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Wucherzinsen bei Dispokrediten: Verbraucherschützer fordern härtere Gesetze

Banken verlangen Wucherzinsen für Dispokredite von Girokonten. "Dieser Zinswucher muss ein Ende haben", sagt Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale- Bundesverbandes. Die Spanne der Zinsen beträgt etwa 6 bis 18,25 Prozent, je nach Bank. Allerdings berechnen nur sehr wenige Banken sechs Prozent.

Die Banken argumentierten, dass das Girokonto nur in Notfällen kurzfristig überzogen werden sollte. Bei längerfristigen Bedarf solle man andere Kredite in Erwägung ziehen. Die Zeitschrift "Finanztest" hat über 600 Girokonten verglichen und bei noch mehr Banken angefragt. Viele Banken antworteten nicht.

Banken verweigern oft Umschuldungen, auch bei stark überschuldeten Kunden und beharren auf den Überziehungszinsen der Dispokredite. Da setzt die Forderung an: Banken sollen zur Umschuldung verpflichtet werden, wird der Dispokredit länger als ein Jahr genutzt.


WebReporter: sleipnir67
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Zinsen, Verbraucherschützer, Girokonto, Dispokredit
Quelle: www.stern.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.09.2011 15:41 Uhr von sleipnir67
 
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Das Verhältnis ist schon Krass. Die Banken leihen sich das Geld zu einem Kurs von 1,5 Prozent (Leitzins) und berechnen dann meistens im Durchschnitt ca. 12,4 Prozent für Dispokredite. Und dann werden noch Umschuldungen verweigert. Der Kunde könnte ja wieder "liquide" werden. Es gibt viele Fälle, wo die Inanspruchnahme des Dispos kurzfristig geplant ist, dann aber doch unverschuldet länger dauern kann, etwa bei Verlängerung von Kurzarbeit, Auftragseinbrüche, offene Forderungen (Baubranche etc.).
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22.09.2011 16:08 Uhr von artefaktum
 
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Bis 18,25 Prozent? Ist in meinen Augen schon sittenwidrig. Eher ein Fall für die Justiz und nicht die Verbraucherschützer.

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