20.09.11 12:20 Uhr
 468
 

Ungarn unternimmt erste Maßnahmen zur Entmachtung der Banken

Der ungarische Premier Viktor Orbán ist der Meinung, dass durch eine "Ära der Banker" sowohl Europa als auch Ungarn ruiniert worden sind. Diese Ära soll nun beendet werden und es wurden bereits einige Maßnahmen getroffen um die Situation in Ungarn in den Griff zu bekommen.

Nach Angaben von Orbán seien kleine Bankkunden durch Devisenkredite ausgetrickst worden. Diese wurden ihnen schutzlos aufgebürdet. Die Banken hingegen konnten sich Geld leihen ohne die Risiken tragen zu müssen. Die Kreditinstitute warnte er vor Kritik und einer Entmachtung in anderen Euroländern.

Ungarn hat seine Wechselkursbedingungen so geändert, dass die Rückzahlung nach festen Klauseln vorzeitig möglich wird. Fremdwährungskredite müssten nicht mehr zwangsweise durch Forint-Kredite ausgeglichen werden. Die Wirtschaft soll auf ein leistungsbasiertes System umgestellt werden.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Regierung, Ungarn, Ära, Entmachtung
Quelle: diepresse.com

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Moschee-Anschlag in Dresden: Pegida-Redner festgenommen
Barbaren!: Rechter Deutscher fickt Kinder und verkauft sie an Männer,.,
Niederlande: Gericht spricht Geert Wilders schuldig - aber keine Strafe

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
20.09.2011 12:36 Uhr von memo81
 
+15 | -2
 
ANZEIGEN
Daumen hoch! So Frau Merkel, Sie sind dran.

"Trauen Sie sich doch mal, sich vor Herrn Josef Ackermann zu stellen und sagen Sie "Wir machen das jetzt anders!""

Zitat Gregor Gysi.

Aber hauptsache ne Party für den Ackermann im Bundestag schmeißen (letztes Jahr)!
Kommentar ansehen
20.09.2011 13:31 Uhr von stitch
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Gleichzeitig sollte man sich mal überlegen was die Ungarn da wirklich gemacht haben.
Als ausländischer Investor wäre ich jedenfalls jetzt sehr vorsichtig, nochmal Geld in Ungarn zu investieren. Ein solche Gesetz für die Zukunft zu verabschieden ist ja nicht verkehrt, aber damit bereits vergangene und kalkulierte Geschäfte zunichte zu machen fließt nicht gerade als vertrauensbildende Maßnahme in die Geschichte ein.
Kommentar ansehen
20.09.2011 13:45 Uhr von Loxy
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Klar Orban lässt sich in seinen Machtfantasien weder vom gemeinen Bürger, noch von den Banken die Butter vom Brot nehmen. Einen wie ihn schätze ich auch so ein, dass er sich vor einem solchen Schritt der Unterstützung mächtiger Verbündeter versichert hat (Russland, China
???).

[ nachträglich editiert von Loxy ]
Kommentar ansehen
20.09.2011 13:58 Uhr von artefaktum
 
+5 | -1
 
ANZEIGEN
Politik muss halt auch einmal Mut zeigen.

Sobald ein Land mal den Mut fasst, den Banken ganz klare Grenzen zu setzen müssen dann natürlich auch die schlimmen Folgen kommen, die die Banken immer androhen. Wenn die dann ausbleiben, ist es mit den Erpressungspotential vorbei. Und das wird den Banken bestimmt nicht passen.

P.S.: News ist übrigens super geschrieben!

[ nachträglich editiert von artefaktum ]
Kommentar ansehen
20.09.2011 15:06 Uhr von stitch
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
Außerdem ist die News falsch wiedergegeben. Vergleiche den letzten Absatz mit der Originalquelle.
Dort steht:

"...dass die Regierung den Banken nicht die Verpflichtung auferlege, ihren Kunden Forint-Kredite zu gewähren, um die Fremdwährungsdarlehen zurückzuzahlen."

und

"...habe die ungarische Regierung einige neue Maßnahmen eingeführt, etwa die Fixierung von Wechselkursen für die Rückzahlung von Fremdwährungskrediten und die Möglichkeit einer vorzeitigen Kredittilgung."

