22.09.11 16:49 Uhr
 3.396
 

Burnout-Syndrom: Mitarbeiter sollen oft selbst schuld sein

Die Betroffenen sollen oft selbst schuld sein, wenn sie am Burnout-Syndrom erkranken, nicht nur ihre Arbeitgeber. So zumindest äußert sich Karriereexperte Markus Väth. Er benennt als Gründe unter anderem, dass die Mitarbeiter sich auf Status, Geld, Titel und Anerkennung fixieren.

Die Burnout-Krankheit entwickelt sich immer mehr zu einer Volkskrankheit. Mittlerweile sei jede zehnte Erkrankung psychisch bedingt, so geht es aus dem Krankenkassenreport von der Barmer-Versicherung für 2010 hervor. Die Dunkelziffer soll noch deutlich darüber liegen.

Bei Männern entstehen eher körperliche Beschwerden, während Frauen eher dazu neigen in Tränen ausbrechen. "Jeder zweite meiner Kunden steht kurz vorm Burn-Out oder hat ihn bereits hinter sich", so die Karriereexpertin Dr. Eva Reichmann. Unterforderung könne zu den selben Symptomen führen wie Überforderung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: sleipnir67
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Mitarbeiter, Krankheit, Arbeitgeber, Burnout-Syndrom
Quelle: www.rp-online.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Schottland will Frauen aus Nordirland kostenlose Abtreibungen anbieten
Verbraucherschützer entdecken krankmachendes Blei in Modeschmuck
Seit 1970 hat sich Zahl der Krebsneuerkrankungen in Deutschland verdoppelt

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.09.2011 16:49 Uhr von sleipnir67
 
+9 | -0
 
ANZEIGEN
Dieses Thema ist ja recht tief greifend es gibt viele unterschiedliche Faktoren, welche zum ´´Burn-Out´´ führen können.
Was für den Einen zutreffen mag (Anerkennung) ist mitunter bei einem Anderem gänzlich falsch, da evtl. bei diesem der ´´Termindruck´´ ausschlaggebend ist. Immer mehr Arbeit soll oft in immer kürzer Zeit bewältigt werden. Das Zusammentreffen dieser genannten Faktoren, wäre wohl die ungünstigste Steigerung.
Kommentar ansehen
22.09.2011 17:00 Uhr von Noseman
 
+15 | -2
 
ANZEIGEN
Für Manager mag das ja gelten: aber auch Erzieher, Lehrer, Krankenschwestern, Altenpfleger etc. haben überdurchschnittlich häufig dieses Syndrom.

Die sidn nicht wegen Geld- oder Anerkennungsgeilheit (gibt ja eh auch bei guter Leistung nicht mehr davon in diesen Berufen) da reingeraten, sondern weil sie unter Druck stehen.
Kommentar ansehen
22.09.2011 17:04 Uhr von sleipnir67
 
+10 | -2
 
ANZEIGEN
@Noseman: Jepp, da hast du Recht. Nur bei den Berufsgruppen wird das vorzugsweise als Depression o.ä. diagnostiziert, ist wohl "politisch korrekter".

/*Ironieanfang
Wo kämen wir denn hin, wenn nicht nur "Top-Manager" Burn-Out bekommen?
/*Ironieende
Kommentar ansehen
22.09.2011 17:10 Uhr von Strassenmeister
 
+21 | -1
 
ANZEIGEN
Zu viel Arbeit,zu wenig Personal.Und dann der Druck vom Arbeitgeber; Wann seid ihr fertig,das dauert zu lange,geht das nicht etwas schneller.Und dann erzählt der Experte noch ,ihr seid selbst Schuld.
Kommentar ansehen
22.09.2011 17:47 Uhr von Feuerfaenger
 
+6 | -15
 
ANZEIGEN
Grundsätzlich ist ja niemand gezwungen sich dem starken Druck zu unterwerfen. Viel trauen sich nur nicht auch mal "nein" zu sagen. Ich kann das. Vielleicht werde ich hier im Unternehmen nie eine leitende Funktion erreichen, aber ich habe kein Stress und werde wegen meines Jubs mit Sicherheit kein Burn Out bekommen oder andere Gesundheitliche Beschwerden. Wem der Job, die Karriere und die Befriedigung seiner Geltungssucht wichtiger ist als seine Gesundheit, der soll machen. Habe ich kein Mitleid.
Kommentar ansehen
22.09.2011 18:32 Uhr von rubberduck09
 
+14 | -2
 
ANZEIGEN
@Feuerfaenger: Die Aussicht, sonst unter der Brücke schlafen zu müssen, ist für dich kein Zwang? Komische Einstellung!

