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Forscher weltweit empört: Seismologen in Italien wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Im April 2009 kam es in L´Aquila zu einem Erdbeben, das den Tod von mehr als 300 Menschen nach sich zog. Diese Woche wurde ein Prozess gegen sieben Forscher eröffnet, welche einer Kommission zur Risikobewertung angehören. Sie werden der fahrlässigen Tötung beschuldigt.

Vier Monate lang wurde die Region vor dem verhängnisvollen Beben von 400 kleineren Erdstößen heimgesucht. Sechs Tage vor der Katastrophe verkündeten die Wissenschaftler, dass man ein größeres Beben nicht vorhersagen könne, es aber auch nicht auszuschließen sei.

Dass L´Aquila zu einer Risiko-Region gehört, lernt jedes Kind der Region in der Schule. Trotz Protesten von Seismologen aus aller Welt wurde das Verfahren eröffnet, bei dem die Angehörigen der Opfer und andere Nebenkläger 50 Millionen Euro Schadenersatz fordern.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Italien, Prozess, Erdbeben, Totschlag, Seismologen
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.09.2011 22:26 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
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Sorry, wollte die News vor ein paar Tagen einliefern, habs dann aber nicht geschafft und vergessen.

In der Quelle wird einmal von Totschlag, ein anderes Mal von fahrlässiger Tötung gesprochen. Weiß jemand, ob das in Italien nicht unterschieden wird oder das in der Quelle einfach schlecht geschrieben ist? Aber ich denke, dass man bei Totschlag wirklich aktiv sein muss, daher hab ich das weggelassen.
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23.09.2011 23:17 Uhr von ThinkingMan
 
+14 | -2
 
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Die Verantwortung muss natürlich jemand anderes tragen, wenn etwas schief geht.
Es kommen Menschen bei einem Beben in einer seismisch hochaktiven Gegend um? Lasst uns die Seismologen verklagen.
Ein Mensch knallt mit seinem Auto mit 150km/h gegen einen Baum und stirbt? Verklagen wir die Ingenieure, die das Sicherheitskonzepts des Fahrzeugs entworfen haben.

Ich schätze, die italienischen Seismologen hätten es sowieso nicht richtig machen können. Hätten Sie gewarnt und es wäre nichts passiert, dann hätte man ihnen wohl auch die Kosten für die Evakuierung und den Verdienstausfall der Bevölkerung aufgedrückt.

Bei aller Tragik: Sowas ist doch Blödsinn.
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23.09.2011 23:30 Uhr von Again
 
+4 | -2
 
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ThinkingMan: "Ein Mensch knallt mit seinem Auto mit 150km/h gegen einen Baum und stirbt? Verklagen wir die Ingenieure, die das Sicherheitskonzepts des Fahrzeugs entworfen haben."
Und diejenigen, die den Baum nicht gefällt haben!
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24.09.2011 06:06 Uhr von KamalaKurt
 
+4 | -2
 
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@again falsch, sondern die ihn gepflanzt haben.

solch einen blödsinn kann nur in einem land der mafiosis und wo ein berlusconi regiert, geschehen.

mal sehen, wenn die ersten meteologen angeklagt werden, weil sie das wetter nicht richt vorhergesagt haben.
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24.09.2011 09:12 Uhr von Radio-Saturn
 
+2 | -0
 
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in den USA: ist es noch viel Blödsinniger:
Dort kann man eine Fastfood-Kette verklagen weil die das verschüttete Wasser auf dem Boden nicht weggewischt haben und man darauf ausgerutscht ist.
Anmerkung:
Das Wasser hat die Person selber verschüttet und ist dann darauf ausgerutscht ...
USA - halt
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24.09.2011 14:28 Uhr von Der_Norweger123
 
+0 | -0
 
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ab jetzt: am ende jeder Pressemitteilug/Unterlagen/Statistiken oä:

"alle angben ohne gewähr"
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24.09.2011 14:32 Uhr von Again
 
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Radio-Saturn: Gab gerade einen Spiegel-Bericht über Klagen in den USA. Dein Beispiel dürfte allerdings ein Fake sein:

"Eine E-Mail mit dem Betreff "Stella Awards" machte die Runde, in dem über groteske Verfahren berichtet wurde. So habe eine gewisse Amber Carson 113.500 Dollar von einem Restaurant erstritten, weil sie auf einer Softdrinkpfütze ausgerutscht war und sich das Steißbein gebrochen hatte. Abgeblich hatte Amber Carson den Softdrink kurz zuvor im Streit auf ihren Freund geworfen.

Fälle wie der von Carson klangen eigentlich zu irre, um wahr zu sein - und tatsächlich entpuppten sich die "Stella Awards" als Fake. Es waren ausgedachte Klagen. "

In der Quelle werden aber noch andere krasse Klagen genannt, von den ich aber nicht alle kannte. Viele der Klagen wurden aber auch abgeschmettert.
http://einestages.spiegel.de/...

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