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Operation statt Vorbeugung - Krankenkasse übt Kritik an Verschwendung

Die Barmer GEK, die größte gesetzliche Krankenkasse Deutschlands, hat jetzt scharfe Kritik geübt an der gängigen Operationspraxis in Deutschland. Dies geht aus dem aktuellen Heil- und Hilfsmittelreport hervor.

Demnach sind viele der vorgenommenen Eingriffe unnötig. Zudem brächten sie oft geringere Erfolge als Maßnahmen präventiver Art. Als Beispiel werden die weit verbreiteten Krampfadern angeführt.

So gibt es kaum Belege für die Wirksamkeit von derartigen OPs, dennoch werden sie rund 300.000 Mal im Jahr durchgeführt. "Kompressionsstrümpfe würden besser helfen - vorausgesetzt, die Patienten tragen sie auch.", so Studienautor Gerd Glaeske.


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WebReporter: Mapmuh
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Studie, Kritik, Operation, Krankenkasse, Verschwendung, Vorbeugung, Barmer GEK
Quelle: www.spiegel.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2011 21:52 Uhr von Mapmuh
 
+5 | -1
 
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Auch insgesamt fließen durchschnittlich nur ein paar Euro pro Patient in Vorbeugung aber Hunderte in die Behandlung. Wir haben kein Gesundheits- sondern ein Krankheitssystem. Erst wenns schon fast zu spät ist, wird rumgedoktert. Wahnsinn eigentlich...
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21.09.2011 22:01 Uhr von Rechthaberei
 
+1 | -2
 
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Man könnte ja auch die Krankenkassenkosten: verEUropäisieren und viele Operationen in Polen durchführen lassen.
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21.09.2011 23:15 Uhr von Krizzy...
 
+7 | -1
 
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Und: bei dem, der den Vorschlag gemacht, hat fangen wir an
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22.09.2011 04:33 Uhr von Funkensturm
 
+0 | -1
 
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also: wenn ich ehrlich bin fand ich das bei mir selber auch übertrieben

Hatte mir das handgelenk gebrochen hatte ne OP mit Platte rein machen. jetzt muss nen Jahr später die Platte wieder rausgemacht werden

Hätte da nen Gips nich auch gereicht ?

Ok ich weiß kommt auf den Bruch drauf an aber bei dem Röntgen bild fand ich persöhnlich die OP überfluessig, bin aber auch kein Arzt.
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22.09.2011 10:00 Uhr von rubberduck09
 
+2 | -1
 
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Kompressionsstrümpfe Die von den Krankenkassen sollen ruhig auch mal mit solchen rumlaufen - und dann z.B. ins Schwimmbad. Prima Idee.

Natürlich muß ned jede OP sein, aber so einige sind durchaus sinnvoll. Krampfadern gehören behandelt, solche Strümpfe sind eine massive beeinträchtigung der Lebensqualität. Wer das anders sieht, soll mal 4 Wochen mit welchen rumlaufen.

Besser sollten die KK mal darauf achten, daß nicht einem 95-jährigen, dessen Körper eh schon sagt: ´Laß mich sterben´ mal eben noch eine neue Lunge oder so verpasst wird. Oftmals wird der wahre Wille des Patienten bei solchen OP nichtmal ansatzweise erfragt oder der ´passende´ Wille durch psychologisch geschultes Personal erst herbeigelabert.
(Siehe Repo-Man)
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22.09.2011 12:18 Uhr von Nona
 
+1 | -1
 
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Für mich die lustigste News des Tages.

Solange man noch nicht chronisch krank ist, muss man denen doch ständig hinterher laufen, dass die dies oder jenes bezahlen.
Kuren werden z.B. oft abgelehnt. Unsere Kinderärztin meinte mal, dass nur etwa jede 4. beantragte Kur auch wirklich genehmigt wird. Die Ablehnung einer OP sollte wohl seltener der Fall sein.

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