Es soll Leute geben, die neben ihrem Job einen Zweitjob brauchen um sich und ihre Kinder über die Runden zu bringen. Spätestens mit Kindern schaut die Situation nämlich anders aus. Wo man alleine evtl. mit H-IV (mehr schlecht als recht) leben kann so ist es nicht OK, das auch seinen Kindern zu wünschen. Ich finde, daß das sehr wohl eine Art Zwang ist.
Kommentar ansehen
22.09.2011 18:33 Uhr von sleipnir67
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
@Feuerfaenger: Na, dann können Sie doch froh sein, dass es bei Ihnen nicht so ist. Viele andere können halt nicht "mal ebenso" den Arbeitgeber wechseln und lassen sich aus Angst um den Arbeitsplatz "drücken". Viele Chef´s kennen sehr oft die "Wechselmöglichkeiten" ihrer ArbeitnehmerInnen. Anscheinend haben Sie einen Arbeitgeber gefunden, der sich seiner Verantwortung gegenüber seiner Mitarbeiter noch bewusst ist. Und das immer seltener der Fall.
Kommentar ansehen
22.09.2011 19:34 Uhr von Feuerfaenger
 
+5 | -6
 
ANZEIGEN
@ rubberduck09: Ich weiß genau von was ich spreche. War selbst zwei längere Abschnitte in meinem Leben Arbeitslos weil mir der Stress zu viel wurde und ich die Notbremse ziehen musste. Hab dann von meinem Umfeld schon Kritik einstecken müssen, was mir egal war. Im nach hinein war es dann auch die Beste Endscheidung. Besserer Job, mehr Geld und weniger Streß. Unter der Brücke musste ich nicht schlafen, dass muss eigentlich in Deutschland niemand.

Das Argument der Abhängigkeit lasse ich nicht gelten. Man ist von einem Job nur so Abhängig wie man sich selber macht.
Das nicht jeder sein Leben von heute auf morgen ändern kann, ist mir auch klar, aber wenn man unzufrieden ist oder überfordert wird, muss man was ändern.
Kommentar ansehen
22.09.2011 22:02 Uhr von shadow#
 
+2 | -1
 
ANZEIGEN
Der Arbeitgeber ist seltener schuld als man denkt: Auch wenn der Druck real ist, weiß der Arbeitgeber meistens nicht einmal was er seinen Mitarbeitern psychisch damit antut, weil es eben gerade ein Symptom des Burnouts ist, die Probleme so lange zu verheimlichen bis es gewaltig knallt.

Das heißt, wenn die Vorzeichen überhaupt richtig erkannt werden - in vielen Fällen kommt das ganze auch für den Betroffenen völlig überraschend, wenn er plötzlich einer ausgewachsenen Depression gegenübersteht.
Und nichts anderes ist ein Burnout: eine Depression.

Wenn man Probleme im Job hat weil man überlastet ist muss man drüber reden. Je früher desto besser.
Wenn der Ersatz nicht innerhalb von 5 Minuten eingelernt ist, wird das kein Vorgesetzter der kein kompletter Idiot ist einfach ignorieren.
Wenn es dann immer noch nicht geht muss man sich fragen ob es an der Firma oder am Job an sich liegt und sich nach Alternativen umsehen.
Kommentar ansehen
23.09.2011 00:57 Uhr von J4ck3D
 
+3 | -1
 
ANZEIGEN
Burnout: die Modekranktheit des neuen Jahrtausends...
Kommentar ansehen
23.09.2011 01:38 Uhr von 338LM
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
dieses Geflenne plötzlich hat jeder Burnout....wenn man sowas in den Medien breit tritt, findet jeder der nicht klar kommt oder sich überfordert fühlt plötzlich den "Grund"....

