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20.09.11 10:58 Uhr
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Griechenland plant Volksentscheid über Ausstieg aus der Euro-Zone

Einem Medienbericht zufolge soll der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou einen Volksentscheid über Ausstieg oder Verbleib in der Eurozone planen. Er möchte damit Rückendeckung für seine Sparprogramme erhalten. Bislang wurde ein solches Referendum strikt abgelehnt.

Nach Angaben der Zeitung "Kathimerini" bereitet Griechenland bereits eine Gesetzesänderung vor, die einen Volksentscheid über die Eurofrage ermöglichen soll. Papandreou reagiert mit seinem Vorstoß auf die anhaltenden Proteste durch Demonstranten und von Gläubigern.

Nachdem die Delegation der sogenannten "Troika" aus EZB, IWF und EU in der letzten Woche wegen Unstimmigkeiten kurzfristig abreiste, sei die gestrige Telefonkonferenz mit der griechischen Regierung "substanziell und produktiv" abgelaufen. Demnach sei Griechenland zu weiteren Sparmaßnahmen bereit.


WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Politik / Ausland
Schlagworte: Euro, Griechenland, Ausstieg, Volksentscheid, Euro-Zone
Quelle: www.welt.de
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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen Das wäre schlimm   
 
+6 | -3
 
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20.09.2011 11:17 Uhr von FrankaFra
Denn wir haben bereits massiv Geld un Güter aus Griechenland gezogen.

Einerseits ist dieser Schritt sicher die Verhinderung von Aufständen... es muss ja die Mehrheit absegnen, sonst brennt der Baum.

Andererseits wäre Griechenland nach dem Austritt auch am Rand des Aufstandes, da dann nämlich den Griechen auffällt, dass wir sie in den letzten Wochen massivst beschissen haben.

:-)
Und ob die Europäische Großreichsführung in Brüssel der Geschichte so einfach zusieht, bleibt mal abzuwarten. Schliesslich lassen wir Deutschen, die Franzosen und viele andere durch die Treuhänder bereits das letzte Tafelsilber "abchecken".

Aber vielleicht ist auch das die einfachste Lösung, ohne dass eine Führungsgröße ihr Gesicht verliert, Alles ist weg, wir haben Griechenland nackig gemacht, nun n Restart. Dieser ist schlecht, aber nun kann man sagen: Ihr habt abgestimmt, nun müsst ihr eben mal ohne Sozialleistungen auskommen. Wäre auch ein taktischer Schachzug

Naja, warten wirs mal ab. Solang die Akropolis noch nicht im Vorgarten der Villa Hammerschmidt steht, gehts ja noch. :)
Kommentar ansehen au ja, bitte, bitte   
 
+7 | -2
 
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20.09.2011 12:16 Uhr von wok!
Aber nicht erst NACH der nächsten Geldüberweisung!

@Franka: was bitte haben wir AUS Griechenland gezogen? Oliven und Schafskäse?
Was nützt es, wenn wir zwar alles Mögliche in das Land exportieren, die Griechen uns das aber mit unserem eigenen Geld bezahlen, das wir ihnen geliehen haben?! Ein paar Firmen in Deuschland (und natürlich die Banken) machen dabei Profit, bezahlen tun das am Ende alle Steuerzahler.

Griechenland ist ein Fass ohne Boden; Volkssport Steuerhinterziehung, Korruption in allen Etagen, ein gigantischer Beamten- und Verwaltungsapparat - da können wir noch 50 Jahre Geld reinpumpen, bevor sich da was ändert. Besser eine geregelte Insolvenz wie es bei jeder Pleitefirma gemacht wird, um neu anzufangen (am besten mit eigener Währung). Da verlieren wir jetzt ein bisschen Geld - besser als später das Zehnfache zu verlieren.
Kommentar ansehen Ausstieg birgt zu hohes Risiko   
 
+2 | -1
 
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20.09.2011 12:17 Uhr von derSchmu2.0
dadurch wird eine Lawine losgetreten, die zunaechst Italien, Portugal mit runterreisst, die koennen wir dann nicht so "leicht" abfangen. Wer meint, dass das nur schnoede Angstmacherei der restlichen europaeischen Hoheiten ist, der sollte sich mal ueberlegen, wie viele von anderen Kontinenten daran interessiert sein koennten, wenns mit der EU den Bach runtergeht...ein Austritt Griechenland waere ein Lueckenbekenntnis und das Ende vom Euro...nicht das ich den Euro mag, aber jetzt davon abzukehren, da kann ich ja direkt meinen Arbeitslohn in Naturalien auszahlen lassen...
Kommentar ansehen @Schmu   
 
