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Lokführer bekommt Schmerzensgeld, weil sich lebensmüder Mann vor den Zug warf

Erstmals bekommt ein Lokführer Schmerzensgeld, weil er einen Suizidkandidaten überfuhr. Der Fahrer des Zuges hatte gegen die Eltern des lebensmüden Mannes geklagt, der bei dem Unfall ums Leben kam. Der Lokführer leidet seit dem Unfall unter Kopfschmerzen und Albträumen.

Nach einem Verhandlungstag bei Gericht, hatte dieses einen außerordentlichen Vergleich vorgeschlagen. Das Gericht diskutierte einen Betrag zwischen 3.000 und 5.000 Euro, die die Eltern dem Lokführer bei einer Einigung zahlen sollten.

Inzwischen akzeptierten die Eltern des Selbstmörders die Einigung. Allerdings gibt es keine Angaben, wie hoch die Entschädigung war, die sie dem Lokführer bezahlten. Diese erstmalige Zahlung von Schmerzensgeld könnte auch in künftigen Fällen von Bedeutung sein.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mann, Zug, Schmerzensgeld, Lokführer
Quelle: www.n-tv.de

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19.09.2011 19:37 Uhr von MR.3055
 
+11 | -9
 
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Hallo?! Wozu sollen die Eltern für das Schmerzensgeld belangt werden? Ich denke wohl, dass sie von den Selbstmordgedanken des Sohnes kaum etwas mitbekommen haben, da würde ich doch auch nicht für blechen!
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19.09.2011 19:46 Uhr von Borey
 
+5 | -3
 
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Finde ich gut, dass der Lokführer was bekommt; aber die Eltern? o.O
Denke die habens schwer genug - dann damit noch in den eventuellen finanziellen Ruin getrieben werden, bzw. lange was abstottern müssen [...] ick weesch ja ned.
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19.09.2011 19:50 Uhr von Susi222
 
+4 | -2
 
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Habe mal: von einer Bekannten gehört deren Tochter einer Bekannten (weiß also nicht genau obs stimmt) bei einem Selbstmordveruch von einer Brück gesprungen ist....

Die Eltern sollen da auch für jegliche Krankenhaus, OP und Folgekosten selbst aufkommen..... da die Verletzungen ja selbst verursacht worden sind......)
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19.09.2011 21:57 Uhr von moempf
 
+2 | -1
 
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es ist irgendwo mist, wenn die selbstmörder andere menschen mit hineinziehen. das klingt mies, aber es gibt "bessere" wege, sich umzubringen. als lokführer zu sehen, wie einem ein mann vor den zug springt und zerfetzt wird (tut mir leid für die ausdrucksweise), ist sicherlich fürchterlich.
dann widerum kamen solche selbstmorde schon nicht selten vor und ein zugführer sollte sich vielleicht auf sowas gefasst machen, dass so etwas möglich ist....und die eltern sollten eigentlich nicht schmerzensgeld zahlen müssen, meiner meinung nach. besonders, wenn man von solchen summen spricht. (ganz zu schweigen von der beerdigung, die meist auch nicht billig ausfällt) was soll dieses geld bewirken? die traumatherapie bezahlen? (wobei das ja sogar noch sinn machen würde)
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19.09.2011 22:01 Uhr von Pils28
 
+1 | -8
 
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Wenn ich nächstesmal an eine Unfallstelle komme: verklage ich hinterher auch den Verursacher auf Schadensersatz, weil es nicht schöne Bilder sind, die man dort mal sieht? Könnte ein ertragreicher Nebenverdienst für alle Rettungsberufe werden.
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20.09.2011 08:50 Uhr von KamalaKurt
 
+1 | -1
 
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@derbelgarath wenn jemand stirbt, kann er dann noch erben? war der ein einzelnkind, dann gibt es keine erben, und das mögliche erbanteil des sohnes fliest in das vermögen der eltern über. ich habe noch nie davon gehört dass tote eransprüche haben.

oder mache ich da einen denkfehler.
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20.09.2011 21:50 Uhr von ArminioIBK
 
+0 | -0
 
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Erbe: Ich vermute sehr stark, dass die Eltern das Vermögen ihres Sohns mangels anderer Berechtigter geerbt haben. Ansonsten wäre der vom Gericht vorgeschlagene Vergleich ja eine Art Sippenhaftung, die es in dieser Form in westlichen Nationen nicht gibt.

Ich gehe also einfach davon aus, dass die Entschädigung aus der Erbmasse des Selbstmörders stammt.
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20.09.2011 21:52 Uhr von ArminioIBK
 
+0 | -0
 
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@LRonHub: Was Schmerzensgeld betrifft, könnte man doch bei JEDEM fragen, was er davon hat, wenn er es bekommt.

Mal angenommen, du hast eine Gehirnerschütterung, weil einer dir reinfährt. Die Behandlungskosten und den Schaden am Fahrzeug zahlt die Versicherung des Verursachers, und du bekommst dann vermutlich auch Schmerzensgeld.

Da könnte man dich dann doch auch fragen: WOZU das Schmerzensgeld? Dadurch heilt die Gehirnerschütterung auch nicht schneller oder besser ;)

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