"na klar, denkt er sich, ich kann nix dafür, ich hab ja Burnout und das ist ne Krankheit" Und schon ist das Versagen gesellschaftlich legitimiert und akzeptiert. Dann noch der sekundäre Krankheitsgewinn und schon wirds zur "Volkskrankheit"....

Was kommt als nächstes ? PTBS ?
Kommentar ansehen
23.09.2011 07:53 Uhr von Alice_undergrounD
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
was müssen die schweine: auch versuchen die überzogenen erwartungen des chefs zu erfüllen!
Kommentar ansehen
23.09.2011 08:15 Uhr von saber_
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
in der heutigen arbeitswelt gibt es keinen stress und keinen druck... alles ist vertraglich geregelt und somit herrscht friede freude eierkuchen....


...waere da nicht dieser passive stress...

machst du ueberstunden wie ein idiot sagt keiner danke...es wird ja quasi von dir verlangt! beendest du ein projekt vor der vorgeschriebenen zeit, wird dir direkt das naechste projekt auf den tisch gelegt...ohne dank und anerkennung...

schwimmst du jedoch mit dem strom ist alles in ordnung...
Kommentar ansehen
23.09.2011 08:47 Uhr von rubberduck09
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@Feuerfaenger: OK - dann konkretisiere ich mal: Ich war mal so dumm und habe mir ein Haus angeschafft. Soll ich jetzt mal eben so 10 Jahre Arbeit wegschmeißen? Das Geld ist nämlich dann komplett futsch, wenn man die ´Notbremse´ zieht. In Miete ist das vergleichsweise einfach.

Und: Ich kenn mich aus, denn ich habe die Notbremse gezogen und einen besseren Job jetzt. Aber so einfach wie das bei mir war ist das nicht bei allen. Ich habe wenigstens eine Qualifikation vorzuweisen, die durchaus gesucht ist (Stichwort: Fachkräftemangel IT).
Aber auch hier war das Ziehen nur mit viel Gefühl machbar, einfach aussteigen geht ned.
Kommentar ansehen
23.09.2011 09:17 Uhr von JesusSchmidt
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@saber_: du bekommst keinen dank und anerkennung? ungewöhnlich. die meisten anderen arbeitnehmer schon. nennt sich "gehalt".

überstunden kann man sich durch bummelstreik zurückholen. was besseres ist mir zu dem thema noch nicht eingefallen. :) bei uns gab es auch noch nie einen ernsthaften ausgleich dafür.

selbstverständlich bekommst du nach einem abgeschlossenen projekt ein neues. was hast du denn gedacht? sonderurlaub?
Kommentar ansehen
23.09.2011 09:50 Uhr von hujiko-san
 
+3 | -0
 
ANZEIGEN
ROFL: "Er benennt als Gründe unter anderem, dass die Mitarbeiter sich auf Status, Geld, Titel und Anerkennung fixieren."

Gut, bei Status und Titel ist noch nachvollziehbar, was der Herr meint, aber bitte... Geld und Anerkennung? Also, Sorry, aber wenn ich durch meine Arbeit weder das eine noch das andere erhalte, läuft aber mächtig etwas schief, und dann kann ich den Chef auch gleich "Massa" nennen, weil wir nämlich bei der Sklaverei angekommen wären.

Bitte, wofür geht betreffender Herr denn seiner Arbeit nach? Weil ihm ansonsten langweilig wäre und er nicht wüsste wohin mit sich? Tschuldigung, dass ich gern durch möglichst viel Geld für meine Bemühungen entlohnt werde, weil ich, ob man´s glauben mag oder nicht, doch ganz gern täglich esse und, oh Wunder, auch gern in einer echten Wohnung lebe. Und Entschuldigung, aber ich habe da auch dieses urmenschliche Bedürfnis, für gut verrichtetes Werk gelobt zu werden.

