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Sexuelles Missbrauchsopfer verklagt US-Regierung auf Schadenersatz

Jaycee Dugard wurde 18 Jahre lang gefangen gehalten und in dieser Zeit sexuell missbraucht. Der Täter bekam 431 Jahre Haft, seine Frau erhielt eine 36-jährige Haftstrafe. Zudem bekam das Opfer 20 Millionen Dollar Entschädigung vom Staat Kalifornien zugesprochen.

Doch Dugard will weiter für ihr Recht und ihre erlittenen Qualen kämpfen, denn sie wirft der amerikanischen Regierung eine fahrlässige Ermittlung in ihrem Fall vor.

Weil die Behörden den Täter nicht richtig überprüften, verklagt die inzwischen 31-Jährige nun auch die US-Regierung auf Schadensersatz. Im Juli hatte sie ihre Autobiografie "A Stolen Life" herausgebracht, die den dramatischen Fall schildert.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Klage, Schadensersatz, US-Regierung, Missbrauchsopfer
Quelle: www.focus.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.09.2011 11:53 Uhr von David_blabla
 
+5 | -2
 
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Hier bekommen die Täter 1% von der Strafe und das Opfer wird nicht entschädigt, oder? <- Bin mir nicht sicher... Habe jedenfalls noch nichts davon gehört. In manchen Dingen könnte man die USA doch als Vorbild nehmen.
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23.09.2011 12:05 Uhr von killa_mav
 
+1 | -0
 
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@David_blabla: Entschädigung ist Zivilrecht. Hier, ebenso wie in den USA muss man den Täter auf Schadensersatz verklagen.
Wieso sollte auch ein Opfer eine Entschädigung vom Staat bekommen. Dieser hat die Tat ja nicht begangen.

Sie verklagt die USA ja auch nicht wegen der Tat selbst, sondern weil die Behörden nicht ordentlich ermittelt haben sollen.

In dem Fall könnte man hier unter Umständen auch einen Amtshaftungsanspruch haben.
Aber ebenso wie in den USA: beweis das erstmal.
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23.09.2011 12:53 Uhr von omar
 
+1 | -0
 
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@killa_mav: Ich finde schon, dass wenn der Staat durch Fahrlässigkeit (z.B. bei schlampigen Ermittlungen) das Leiden des Opfers verlängert oder gar verschlimmert hat, dem Opfer eine Entschädigung zugesprochen werden kann.
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23.09.2011 13:00 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -1
 
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@omar: Und woran machst du das fest?

Gerade in den USA hat man als Verdächtiger nichts zu lachen. Da wird nämlich nicht nur kurz nachgefragt wie hier in Deutschland

@David
Hier bekommt der Täter deutlich weniger (wenn auch deutlich mehr als 1%) aberdas liegt daran dass hier das Gefängnis als "Erziehungsmaßnahme" oder Therapie dienen soll. In den USA ist es als Bestrafung angesehen. Helfen tut es nichts
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23.09.2011 13:00 Uhr von killa_mav
 
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@omar: Das hab ich doch auch nicht abgestritten. Natürlich besteht dann ein solcher Anspruch. Dennoch wird es schwer sein dem Staat eine solche Fahrlässigkeit nachzuweisen.
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23.09.2011 13:27 Uhr von omar
 
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@PeterLustig2009: Ich bin weder Jurist noch Richter. Ich kenne auch die Details zum Fall nicht.
Ich bin lediglich der Meinung, dass man für Fahrlässigkeit auch als Staat haften sollte. Zumindest kann ich mir entsprechende Umstände gut vorstellen:
Stell dir vor es gab einen Zeugenaussage, die auf dem Schreibtisch der Ermittler lag, und ignoriert oder verschlampt wurde. Und als Resultat war das Opfer noch länger in den Fängen des Täters war...
Oder ein Opfer geht zur Polizei und wird für unglaubwürdig befunden und wieder heimgeschickt. Dort ergeht es ihr noch schlimmer als zuvor...

[ nachträglich editiert von omar ]
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23.09.2011 13:42 Uhr von David_blabla
 
+0 | -0
 
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@all: man kann es so und so sehen... :S
vor ein paar tagen zb. kam auf aktenzeichen xy ein fall, da gingen alleine in der kurzen zeit über 50hinweise ein. die müssen dann alle geprüft und dokumentiert werden (?!). da kann es leider schon mal passieren, dass etwas verschlampt wird. man verlässt sich ja meist auf die spezialisten von der polizei. von daher kann ich das schon nachvollziehen - den schadensersatz.

"Entschädigung ist Zivilrecht"
hier in deutschland wirst du einfach fallen gelassen- á la: kümmer dich selber darum wie du zu einer entschädigung kommst.
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23.09.2011 17:18 Uhr von killa_mav
 
+0 | -0
 
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@ David_blabla: Sorry, das ist kein fallen lassen und kein auf Deutschland beschränkter Fall.
Der Staat mit seiner Strafverfolgung ist lediglich dazu da etwas gegen den Täter zu tun. Dies tut er indem er ihn bestraft. Für eine Wiedergutmachung ist er nicht da.
Wieso sollte der Staat sich darum kümmern, dass du eine Entschädigung bekommst? Letztlich willst du die Entschädigung haben, also hast du dich auch darum zu kümmern.
Betrachtet man das ganze auch etwas objektiver, an Hand eines weniger aufreibenden Falles sollte das auch deutlich werden:
Beschädigt dein Nachbar dein Auto, kann das Sachbeschädigung sein und ist ebenfalls Strafbar. Das dein Auto repariert wird, dafür wird der Staat nicht sorgen. Zahlt dein Nachbar nicht freiwillig, musst du ihn verklagen.

[ nachträglich editiert von killa_mav ]

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