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Streit um Erwin-Rommel-Verfilmung

Eine neue Verfilmung des Lebens des Erwin Rommel, der gemeinhin als "Wüstenfuchs" bezeichnet wird, führte nun zu Streit zwischen der ARD und dem ehemaligen Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel nebst Gattin.

Manfred Rommel kritisierte in einem Brief, der aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung von seiner Frau geschrieben werden musste, die Berichterstattung zum Film um seinen Vater. Sein Vater sei zwar anfangs Hitler-Freund gewesen, aufgrund dessen Einstellung zum Militär, rückte jedoch später von ihm ab.

Erwin Rommel, der sich im Wüstenkrieg stets vorbildlich verhalten hatte, sei posthum einer Diffamierung ausgesetzt, da die Berichte ihn als "Nazi-Verbrecher" und "Hitler-Günstling" bezeichneten. Dieses stimme, so der Nachfahre, einfach nicht. Gespräche zwischen beiden Parteien sind in Vorbereitung.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Streit, Adolf Hitler, Verfilmung, Beschwerde, Erwin Rommel
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2011 23:35 Uhr von FrankaFra
 
+24 | -12
 
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Da muss ich mal eine Lanze für Herrn Rommel brechen: In erster Linie war er Feldherr. Zeitzeugen jeglicher Nationalität, auch Kriegsgefangene, bestätigen, Rommel habe sich stets ehrenhaft und vorbildlich verhalten. Erschießungen und Folter seien nie vorgekommen.

Auch deshalb wurde Rommel eine Ausnahmefigur der dunklen Geschichte.

Rommel rückte von Hitler ab, als er dessen Wahnsinn erkannte, und er nicht einfach so seine Soldaten einer "Schnapsidee" opfern wollte.

Das muss man anerkennen!
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19.09.2011 23:52 Uhr von Noseman
 
+16 | -3
 
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Rommel war kein Nazi: und z.T in dem Widerstand des 20. Juli verstrickt.

Ein Demokrat war er aber auch nicht (Stauffenberg, Goerdeler etc. auch nicht).

Ein (reiner, nichtdokumentarischer) weomöglich noch 90minütiger Spielfilm kann dem allem gar nicht gerecht werden.
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20.09.2011 00:04 Uhr von ElChefo
 
+4 | -6
 
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Tjo wenn Rommel eins war, dann PR-geil.

...aber mindestens genauso hat er sich für seine Männer eingesetzt, ist nicht verschwenderisch mit ihnen umgegangen wie manch anderer seiner Dienstgradgruppe und war auch auf der anderen Seite für seine Art der Kriegsführung respektiert.

Nicht zuletzt muss man auch anerkennen, das es seine Symphatie für den Widerstand war, die die "wirklichen" Nazis dazu veranlasste, ihn zum Selbstmord zu zwingen. Die andere Wahl wäre simpel "die Wand" gewesen.
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20.09.2011 01:39 Uhr von Mancman22
 
+4 | -1
 
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@ElChefo: Ob er "PR-geil" war vermag ich nicht zu beurteilen!
Faktum ist aber, dass die NS-Propaganda-Maschinerie mit Hilfe der Verwendung von "Kriegshelden" wie Rommel oder Prien eine Methode kreiert hat, die bis heute nachwirkt und von den ins Heute reinreichenden Medien noch mehr als perfektioniert wurde...;)
Ansonsten gehe ich, soweit es mein Wissensstand zulässt, mit deinem Kommentar vollkommen konform!
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20.09.2011 09:49 Uhr von usambara
 
+0 | -4
 
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Goebbels notierte: im Oktober 1942 nach einem Gespräch mit Hitler:
„Rommel hat auf ihn [Hitler] einen sehr tiefen Eindruck gemacht. […] Er ist weltanschaulich gefestigt, steht uns Nationalsozialisten nicht nur nahe, sondern ist ein Nationalsozialist […].
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20.09.2011 11:23 Uhr von ChampS
 
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