Unter Wasser drücken bis das Gezappel aufhört, solche Gesellen...
Kommentar ansehen
23.09.2011 11:10 Uhr von saber_
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@jesusschmidt: ich krieg den gehalt auch wenn ich punkt 40 stunden die woche anwesend bin.... und zwar genau den gleichen wie wenn ich mir 60 stunden die woche den ruecken krumm buckel...

ich habs gut...ich kann die ueberstunden als freizeitausgleich in anspruch nehmen... das ist aber bei weitem nicht ueberall so...

und das mit den projekten wurde falsch kommuniziert:

waehrend das eine projekt am auslaufen ist, kommt schon das naechste auf den tisch ... somit findet immer ein fliessender uebergang statt und man ist immer in irgendeinem projekt...

kaum zu sprechen von den kleinen dazwischengeschobenen projekten die immer mal wieder reinkommen..


was ich damit sagen will:

die news hat schon in einer art und weise recht... man muss aber auch bedenken das die arbeitnehmer die einstellung ihrer mitarbeiter gnadenlos ausnutzen sobald sie sich ein wenig fuer die firma einsetzen.... andererseits werden leute die immer nur das minimum tun was von ihnen verlangt wird nicht benachteiligt ...
Kommentar ansehen
23.09.2011 11:31 Uhr von Mystiria
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
Ach komm is auch einfach zu sagen, dass die Leute nur jammern und ja gar nix haben und sich im Prinzip nur selbst das Leben schwer machen.

Aber mal ehrlich: Seht ihr nicht, wie die Tiere in Freiheit leben?
So ähnlich waren wir auch mal. Wir haben uns um das gekümmert, was zum Überleben notwendig war und mussten nicht unser Leben lang den Großteil unserer Zeit der Arbeit opfern.

Gerade in Deutschland leben wir in einer Gesellschaft, die von Hektik, Dauerstress, Depressionen und Migräne geradezu vergiftet ist. Dabei merken die meisten nicht, dass wir lediglich moderne Sklaven sind. Die Wirtschaft muss boomen, dafür müssen wir uns aufopfern.
Und wer sich dem nicht unterwirft, wem das zuviel ist oder wer sein Leben anders gestalten will (falls er es überhaupt kann), der ist ein Schmarotzer, der ist faul, der jammert doch nur - dabei sind einige doch nur neidisch auf Leute, die sich ihre Zeit fast komplett einteilen können, wie sie möchten und trotzdem über die Runden kommen.

Seht euch mal andere Gesellschaften an, da wird der Laden eröffnet und geschlossen, wann man Lust hat und keinen stört es, nix mit non-stop Bürokratie, da gibt es noch so etwas wie Gelassenheit. Die Leute haben weniger Geld, sind aber nachgewiesen zufriedener.

Das sollte uns zu denken geben.
Kommentar ansehen
23.09.2011 12:11 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@rubberduck: Die Märchen sind immer lustig

1. Hartz4 schränkt enorm ein (soll auch so sein) reicht aber zum leben. Mit kindern schränkt sich das nicht noch weiter ein
2. Der AG kann dich zwar unter Druck setzen, aber ob du dich unterdrücken lässt oder nicht liegt an dir.
3. Sätze wie "sonst schläfst unter ner Brücke" sind einfach nur lächerlich und zeigen, dass man weitab der Realität schreibt

Nicht unter Druck setzen lassen heißt nicht gleich arbeit einstellen. Aber Überstunden ohne Ende kloppen muss man auch nicht. Und kein Chef der Welt feuert einen wenn man nicht 100 Überstunden im Monat reißt
Kommentar ansehen
23.09.2011 14:04 Uhr von d.h
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Mystiria: Kann dir nur voll und ganz zustimmen!
Ich muss "leider" auch Arbeiten um mir meinen persönlichen Lebensstandart leisten zu können, aber ich gönne es jedem Hartz IV Empfänger von vollem Herzen, wenn er mit seinem Geld über die Runden kommt und sich nicht dem Arbeitsalltag mit wenig Freizeit ausliefern muss.

Refresh |<-- <-   1-20/20   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"Pokémon Go" ist das beste Android-Spiel des Jahres
Apple unterstützt den Kampf gegen AIDS
Ermutigung für Whistleblower: Netzwerk gründete Rechtshilfefonds


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?