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Erfolgreich telefoniert: Athen darf auf weitere acht Milliarden Euro Hilfe hoffen

Aufgrund "guter Fortschritte" am Telefon dürfen die Hellenen auf die Zuteilung der nächsten acht Milliarden Euro aus dem ersten Hilfsfond für Griechenland hoffen. EU-Kommission, EZB, IWF zeigten sich zufrieden mit den Ankündigungen des griechischen Finanzministers Venizelos.

Derweil setzt die Regierung Papandreou für Mittwoch eine Sondersitzung des Kabinetts an, um geeignete Maßnahmen zwecks Reduktion des Staatsdefizites zu erörtern. Erst Anfang September verließen Gesandte der Troika das Land, da Athen seine Sparvorgaben eigentlich deutlich verfehlt hatte.

Die griechische Regierung stellt diesmal, so glauben hellenische Gewerkschaften, eine mögliche Reduzierung der Anzahl seiner zahlreichen Staatsdiener sowie Renteneinschnitte in Aussicht.


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WebReporter: Baron-Muenchhausen
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Wirtschaft, Griechenland, Hilfe, Athen
Quelle: www.spiegel.de
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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2011 09:02 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+10 | -1
 
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Amüsant: Das Wallstreet-Journal wusste die frohe Kunde von frischen Milliarden schon am 13. September zu berichten und berief sich ihrerseits auf interne Infos aus dem IWF.

Der Dammbruch erfolgte am 7. Mai 2010. Seitdem sind die Kernländer erpressbar. Zur Freude der Banken.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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21.09.2011 10:27 Uhr von Abdul_Tequilla
 
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21.09.2011 10:33 Uhr von Acun87
 
+10 | -2
 
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jaaa: überschüttet sie ständig mit unseren geldern.

jeder mit einem halbwegs normalen verstand kann erkennen, dass die insolvenz dieses staates beschlossene sache ist.

wieso werden griechenland immer und immer wieder millardenschwere hilfspakete gewährt. das geld kriegen wir nie wieder zurück
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21.09.2011 10:44 Uhr von Urrn
 
+2 | -10
 
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@Abdul_Tequilla: Vernünftigster Beitrag zu diesem Thema seit langem.
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21.09.2011 10:46 Uhr von Aggronaut
 
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@Abdul_Tequilla: mag sein das du wie die made im speck lebst, aber ein grosser teil der deutschen muss mittlerweile monat für monat dank dumping lohn um seine existenz kämpfen.
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21.09.2011 11:35 Uhr von ivi01
 
+1 | -2
 
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Super ganz großes Kino: Es reicht langsamm echt ey, und wer Hilft uns? keiner !!!
unsere Politiker schmeißen unser Geld aus dem Fenster und erwarten von uns das wir die Steuerzahler das schon wieder hin bekommen, wurden wir gefragt? .Wenn ich jemanden Geld wech nehme dann habe ich ihm das Keklaut, wenn unsere Politiker das machen ist das in Ordnung? das kann es nicht mehr sein. Ein alleinerziehender Vater oder Mutter haben Mehrere Jobs um ihre kinder zu ernähren zu können damit sie nicht vom Amt leben müssen, andere die keine Kinder haben müssen es genauso machen weil das Geld nicht mehr reicht 1-2 jobs sind doch schon fast normal geworden ABER unsere Politiker scheint das scheiß egal zu sein, in meinen Augen sind das alles Verbrecher !!! ich frage mich wie lange das noch gut geht das sie uns ausbeuten.
Wer Rechtschreibfehler findet darf se Behalten.

[ nachträglich editiert von ivi01 ]
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21.09.2011 11:40 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+6 | -3
 
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@Abdul_Tequilla - Teil 1: Solche Beiträge, 1:1 unkritisch aus der Sammlung der Gehirnwäsche-Endloskassetten der Regierung und Hofpresse übernommen, "liebe" ich. Wo hat denn der Bundesbürger "am meisten vom Euro profitiert"?? Nenne doch mal ein konkretes Beispiel! Dein Fehler fängt doch schon da an, wo Du behauptest "wir", sprich mit dem allerersten Wort.

