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Forscher weltweit empört: Seismologen in Italien wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Im April 2009 kam es in L´Aquila zu einem Erdbeben, das den Tod von mehr als 300 Menschen nach sich zog. Diese Woche wurde ein Prozess gegen sieben Forscher eröffnet, welche einer Kommission zur Risikobewertung angehören. Sie werden der fahrlässigen Tötung beschuldigt.

Vier Monate lang wurde die Region vor dem verhängnisvollen Beben von 400 kleineren Erdstößen heimgesucht. Sechs Tage vor der Katastrophe verkündeten die Wissenschaftler, dass man ein größeres Beben nicht vorhersagen könne, es aber auch nicht auszuschließen sei.

Dass L´Aquila zu einer Risiko-Region gehört, lernt jedes Kind der Region in der Schule. Trotz Protesten von Seismologen aus aller Welt wurde das Verfahren eröffnet, bei dem die Angehörigen der Opfer und andere Nebenkläger 50 Millionen Euro Schadenersatz fordern.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Italien, Prozess, Erdbeben, Totschlag, Seismologen
Quelle: www.spiegel.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.09.2011 22:26 Uhr von Again
 
+3 | -0
 
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Sorry, wollte die News vor ein paar Tagen einliefern, habs dann aber nicht geschafft und vergessen.

In der Quelle wird einmal von Totschlag, ein anderes Mal von fahrlässiger Tötung gesprochen. Weiß jemand, ob das in Italien nicht unterschieden wird oder das in der Quelle einfach schlecht geschrieben ist? Aber ich denke, dass man bei Totschlag wirklich aktiv sein muss, daher hab ich das weggelassen.
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23.09.2011 23:17 Uhr von ThinkingMan
 
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