+5 | -1
 
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20.09.2011 12:32 Uhr von wok!
Das mit der Lawine und dem Ende des Euro wird uns ständig von den Banken-Vasallen der Regierung erzählt. Aber stimmt das auch? Wohl eher nicht. Genauso könnte der Euro durch einen Rauswurf Griechenlands auch gestärkt werden, indem ein Zeichen gesetzt wird: wir erhalten uns die Stärke der Währung und Wirtschaftsunion, indem wir auch nicht davor zurückschrecken, kaputte Staaten rausschmeißen.
Der Euro ist ja deshalb zu einer starken Währung geworden, weil wir enge Grenzen in Sachen Verschuldung etc. für die Teilnehmerländer gesetzt hatten. Wenn das Nichteinhalten dieser Regeln keine Konsequenzen hat, dann wird auch das Vertrauen in die Währung schwinden. Außerdem steht beispielsweise Italien vergleichsweise viel besser da als Griechenland, und hat bei Krisen in der Vergangenheit auch Willen und Tatkraft zu deren Bewältigung gezeigt. Genau das fehlt bei Griechenland aber völlig. Keiner will dort auf seine Pfründe verzichten. Jahrzehntelange Korruption, Vetternwirtschaft, Korruption etc. lassen sich eben nicht so schnell abschaffen - das dauert zwei Generationen. Privatisierung staatlicher Unternehmen (wie gefordert wird)? Lächerlich! Das sind alles unkündbare Angestellte, größtenteils mit 14. und 15. Monatsgehalt. Keine Privatfirma bindet sich sowas ans Bein.
Wenn wir da nur Geld reinpumpen, kann sich da gar nichts ändern. Da muss der große Besen durch....
Kommentar ansehen Besser früher als später   
 
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20.09.2011 21:31 Uhr von WegMitFerkel
Ich seh das genauso wie wok! mit den Drohungen vom Ende der Menschheit, wenn wir den Euro nicht um jeden Preis retten und alle in der EU bleiben dürfen.

Die Banken, die sich durch Rettungsschirme von uns allen finanzieren lassen, würden logischerweise alle Länder in der EU behalten wollen, bis auch der letzte Steuerzahler ausgeblutet ist. Ohne diese Weltuntergangsszenarien vom Ende der EU hätten sie doch kein Druckmittel mehr, warum man ihnen 3-stellige Millardenbeträge ohne drüber nachzudenken in den Rachen werfen sollte.

Außerdem bin ich skeptisch, dass irgendein "Experte" (von denen gibt´s ja reichlich) auch nur ansatzweise sicher prognostizieren kann, wie die Geschichte ausgehen wird. Das ist doch alles so ein wackliges und undurchdachtes Gebilde, dass jeder falsche Kommentar eines Politikers oder jeder Furz einer Ratingagentur das Kartenhaus jeden Moment zum Einsturz bringen kann. Und auch wenn die größenwahnsinnigen Vollidioten sicher etwas mehr wissen, als wir armen Deppen erfahren, erwecken die permanten Hauruckaktionen bei mir nicht den Eindruck, dass eine Merkel oder ein Schäuble im Moment länger als zwei Wochen im Voraus planen könnten. Ein Loch gestopft - drei neue Löcher aufgetaucht. Und alle sind ganz überrascht außer der normaldenkende Bürger. Könnte natürlich auch sein, dass uns die Wahrheit bewusst in kleinen Häppchen serviert wird, damit keiner dran erstickt.

Und selbst wenn der angebliche Worst Case eintrifft und alles vom gelobten Euro bis zur EU wirklich komplett den Bach runtergehen sollte, was soll dann sein?? Die Geschichte legt zwar nahe, dass es zu solchen Zeiten regelmäßig zu Unruhen und Kriegen gekommen ist, aber muss das auch in diesem Fall zwingend befürchtet werden? Wird irgendwas dadurch besser, dass man den Bogen noch mehr überspannt und den Knall verzögert, bis die breite Masse wirklich nicht mal mehr Geld hat, um sich was zu essen zu leisten? Jetzt wäre die Mehrheit des Volkes sicherlich noch kompromissbereit und würde Abstriche in Kauf nehmen, damit das Drama ein geordnetes Ende findet. Aber wenn es genug Menschen mal RICHTIG scheiße geht (d.h. schlimmer als ein Abend ohne TV), dann wird es für eine diplomatische und friedliche Lösung wahrscheinlich zu spät sein.

Ein Millardengrab ist die ganze Nummer doch jetzt schon. Aber nachdem keiner von diesen !$#%@^ einen vernünftigen Plan vorlegen kann, wie man einigermaßen unbeschadet aus der Misere kommen kann und dieser Verlauf der EU-Entwicklung ganz offensichtlich im Vorfeld nicht mal angedacht wurde, wäre es mir persönlich am allerliebsten, wenn man sofort die Reißleine zieht, solange man das noch kontrolliert machen kann und es nur bei einem (nicht gerade unerheblichen) finanziellen Schaden bleibt. Dann versenken wir das nutzlose Gesindel aus Berlin und Brüssel zusammen mit ihren Befehlshabern wie Ackerman & Co in der Nordsee und DANACH sollen sich von mir aus richtige Politiker in Ruhe Gedanken zu einem Plan für EU 2.0 machen, falls noch Interesse besteht. Aber so wie das im Moment gehandhabt wird, ist doch beim besten Willen nicht mehr erkennbar, wie bei der Geschichte irgend jemand außer den geliebten Banken, Großkonzernen und der Elite als Gewinner aus dieser Europa-Zwangsheitrat hervorgehen soll. Und dass das Fußvolk Europas so oder so der größte Verlierer bei diesem Abenteuer ist, wird meiner Meinung nach auch der 187. Rettungsschirm nicht mehr ändern.

Sorry, wenn ich vielleicht etwas pessimistisch bin, aber ich kann diesem sinnlosen Theater leider nichts mehr abgewinnen.
Kommentar ansehen Dann war jeder einzelne Euro für die Katz   
 
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22.09.2011 01:27 Uhr von shadow#
Wie stellen die sich das vor?
Die Griechen dürfen nicht aus dem Euro, und wenn sie die nächsten hundert Jahre Baumrinde fressen!

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