Unterscheide endlich zwischen "Export-Industriellen", ihren Finanziers, Großaktionären und Vermögenden auf der einen Seite und Exportarbeitern bzw. den Beschäftigten in Deutschland auf der anderen Seite. Geld kennt keine nationalen Eitelkeiten.

Ich bin mittlerweile müde, all die Grafiken etc... wieder und wieder zu bemühen, die Dir aufweisen, wie sehr die Menschen hierzulande mit dem Euro verloren haben:

Mit den Real(!)löhnen ging es laut Hans-Böckler-Stifftung seit Euro-Einführung um -4,5 Prozent bergab, bei Niedriglöhnern gar um 22%, bei den Griechen war es ein Plus von Realplus von satten 40% !.

Im Vergleich des Wirtschaftswachstums belegt Deutschland zusammen mit Italien seit Gründung der Eurozone die letzten Plätze. Wachstumssieger waren auch hier Griechenland und Irland - mit mehr als 3x soviel Wachstum.

Mit dem Konsum ging es in Deutschland seit 1998 um sieben Prozent (siehe http://is.gd/...) bergab.

Auf der anderen Seite entsteht hierzulande ein Flaschensammler-Paradies – die nationale Währung ist hoffnungslos unterbewertet, wodurch zunehmend Inflation importiert wird. (Der Außenwert des Euros verliert immer deutlicher ggü. vielen anderen internationalen Währungen, selbst gegen den Dollar).

Ignorierst Du diese wesentlichen Faktoren einfach?

Und das, bevor der Euro jetzt erst richtig "zuschlägt". Denn bislang wurde von hiesigen Industriellen in eine riesige Blase hinein-exportiert, haben ihre Finanziers (Banken) sich an Luftbuchungen satt provisioniert. Die Rechnung geht nun zurück an den Absender bzw. an seine Dumpinglohn-Knechte, den hiesigen Steuerzahler.

Von 2000-2008 flossen über 2/3 aller Erparnisse (1 Billionen Euro von 1,62 Billionen) Deutschlands ins Ausland, ein Großteil davon in die vermeintlich zinsträchtigeren (Subprime-) Staaten der südlichen Euro-Peripherie. Grund: Hier wurde "Wachstum" auf Pump finanziert, z. B. wurde in Spanien eine gigantische Inmobilenblase gezüchtet, die Privatverschuldung nahm auf über 200% des BIPs zu. Diese Geldern fehlten hierzulande für Investitionen – entsprechend trübe sieht der Binnenmarkt und der "Fortschritt" in Deutschland aus. 800 Milliarden der genannten 1 Billionen flossen auf diese Weise in einen anonymen Kapitalmarkt, Um diese Gelder geht es jetzt bei den "Rettungsbemühungen" - die in erster Linie den Kapitalexporteuren - sprich den hiesigen Banken geht.
Doch solche Überlegungen kommen in Deiner Rechnung überhaupt nicht vor – stattdessen eine Pauschal-Endloskassette, die keinem Beweis standhält.
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21.09.2011 11:41 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
+4 | -2
 
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@Abdul_Tequilla - Teil 2, @Aggronaut: Im Zuge der Schuldenbremse wird die Schuldenblase, die der Euro erzeugt hat, diesem Land, welches ohnehin schon zum Flaschensammler-Paradies verkommen ist, den Restsozialstaat kosten. Und bei den Renten kalkuliert man neuerdings mit einem Eintrittsalter von 69 Jahren, knapp an der Grenze zum statistischen Sterbealter eines männlichen Arbeiters in Deutschland. Auch hier gilt wieder: Warum sollen hiesige Bürger "am meisten profitieren", wenn man genau weiß, dass der Franzose nebenan mit 60 (erst ab 2018 mit 62) in die Rente geht - und das mit durchschnittlich 50% höheren Bezügen?

