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USA: Letzte Chancen schwinden - Keine Begnadigung für Todeskandidaten Troy Davis

Am Dienstag entschied sich der Begnadigungsausschuss in Atlanta gegen eine Begnadigung des 42-Jährigen zum Tode verurteilten Amerikaners Troy Davis. Zuvor hatte der Ausschuss ein letztes Mal seine Unterstützer wie seine Ankläger gehört. Der Staat Georgia blieb jedoch bei seinem Urteil.

Wegen Mordes an einem Polizisten wurde Davis trotz mangelnder Beweislage 1991 zum Tod verurteilt. Die Zeugenaussagen eines Mannes, welcher damals selbst unter Mordverdacht stand, dienten als Hauptgründe für die Verurteilung.

Bereits dreimal stand Davis in den letzten 20 Jahren vor seiner Exekution, welche jedoch immer aufgeschoben werden konnte. Diesmal blieb das Gericht, trotz einer eingereichten Petition, welche von 660.000 Menschen unterschrieben wurde, hart. Das Urteil soll am Mittwoch vollstreckt werden.


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WebReporter: flep
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gnade, Begnadigung, Georgia, Todeskandidat, Troy Davis
Quelle: www.spiegel.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2011 18:29 Uhr von flep
 
+7 | -1
 
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Auf jeden Fall einer der Gründe wieso die Todesstrafe mal überdacht werden sollte. Wieder wird sinnlos ein Leben ausgelöscht. Ob schuldig oder nicht kann ich nicht beurteilen, die die es können, haben aber wie es scheint bereits versagt.
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20.09.2011 20:06 Uhr von Jaecko
 
+2 | -1
 
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Alles klar. "trotz mangelnder Beweislage"
Das Neandertal hat mal wieder gesprochen.
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20.09.2011 23:04 Uhr von ChampS
 
+3 | -0
 
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die usa hat angst: die haben nur angst das zuviel zweifel an der todesttrafe geschürt werden, die wollen das nun durchziehn um ihren bürgern zu zeigen wie stark der staat noch ist, und das sie durchgreifen.

2 zeugen und keine beweise, toll welch faire prozesse man in den usa bekommt....
mittelalter !

ist einfach nur erschreckend.
die sollten ihr eigenes rechtssystem überarbeiten anstatt in andere länder einzufallen...
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21.09.2011 05:48 Uhr von KamalaKurt
 
+2 | -2
 
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@champs und @bejaminx von mir 100 plus.

der beitrag von benjaminx ist ja erschreckend. da werden tatsachen, die eine schuld entlasten einfach unter den teppich gekehrt.

meiner meinung nach machen sich die menschen in dem begnadigunsausschuss selbst zu mördern. deshalb weg mit der todesstrafe. es muss ja einen menschen, der 20 jahre in einer todeszelle sitzt und jeden tag auf den tag x wartet wahnsinnig machen. wie grausam kann doch nur der mensch sein.
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21.09.2011 09:58 Uhr von kxell2001
 
+1 | -0
 
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Nicht auszudenken falls es sich später herausstellen sollte, dass Troy Davis unschuldig war...... Dann hätte er (a) ca. 20 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen und noch schlimmer (b) unschuldig exekutiert.....

Bei der Fehlerquote im amerikanischen Rechtssystem .......

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