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Oberammergau: Mitwirkende Kinder mussten kleine Gage fast ganz zurückgeben

Elf Kinder aus einem Heim hatten fast jeden Abend während der Passionsspiele in Oberammergau auf der Bühne mitgewirkt. Dafür bekamen sie ein kleine Gage. Diese müssen sie jetzt wegen einer gesetzlichen Vorschrift zu 75 Prozent an die Stadt München retour geben.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz schreibe es so vor, hieß es derweil von Seiten des Münchner Sozialreferat. Die betreffenden Heimkinder seien aus dem Marie-Mattfeld-Haus in Oberammergau, das unter der Kuratel der Stadt München steht.

Es stünde so im Gesetz, dass 75 Prozent der Einkommen von Kindern und Jugendlichen "als Kostenbeitrag für die Heimunterbringung" einzufordern sind. Die Enttäuschung der Kinder über diese Entscheidung ist nunmehr verständlicherweise groß. Der Förderverein des Kinderheimes ist entsetzt.


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WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Kind, Gage, Rückzahlung, Oberammergau
Quelle: www.infranken.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2011 15:34 Uhr von LuckyBull
 
+30 | -1
 
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Die Kinder hatten sich schon über die Anschaffung von beispielsweise eines Fahrrades oder eines PC gefreut. Jetzt müssen sie drei Viertel der erhaltenen Gelder wieder zurückgeben. Es handelt sich um 8.500 Euro insgesamt. Warum kann man da nicht mal eine Ausnahme machen?
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21.09.2011 15:40 Uhr von BoscoBender
 
+11 | -20
 
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Mir fällt auf das es immer Bayern ist: Was die restlichen Bundesbürger in jeglicher art verarscht...
Vielleicht irre ich mich aber es ist immer so das wenn ich eine news lese wo bürger von gross Konzernen und Medien verarscht werden steck immer Bayern dahinter...

Ausnahme machen die nicht weil diese Kinder von keinem Kardinal dort missbraucht worde...

[ nachträglich editiert von BoscoBender ]
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21.09.2011 15:50 Uhr von Noseman
 
+32 | -2
 
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Arme Kinder: sind in Deutschland nie etwas wert. Nicht nur Heimkinder.

Hartzkinder, die rechnerisch einen Essenssatz von 2, 65 € /Tag haben, werden die Geschenke der Großeltern angerechnet.

Geringverdiener, die Elternzeit machen, kriegen 300 €/Monat; Gutverdiener bis zu 1800 €. Und die damalige Sozialuschi hat das auch noich als Fortschritt verkauft, obwohl Geringverdiener jetzt diese Förderung zuvor bereits hatten, allerdings 24 Monate lang, nicht nur nunmehr 12-14.


Begründet wird die Umverteilung von unten nach oben damit, dass es zuwenig Akademikerkinder gäbe. Und dann rechnet sich das Familienministerium nachträglich eine dreiste Lügengeschichte zusammen:

In Wahrheit ist bisher nichts geschehen, was irgendwozu geholfen hätte; es ist alles trotz mehr Verwaltungskosten nur schlimmer geworden.
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21.09.2011 16:39 Uhr von Pils28
 
+20 | -2
 
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Ich würde dort mal meinen Abgeordneten: anschreiben, ob er dies richtig findet und diese Durchsetzung gutheißt. Politiker mögen es garnicht persönlich mit der von ihnen verzapften Sauce in Verbindung gebracht zu werden.
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21.09.2011 16:51 Uhr von NGC4755
 
+14 | -1
 
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Hätte man ihnen das vorher gesagt, dann hätten die da bistimmt nicht mitgemacht.
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21.09.2011 17:07 Uhr von denkzettel1
 
+18 | -1
 
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Gesetz ist Gesetz: Es trifft natürlich wie immer die falschen Leute - keine Frage. Aber wenn es dieses Gesetz nun einmal gibt, dass sich Kinder (!!!) zu 75% von ihren Einnahmen an den Kosten beteiligen müssen, dann ist das eben leider so.

Verstehen muss man das dennoch nicht!

Man sollte vielmehr hinterfragen, welche Lokalpolitiker (oder Landesgesetz in Bayern oder bundesweit?) das Ganze verzapft haben.

Denn die Kinder können ja wohl nichts dafür, dass Sie im Heim leben. Also warum verdonnert man nicht die Eltern, sich zu 100% an den Kosten zu beteiligen.
Sie haben es ja auch geschafft, Kinder in die Welt zu setzen...
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21.09.2011 19:05 Uhr von alter.mann
 
+11 | -0
 
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Der Förderverein des Kinderheimes ist entsetzt. ich auch.

"dass sich in Kürze Bürger, Firmen und Vereine aus der Region finden, die den Kindern die gewünschten Dinge schenken werden." - das bleibt zu hoffen. und obwohl ichs sicher nicht zu dicke habe: da würde ich mich gern beteiligen.

da fehlen mir echt die worte...
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21.09.2011 21:13 Uhr von CyG_Warrior
 
+4 | -0
 
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Mal gucken was der BM sagt Habe gerade mal dem Herrn Bürgermeister Nunn ´ne kleine Mail mit Bitte um Stellungnahme geschickt....bin ja mal neugierig, wie die Antwort ausfällt.

Wenn noch wer mailen will: arno@arno-nunn.de


Warri
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22.09.2011 07:18 Uhr von JesusSchmidt
 
+0 | -4
 
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@CyG_Warrior: warum sollte der dir antworten? ich würde dich an seiner stelle ignorieren.
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22.09.2011 10:27 Uhr von jo-82
 
+0 | -5
 
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Find ich gut. Das Leben ist kein Ponyhof, so lernen die Kids gleich mal wie es läuft.

Letztendlich landen von jedem Verdienst 90% beim Staat.
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22.09.2011 10:43 Uhr von Klecks13
 
+0 | -1
 
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@ CyG_Warrior: "bin ja mal neugierig, wie die Antwort ausfällt."

Ganz einfach: die wird ausfallen. :-/
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22.09.2011 15:14 Uhr von Agito
 
+1 | -0
 
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Meine Güte: wie kann man den nur so auf das Geld von ein paar Kinder versessen sein... Gesetz hin oder her die Kleinen haben wahrscheinlich genug Scheiße in ihren jungen Jahren erlebt und wollen sich vllt auch mal einen Wunsch erfüllen...Ausserdem nehmen die Politiker auch keine Rücksicht auf irgendwelche Gesetze... Und bei über eine halben Millionen Besucher fallen die paar Tausend € auch nicht weiter auf...
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22.09.2011 17:55 Uhr von jo-82
 
+2 | -0
 
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@RentnerSchreck. Nein. Kaffee.

Alles wird doppelt und dreifach besteuert, letztlich landet alles beim Staat.
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23.09.2011 11:08 Uhr von Loxy
 
+2 | -1
 
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Verdständlich bei dem heruntergekommenen Stadtbild von München, dem weltgrößten Saufgelage was da jährlich stattfindet und den Einwohnern, von denen ein Großteil kaum richtig Deutsch sprechen kann. Da ist jeder gefordert seinen Teil beizutragen diesen Armuts- und Schandfleck von einer Stadt nach Kräften zu unterstützen. Auch scheinbar mittellose Heimkinder können nicht einfach prassen, während die Münchener Schickeria am verknautschten Hungertuch nuckeln muss.

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