Nur wenige Prozent hierzulande dürfen sich als "Euro-Gewinner" bezeichnen, dazu gehören 95% der Deutschen nicht.
Ihre Bilanzprofite werden im wesentlichen auf dem Rücken von Lohn-, Sozial - und Rentendumping (Agenda 2010) – euphemistisch mit "gestiegener Wettbewerbsfähigkeit" umschrieben – generiert, sowie im Vertrauen darauf, dass diese Blase am Ende durch den hiesigen Steuerzahler, die am Ende des Ponzi-Systems als Kugelfang fest einkalkuliert wurden, sozialisiert wid. Im Übrigen wurden die Verteilungsspielräume der Wirtschaft nie effektiv an die Belegschaft weitergegeben – man blieb stets unter der Inflationsquote. Und hier ist der große Unterschied zum DM: Früher gab es Löhne über der Inflation – seit dem Euro gilt zumindest für den Deutschen das umgekehrte.

45% Prozent aller Vorprodukte für den hiesigen Export werden im Übrigen importiert, was den Vorteil eines Euros - dessen Außenwert durch schwache Wirtschaften im Süden künstlich gedrückt wird (ca. 30%), relativiert. Kurzfristige "Währungsschwankungen" konnten schon vorher relativ einfach versichert werden - wodurch sich auch diese Pseudo-Argument erledigt.

Fakt ist, der Euro hat die hiesigen Bürger um ihre "Rendite" an der "Volksaktie" DM gebracht, zu erkennen daran, dass uns heute auf der Autobahn mehr Urlauber aus Südeuropa entgegenkommen als umgekehrt sich hierzulande Menschen noch ausgedehnte Urlaube im Ausland leisten können.

Der Euro verhalf vor allem der Agenda 2010 zum Erfolg, indem der Süden nun seine Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr über die Währung anpassen konnte. Denn dieser wichige Mechanismus schützte zuvor die Menschen in Deutschland vor Ausbeutung, indem Lohn-, Sozial- und Rentendumping dadurch wertlos wurde.

Durch Kursanpassungen der unterschiedlichen Währungen in Europa wurde die Arbeitseffektivität- und Qualität hiesiger Bürger übern den Außenwert der nationalen Währung gewürdigt – sprich "Produktivität" verglichen und gerecht bewertet. Eine Folge: Importe, Urlaube etc... für hiesige Konsumenten stets billiger.

Unternehmer reiben sich heute die Hände, da der Verdienst – welcher früher den Arbeitern für ihre gewissenhafte Arbeit zukam – in ihren Taschen verschwindet. Lohndumping hätte ohne Euro nicht funktioniert, wie heute auch die FTD wieder freizügig zugibt: http://www.ftd.de/...

@Aggronaut
Traurig, wenn man da auch noch unkritisch zustimmt.

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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21.09.2011 11:51 Uhr von Major_Sepp
 
+2 | -2
 
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Als: ich den Titel gelesen habe, dachte ich spontan:

"Jetzt müssen wir auch noch deren Telefonrechnung bezahlen" ^^

Zum eigentlichen Thema habe ich schon alles gesagt, und wer will sich so kurz vorm Mittagessen schon aufregen...
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21.09.2011 12:30 Uhr von verni
 
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Zu geil: da ist ein Land so krass pleite dass es niemals wieder aus seiner Schuld herauskommen wird und während dieser Effekt längst auf andere Länder übergegriffen hat, pumpt man hier weiter Geld ins Nichts welches ohnehin keinen Pfifferling mehr wert ist. Was wir hier momentan erleben und die kommenden 2-3 Jahre, wird in zukünftigen Geschichtsbüchern stehen und unsere Kinder oder Enkel werden uns später fragen: "Das ist doch schon 2-3 mal vorher genau so passiert, wusstet ihr das nicht?"
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21.09.2011 12:39 Uhr von Baron-Muenchhausen
 
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@Abdul_Tequila im Übrigen gipfeln die Nachteile des Euros für hiesige Lohnbeschäftigte nun darin, dass sich der Süden den Verlust seiner Wettbewerbsfähigkeit fortan über Transferzahlungen bezahlen lässt, da man sich hierzulande beharrlich weigert, die Arbeiter gerecht zu entlohnen.