Ich glaube also, der News-Schreiber hat die Nachricht nur eingeschränkt verstanden und deshalb falsch wiedergegeben.

[ nachträglich editiert von stitch ]
Kommentar ansehen
20.09.2011 16:19 Uhr von Teffteff
 
+2 | -0
 
ANZEIGEN
@stitch: Also einer von uns Beiden steht auf´m Schlauch.
Ich bin der Meinung ich habe alles richtig interpretiert.

Aus der Quelle:
"Zudem bemerkte er auch, dass die Regierung den Banken nicht die Verpflichtung auferlege, ihren Kunden Forint-Kredite zu gewähren, um die Fremdwährungsdarlehen zurückzuzahlen."
Daraus wird bei mir kurz und knapp:
"Fremdwährungskredite müssten nicht mehr zwangsweise durch Forint-Kredite ausgeglichen werden."

Ich glaube dem ist nichts hinzuzufügen. Der Satz erklärt den gleichen Inhalt, nämlich dass nicht mehr der Zwang der Banken besteht ihre Kredite, welche in anderen Währungen aufgenommen worden in selbst ausgegebene Kredite in Landeswährung umzuwandeln.

Dein zweites Beispiel ist das gleiche in Grün. Aus dem kompliziert erklärten in der Quelle:
"...etwa die Fixierung von Wechselkursen für die Rückzahlung von Fremdwährungskrediten und die Möglichkeit einer vorzeitigen Kredittilgung."

wird bei mir:
"Ungarn hat seine Wechselkursbedingungen so geändert, dass die Rückzahlung nach festen Klauseln vorzeitig möglich wird."

Also es wurden feste Wechselkursbedingungen geschaffen, zu denen eine vorzeitige Tilgung ausländischer Kredite möglich wird.
Damit soll wahrscheinlich verhindert werden, dass sich die Tilgungskredite zum Nachteil Ungarns verändern, nachdem finanzpolitische Reformen beschlossen wurden.

Ich denke meine Sätze enthalten den gleichen Sinn in kurzer Form, ohne die Sache zu kompliziert zu machen oder erklärend zu sein.

Was habe ich da falsch wiedergegeben? Kannst mich ja mal aufklären.
Kommentar ansehen
20.09.2011 16:44 Uhr von stitch
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
@teffteff: Zu Punkt 1:
Das kleine Wort "mehr" in deiner Interpretation macht den großen Unterschied. Es war auch vorher schon nicht so, daß die Fremdwährungskredite zwangsweise in Forinth-Krediten ausgeglichen werden mussten.

Zur Sache: Dies bedeutet, daß die ausländischen Banken nicht dazu verpflichtet sind, ihren Kunden Kredite in Forinth zum ablösen der Fremdwährungskredite zu gewähren. Der Effekt wird sein, daß sich die Kunden diese Kredite (sofern möglich) bei inländischen Banken besorgen, die durch ein Angebot von Kreditzinsen unterhalb der Währungsdifferenz den Gewinn in ihre eigen Kasse schaufeln. Dem Kunden kommt das also gar nicht zugute, nur anderen Banken.

Zu Punkt 2:
Die Fixierung der Wechselkurse für die Rückzahlung der Fremdwährungskredite hat nichts mit der vorzeitigen Tilgung zu tun. Es wurde eine Fixierung der Wechselkurse (Änderung der Wechselkursbedingungen) UND die Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung beschlossen. In der Quelle wird auch wörtlich von "...einigen neuen Maßnahmen, etwa die Fixierung von Wechselkursen und..." gesprochen.

