20.09.11 06:06 Uhr
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Jemen: Die Scharfschützen feuern täglich

Surreal mutet an, was derzeit aus dem abgeschotteten Jemen ans Ohr der westlichen Medien gelangt: Seit Sonntag, so Augenzeugen, schießen Scharfschützen des Präsidenten Ali Ali Abdullah Salih die Mengen an unbewaffneten Demonstranten zusammen. Und auch sonst ist die Lage scheinbar mehr als chaotisch.

22 Tote, darunter auch ein zehn Monate altes Baby, ist die Bilanz bis Montag. Und die Kämpfe dauern an. Anwohner berichten von Staatskräften, die sich mit desertierten Soldaten einer Panzerbrigade bekämpfte, mit Hilfe abtrünniger Militärs gelang eine Kaserneneroberung.

Der Außenminister, Abubakr al Kirbi, wies die Tötungsmeldungen jedoch zurück. Seine Regierung sei zu Reformen bereit, doch nicht sie, sondern Volksgruppen seien in terroristische Tätigkeiten verstrickt. EU und USA lassen ihn reden, fordern jedoch von ihm ein sofortiges Ende jeglicher Gewalt.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Demonstration, Jemen,