Doch auch das kann Export-Industrielle und ihre Finanziers nur freuen - denn ihnen ist es nicht nur wurscht, wer ihre Rechnungen bezahlt, sondern sie wissen genau, dass ein Großteil ihrer Forderungen in dem existierendem Blasensystem überhaupt nicht realisierbar sind bzw. die Eurozone in dem Moment, wo die Kosten und Risiken für das Euro-System an die Profiteure (sprich die Verursacher – nämlich sie selbst) weitergereicht würden, augenblicklich auseinanderbräche. Das ganze bleibt nur ein lukratives Geschäft, indem Gewinne privatisiert werden, Kosten jedoch durch den Steuerzahler sozialisiert – sprich subventioniert - werden. Eine riesige Umverteilung-Veranstaltung das ganze.

Folgelogisch erklärt man also fortan hiesigen Bürgern, man agiere "solidarisch", wenn die Herstellungskosten für ein deutsches Kraftwerk in Sizilien, Deutsche U-Boote an Athen oder eine Flughafen-Abfertigungshalle made by Siemens in Kreta künftig hiesigen Bürgern in Rechnung gestellt werden.
Nach der Devise: Kann der Süden unsere Exporte nicht mehr bezahlen, kassieren wir eben hiesige ohnehin lohngedumpte Lohnbeschäftigte ein zweites mal ab - das versteht die Wirtschaft unter "Solidarität". Zu nichts anderem dient nun fortan die angestrebte Fiskalunion – dann hätte die Wirtschaft ihre heiß ersehnte gemeinsame Steuerkasse, aus denen ihre Exporte bedient werden könnten, aber gleichzeitig weiterhin ungleiche Sozialstandards – sprich Wettbewerbsverzerrungen.
Angesichts der enormen Differenzen hinsichtlich Lebenshaltungskosten, Mieten, Eigentumsquote etc... über die Eurozone hinweg betrachtet ein riesiger Nachteil für hiesige Arbeitnehmer.
Die jetztige Show auf ein Drängen, die Südländer mögen "wettbewerbsfähiger" werden, ist eine öffentlich inszenierte Farce, damit in Deutschland medial davon abgelenkt werden kann, was tatsächlich im Gange ist.

Darüberhinaus scheint das Engagement hiesiger Firmen und Bankern für den Euro, den man doch für so überlebensnotwendig erachtet , sehr begrenzt: Wirtschaft und Banken weigern sich beharrlich, an den Kosten dieses Sytems – sprich der Eurozonen-Schuldenpleite – beteiligt zu werden. Siehe: http://www.sueddeutsche.de/... Die Kosten werden einseitig auf die Steuerzahler abgewälzt.

Selbst die angebliche Bankenbeteiligung (...die sich in Wahrheit wertlose Anleihen noch einmal versilbern lässt...) könnte "der geplante Anleihentausch sogar extrem lukrativ" sein (Zitat siehe Spiegel: http://www.spiegel.de/...). Das alles ist eine extreme Betrugsnummer.

Apropos "Solidarität" – nur mal als kleine Zusatzinfo: Das umgekehrt hiesigen Bürgern, die sich mit Auswanderungsabsichten befassen, teilweise riesige Hürden in den Empfängerländern entgegengestellt werden, ist noch ein anderes Thema. Ein typisches Beispiel: Italien beschloss kürzlich, dass Pachtverträge für die Nutzung von Strandabschnitten auf bis zu 100 Jahre verlängert werden können - offenbar um seine Bürger vor "zuviel" Europa zu schützen. Da wird kaum Platz für ein Liegestuhlverleiher aus Germania bleiben.... Die reale Solidarität in Europa ist leider ein sehr relativer Begriff, was auch an vielen hübschen Plakaten der Bürger, die sich in Südeuropa zurecht gegen "ihre" Agenda 2010 wehren, verdeutlicht...

[ nachträglich editiert von Baron-Muenchhausen ]
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21.09.2011 15:38 Uhr von Urrn
 
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@baron-Muenchhausen: TL;DR

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