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Jemen: Die Scharfschützen feuern täglich

Surreal mutet an, was derzeit aus dem abgeschotteten Jemen ans Ohr der westlichen Medien gelangt: Seit Sonntag, so Augenzeugen, schießen Scharfschützen des Präsidenten Ali Ali Abdullah Salih die Mengen an unbewaffneten Demonstranten zusammen. Und auch sonst ist die Lage scheinbar mehr als chaotisch.

22 Tote, darunter auch ein zehn Monate altes Baby, ist die Bilanz bis Montag. Und die Kämpfe dauern an. Anwohner berichten von Staatskräften, die sich mit desertierten Soldaten einer Panzerbrigade bekämpfte, mit Hilfe abtrünniger Militärs gelang eine Kaserneneroberung.

Der Außenminister, Abubakr al Kirbi, wies die Tötungsmeldungen jedoch zurück. Seine Regierung sei zu Reformen bereit, doch nicht sie, sondern Volksgruppen seien in terroristische Tätigkeiten verstrickt. EU und USA lassen ihn reden, fordern jedoch von ihm ein sofortiges Ende jeglicher Gewalt.


WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Demonstration, Jemen, Blutbad, Scharfschütze, Ali Abdullah Salih
Quelle: www.sueddeutsche.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.09.2011 06:06 Uhr von FrankaFra
 
+6 | -7
 
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Hm, was mir auffällt: Immer wieder berichten die Staatsmänner, deren Regierung Gewalt vorgeworfen wird, von Terror innerhalb des Landes, auf den sie nur reagieren würden.

Der Begriff Terror ist sicherlich standpunktabhängig, aber vielleicht.... nur vielleicht.... sind die ganzen Revolutionen nicht Sache des Volkes, sondern tatsächlich aufgrund Einwirkung anderer Kräfte entstanden. Nicht jeder Terror ist schließlich eine Revolution...
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20.09.2011 07:13 Uhr von AnotherHater
 
+3 | -1
 
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Aischylos sagt "Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit."

Sollte man immer(!) im Hinterkopf behalten, wenn es um Kriegsberichterstattung geht.
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20.09.2011 08:40 Uhr von Zephram
 
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Tja: Denkt jemand hier würds anders laufen ?

siehe hier: http://www.kritische-polizisten.de/ unter "Sprayer im staatlichen Auftrag"

Was wohl los wäre, wenn zb. das EU-Regime zusammenbrechen würde, weils den Leuten einfach reicht...

http://de.wikipedia.org/... ?
http://www.zeit.de/... ?

Man weiss es nicht... ^^

jm2p Zeph
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20.09.2011 08:48 Uhr von usambara
 
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@Autor: der Jemen ist eine Gesellschaft von Stammesstrukturen und jeder hat dort eine Waffe zu Hause.
Schaut man sich die täglichen Demonstrationen an sieht man
Unbewaffnete, auf die das Feuer von Hausdächern eröffnet wird- ähnlich ist die Situation in Syrien.
Anders in Libyen- hier hat das Volk entschieden sich nicht wehrlos abschlachten zu lassen.
Schade das viele hier in den dortigen Freiheitskämpfen nur Islamismus erkennen.
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20.09.2011 08:58 Uhr von FrankaFra
 
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usambara: Wo genau liest du heraus, dass mir diese Informationen nicht bekannt sind?

Aber nicht falsch verstehen, danke für diese Erläuterungen. Aber das war ja an mich gerichtet, da stehe ich irgendwie auf dem Lauf... um mal in der News zu bleiben.

:)
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22.09.2011 09:44 Uhr von One of three
 
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@ FrankaFra: "Seit Sonntag, so Augenzeugen, schießen Scharfschützen des Präsidenten Ali Ali Abdullah Salih die Mengen an unbewaffneten Demonstranten zusammen."

Kapiere ich nicht ...

Schiessen sie Mengen von unbewaffneten Demonstranten zusammen?
Oder schiessen sie in die Mengen unbewaffneter Demonstranten?

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