23.09.11 10:00 Uhr
 799
 

China: Sozialer Protest - Angriffe gegen Regierungsgebäude

Im Süden Chinas haben mehrere tausend Demonstranten gewaltsam protestiert. Die Menschen waren mit Knüppeln und Steinen bewaffnet, mit denen sie Häuser der Regierung und der Polizei in der Stadt Lufeng angriffen.

Bei den Auseinandersetzungen wurden angeblich mehrere Dutzend Menschen verletzt. Auslöser für die Proteste war die Beschlagnahmung und der Zwangsverkauf von Land an Wohnungsbauunternehmen.

Die Dorfbewohner forderten die Rückgabe ihres Landes. Dies ist nicht der erste Protest in der Provinz Guangdong. Wanderarbeiter hatten erst kürzlich gegen die Misshandlung von Arbeiterinnen gewaltsam protestiert.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Mapmuh
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, Protest, Demonstration, Unruhe
Quelle: www.spiegel.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch
Ermutigung für Whistleblower: Netzwerk gründete Rechtshilfefonds
Volker Beck ohne sicheren Listenplatz für die Bundestagswahl

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.09.2011 10:00 Uhr von Mapmuh
 
+7 | -0
 
ANZEIGEN
Das ist halt die Quittung, wenn man Wirtschaftswachstum auf dem Rücken der Bevölkerung betreibt und NATÜRLICH haben die Demonstranten niedere Motive. Da muss sich die Regierung ja wehren...
Kommentar ansehen
23.09.2011 10:09 Uhr von Klassenfeind
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Dieser Vorgang ist China: doch fast normal.
Die Wohnungsbauunternehmen freut es und die Betroffenen werden nicht nur nicht ihr Land wiederbekommen, sondern, wenn sie festgenommen werden, in irgendeinem Knast verschwinden.

Dieses rigorose Vorgehen erfreut ja auch viele Konzerne ( die alle i n China produzieren ) weltweit...in deren Heimatländern sowas niemals möglich ist..bis jetzt.
Kommentar ansehen
23.09.2011 11:28 Uhr von derSchmu2.0
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
So siehts aus wenn man ein, bisher durchaus erfolgreiches, Kollektiv aus Individuen aufbaut, wo nur das Gesamtergebnis zaehlt...an und fuer sich ziemlich erfolgreich, aber auch zu Lasten vieler einzelner, daraufhin werden diese irgendwann auf die Barrikaden gehen...
Kommentar ansehen
23.09.2011 12:43 Uhr von DrGonzo87
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sehr gute Aktion die hoffentlich keine sehr schlimmen Folgen für die Menschen hat. Aber da wir hier von China reden....

Ansonsten, keep it up!

http://www.dailymotion.com/...
Kommentar ansehen
23.09.2011 12:44 Uhr von tenge
 
+3 | -2
 
ANZEIGEN
nur in china? wohnungsbauunternehmen reißen sich land unter den nagel...

böses china!

oh, hier wird grad ein bahnhof gebaut, park und wald abgeholzt, kein mensch nach notwendigkeit gefragt, milliarden reingeblasen, und auf demonstranten eingeknüppelt und reizgas dem wasserwerfer beigemischt...

aber das ist was ganz anderes hier im lieben demokratischen westen.
Kommentar ansehen
23.09.2011 14:52 Uhr von TrangleC
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Dafür dass China bei uns als brutaler Polizeistaat gilt haben die Leute dort erstaunlich wenig Respekt vor der Polizei.

Ich hab ein einjähriges Praktikum in China gemacht. Sollte eine Biogasanalyseanlage auf einer neuen Mülldeponie bei der Großstadt Qingdao in Betrieb nehmen und die Leute dort in die Bedieung einlernen.

Die Deponie lag ziemlich weit ausserhalb der Stadt in freier Pampa und die halb-staatliche Betreiberfirma der Deponie hat extra eine eigene Strasse für die Mülltransporter gebaut.
Diese Strasse war aber schon lange fertig bevor die ersten Ladungen Müll auf die Deponie gebracht wurden.

Bauern aus der Umgebung haben ein wildes, ungenehmigtes Dorf um die Strasse herum gebaut.
Als dann endlich der Betrieb auf der Mülldeponie losgehen sollte hat das Dorf schon über 100 Häuser gezählt, hatte ein Rathaus und eine eigene Schule.
Die Dorfbewohner haben die Strasse gesperrt und Barrikaden errichtet weil sie sich von den Mülltransportern gestört fühlten und weil diese eine Gefahr für ihre Kinder waren.

Als ich dort ankam hat die Firma gerade nach langen, erfolglosen Verhandlungen mit den Bauern einen staatlichen Vermittler eingeschaltet gehabt.
Der wurde aber verjagt.

Dann wurde eine Hundertschaft Polizisten hingeschickt um die Barrikaden zu räumen, aber selbst die wurden von den Bauern mit Mistgabeln und Besenstielen vertrieben. Eines der Polizeiautos wurde in einen Fluss geschoben.

Schliesslich hat die Firma klein bei gegeben und eine Umgehungsstrasse um das Dorf gebaut.


Auch im ganz normalen Alltag und auf den Strassen habe ich erlebt wie wenig Respekt die Leute dort vor der Polizei und vor der Staatsgewalt im allgemeinen haben.

Beispielsweise waren wir mal mit der Limousine eines der Manager der Firma auf der Autobahn unterwegs. Wir sind viel schneller gefahren als erlaubt war. Da tauchte vor uns auf der Überholspur ein langsamer fahrendes Polizeiauto auf. Unser Fahrer ist bei ca. 120 km/h ungefähr auf einen halben Meter auf das Polizeiauto aufgefahren und hat gehupt bis die Polizisten auf die rechte Spur gefahren sind und ihn vorbeigelassen haben.

Mach sowas mal mit einem deutschen Streifenwagen.... hehehe.

Refresh |<-- <-   1-6/6   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gelsenkirchen: Heftige Schlägerei vor Teestube
Tirol/Österreich: Flüchtlinge sterben im Güterzug
Offene Stellen beim Bundeskriminalamt: Bewerber fallen bei Deutsch-Tests durch


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?