Alles klar?
Kommentar ansehen
20.09.2011 17:23 Uhr von Teffteff
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@stitch: O.k. Das verstehe ich ja alles. Mag sein dass meine News da unvollständig ist, aber das wichtigste ist doch enthalten, was in 3 kleinen Absätzen Platz findet. Denn:
Es steht ja nirgends in der Quelle, dass es auch schon vorher keine Verpflichtung zur Kreditumwandlung gab. Somit konnte ich mich nur an die News halten.
Zumindest kann ich keine Fehlinterpretation der Quelle entdecken.
Kommentar ansehen
21.09.2011 09:09 Uhr von stitch
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@teffteff: DOch, es steht in der Quelle, daß es vorher keine Verpflichtung gab. Und zwar in dem Teil, den du zitiert hast. Hätte es vorher eine Verpflichtung hierzu gegeben, dann hätte die Regierung unmöglich sagen können, daß sie den Banken ja keine Verpflichtung auferlegt hätte. Sie hätte vielmehr davon reden müssen, daß sie die Verpflichtung zurückgenommen hat.
Und das wichtigste ist m.E. nicht enthalten, wenn die Quelle falsch wiedergegeben ist.
Kommentar ansehen
21.09.2011 09:24 Uhr von Teffteff
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@stitch: Sorry, ich habe nicht erwähnt, dass es vorher keine Verpflichtung gab weil es irrelevant ist. Ich habe einfach nur diesen Satz aus der Quelle zusammengefasst: "Zudem bemerkte er auch, dass die Regierung den Banken nicht die Verpflichtung auferlege, ihren Kunden Forint-Kredite zu gewähren, um die Fremdwährungsdarlehen zurückzuzahlen."

Der bedeutet eindeutig, dass Orban den Banken keine Verpflichtung zur Umwandlung in Forint-Krediten auferlegt. Da steht nix davon, dass es vorher schon keine Verpflichtung dazu gab. Ich habe weder geschrieben, dass es vorher schon diese Verpflichtung gab, noch dass es sie nicht gab. Zeig mir doch bitte die Textpassage wo das stehen soll. Das interpretierst Du da hinein. Ich kann mich aber nur an die Quelle halten und die ist wahrheitsgetreu wiedergegeben.

Ich will nicht klugscheißen und ich bin immer bereit eine News abändern zu lassen, wenn Fehler darin sind. Aber so wie ich das sehe soll Deine Interpretation eines Satzes, der so garnicht in der Quelle steht, in der News erscheinen.

[ nachträglich editiert von Teffteff ]
Kommentar ansehen
21.09.2011 09:39 Uhr von stitch
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
teffteff: Ich will hier auch nicht klugscheißen, aber erstens ist es äußerst relevant, ob es diese Verpflichtung vorher schon gab oder nicht (wirtschaftlich und für dieses ganze Konstrukt hat es sogar eine existenzielle Bedeutung) und zweitens geht es eindeutig aus der Quelle hervor. Es geht hier also nicht um meine Interpretation sondern um klare Fakten, die du verdreht hast.

Zur Erklärung:
Wäre es vorher für die Banken verpflichtend gewesen, Kredite in Forinth zu gewähren um gewährte Kredite in Fremdwährungen zu tilgen, dann hätten diese Banken auf gar keinen Fall Kredite in Fremdwährungen an Privatpersonen ausgegeben weil sie das Kursrisiko weiterhin behalten hätten. Nur um dieses Kursrisiko zu umgehen und ihren Gewinn statt über die Kreditzinsen über den Wechselkurs zu machen haben die Banken überhaupt Kredite in Fremdwährungen an Privatpersonen ausgegeben.

Refresh |<-- <-   1-11/11   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Moschee-Anschlag in Dresden: Pegida-Redner festgenommen
One Finger Challenge - die besten Nacktbilder aus dem Nackttrend
Lettland: Sex am Freiheitsdenkmal - Touristenpaar muss 250 Euro Bußgeld zahlen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?