21.09.11 06:08 Uhr
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Voller Kalender, leeres Konto: Junge Psychologen demonstrieren in Berlin

20.000 bis 30.000 Euro kostet die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten. Wenn man Pech hat, verdient man während der Ausbildung gerade mal 160 Euro im Monat - für eine 30-Stunden-Woche wohlgemerkt. Dagegen protestierten heute junge Psychologen und Therapeuten in Berlin.

Viel Verantwortung liegt auf den jungen Menschen im Psychiatriejahr: Diagnosen, Gespräche und Sitzungen sollen die Ausbildung abschließen, doch zumutbar sind diese Zustände keineswegs, so die Demonstranten. Die gleiche Arbeit, wie ein fertiger Psychologe, nur ein Bruchteil des Geldes.

Ein Diplom-Psychologe der Uni Jena, Bernhard Strauss, hatte eine eigene Studie erstellt. Das Ergebnis: Die Hälfte der Psychotherapeuten in Ausbildung erhalten gar keine Vergütung, müssen jedoch Gebühren bezahlen und tragen sehr viel Verantwortung. Ein großer Misstand.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Berlin, Junge, Konto, Kalender, Psychologe
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.09.2011 06:08 Uhr von FrankaFra
 
+11 | -4
 
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Ungerechtigkeit:

Zunächst studiert man heutzutage 6 Semester den Bachelor, dann nochmal 4 Semester Master.

Dann kommen noch 3 Jahre Ausbildung hinzu.

8 Jahre ohne Einkommen, jedoch mit massiven Belastungen. Wer durch Umstände kein BAföG bekommt, hat ein Problem, die 20000- 30000 Euro für die Therapieausbildung, ohne die eine selbstständige. praktische Tätigkeit nur als Heilpraktiker ohne Kassenzulassung möglich ist, ganz zu schweigen.

Und dann wundern, warum Therapieplätze fehlen. ;)
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21.09.2011 07:51 Uhr von JesusSchmidt
 
+7 | -2
 
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unglaublich! berufsausbildung nach abgeschlossenem studium?!
das studium IST doch die berufsausbildung?!

in allen anderen mir bekannten berufen wird man nach abgeschlossenem studium eigentlich maximal noch eingearbeitet. zu vollem gehalt.
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21.09.2011 08:10 Uhr von FrankaFra
 
+3 | -1
 
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Naja, Die Ausbildung zum Kinder- und Jugendtherapeuten kann man schon nach dem Bachelor machen.

Und ich dachte vorher immer, man muss für Kinder viel mehr draufhaben, weil die ja nicht so einfach ihre Probleme beschreiben können und man behutsamer vorgehen sollte. Da lag ich falsch.
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21.09.2011 08:42 Uhr von Flugrost
 
+1 | -0
 
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@Jesus Schmidt: In allen therapeutisch tätigen Berufen erfolgt nach dem abgeschlossenen Studium erst die Spezialisierung auf den eigenen Fachbereich, z.B Facharztausbildung/Weiterbildung.

Die Wissensbasis in der Medizin ist mittlerweile derartig breit und komplex, daß 5 Jahre Studium einfach nicht mehr ausreichen. Und gerade der Bereich der Psyche fordert mehr Wissen und körperlichen und finanziellen Einsatz als die meisten anderen Bereiche.

/iro on
"Schuld" ist der (psychisch) kranke Mensch, der allen Ernstes erwartet, daß er nach dem neuesten Wissen behandelt wird.
/iro off

[ nachträglich editiert von Flugrost ]
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21.09.2011 10:27 Uhr von kotffluegel
 
+1 | -0
 
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es kommt auf den träger an: also eine therapeutin meinte mal zu mir, wenn man einen guten träger hat für die therapeuten ausbildung kann man sogar mit plus aus der sache rausgehen.. dass man quasi die 30.000 euro durch therapiestunden die man schon während der ausbildung gibt verrechnen kann...

und es ist ja nicht so, dass die therapeuten ausbilung 5-6 tage die woche 8 h am tag geht... die ist ja berufsbegleitend nach dem studium... also kann ich das kaum nachvollziehen
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21.09.2011 10:34 Uhr von Cataclysm
 
+1 | -5
 
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jammern auf hohem niveau: 1. lehrjahre sind keine herrenjahre , und dieser beruf ist nunmal nicht in 3 1/2 jahren zu lernen.
wer weniger tun und schneller /mehr verdienen will, sollte den beruf besser aussuchen.

2. man kann durchaus dafür sorgen, auch wärend der ausbildung zu geld zu kommen, damit die schulden garnicht erst so hoch werden.

3. da wird von unzumutbarer arbeit gesprochen: unverschämt?ne ahnung,was unzumutbare arbeit ist?wohl eher nicht.

man muss mal bedenken, wie hoch hinterher das einkommen ist, wie gut die verdienstmöglichkeiten.
schonmal wer ne ausbildung zur/zum erzieher(in) gemacht..die darf man komplett selber finanzieren und man verdient NIX..auch NACH der ausbildung usw nicht....

es sind immer die selben , die jammern und von "unzumutbar" reden...kotzen mich an solche leute.
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21.09.2011 12:02 Uhr von kulifumpen
 
+1 | -1
 
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Jammern auf hohem Niveau!

Wenn ich sehe was einige Therapeuten pro Sitzung für bestimmte Dinge nehmen, kann man so etwas locker mit einem Darlehen gegenfinanzieren...aber klar, jeder will ja sofort 50k€ pro Jahr einkommen haben....so ein Käse...
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22.10.2011 11:34 Uhr von exekutive
 
+1 | -0
 
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@Cataclysm: ach komm und tu mal nicht so scheinheilig.. wette das du in gleicher situation ebenfalls überfordert wärst.. aber wahrscheinlich gehörst du zu jener fraktion die eh alles in den a geblasen bekommen haben und daher von der realen welt da draußen überhaupt keine ahnung haben und sich daher von menschen aus der realen welt angekotzt und belässtigt fühlen..

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