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Sozialphobie unter Jugendlichen ist immer weiter verbreitet

Mitarbeiter der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität in Frankfurt haben anhand einer Studie festgestellt, dass mittlerweile jeder achte Jugendliche unter einer Sozialphobie leidet. Dabei hat er "dauerhafte und übertriebene Angst vor Begegnungen mit anderen".

Besonders groß sind die Ängste, wenn die Jugendlichen den Anderen nicht kennen oder dieser eine Leistung von ihnen fordert. Deshalb meiden die Jugendlichen solche Situationen, was oft dazu führt, dass Schüler die Schule oder eine Lehre verweigern oder abbrechen.

Die Sozialphobie ist die häufigste psychische Störung bei Jugendlichen, die allerdings sehr gut behandelt werden kann. Jugendliche auf dem Land leiden häufiger an der Störung als Jugendliche in der Stadt. Die Schulform spielt dabei keine Rolle. Für die Studie wurden 600 Schüler befragt.


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WebReporter: Susi222
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Psychologie, Phobie, Jugendlich, Sozialphobie
Quelle: www.focus.de

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19.09.2011 19:09 Uhr von ZzaiH
 
+4 | -27
 
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19.09.2011 19:21 Uhr von Noseman
 
+29 | -1
 
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Doch: Könnte sein. Damit sind ja nicht nur Schwerstformen gemeint, in denen z. B. Kinder gar nicht mehr zur Schule wollen, sondern auch sowas wie "Scheisse ich hab heute Englisch B-Kurs mit den doofen Asis aus der 8c; ist mir Übel; die klauen wieder mein Pausenbrot und verarschen mich wieder".
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19.09.2011 19:29 Uhr von sicness66
 
+5 | -19
 
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19.09.2011 20:48 Uhr von Knuffle
 
+13 | -1
 
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Letzter Abschnitt: in der Stadt ist die Phobie häufiger als auf dem Land :) Quelle: "Mit 10,6 Prozent ist der Anteil „hoch-sozial-ängstlicher“ Schüler auf dem Land geringer als in der Stadt, wo es 17 Prozent sind. "
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19.09.2011 21:06 Uhr von conetzin
 
+24 | -1
 
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Schade: dass die News nichts über die Ursachen der sozialen Phobie hergibt, also auch nicht die Quelle. Und was das Bild mit der Bierpulle da zu suchen hat, kann ich mir auch nicht erklären. Soll das etwa bedeuten, dass ängstlich-phobische Schüler öfters Frustsaufen? Hätte mir Erklärungen von der Focus-Redaktion gewünscht.

Wer das Glück hat, noch nie unter der sozialen Phobie gelitten zu haben: Stellt euch vor vor einem Publikum bestehend aus 200 Leuten und hohen Erwartungen sprechen zu müssen. Multipliziert die Ängste und die Nervosität mit 100.
Es stellen aber im besten Fall nur Situationen Auslöser dar, die fremde Menschen einschliessen. Im Verwandtenkreis und unter engsten Freunden zeigt man eigentlich eher nicht so ein Verhalten, man wirkt eher verschüchtert. Aber es kann sich in diese Richtung entwickeln.
Bahn- und Busfahrten werden zur Qual, Termine beim Friseur, Einkaufen, andere einfache soziale Interaktionen, die für alle anderen selbstverständlich sind. Erröten kann ein Symptom sein, muss aber nicht - am auffälligsten ist der gesenkte Kopf, vermeidendes Verhalten und starkes Zittern, kaum kontrollierbar.
Medis (Antidepressiva) schaffen Abhilfe, aber nur in Kombi mit einer Psychotherapie. Meistens liegen auch noch weitere Begleiterscheinungen zugrunde wie Depressionen oder eine Persönlichkeitsstörung. Behandelbar ist es jedenfalls.

Schlimmer als diese Krankheit ist aber die Tatsache, dass sich die wenigsten beim Psychiater melden, aus Angst, Scham oder eben wegen der Krankheit an sich...

News ist gut zusammengefasst [+]

[ nachträglich editiert von conetzin ]
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19.09.2011 21:26 Uhr von FrankaFra
 
+3 | -2
 
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Vielleicht ist das die Lösung: Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, diese Sex-Alk-Freizügikeitsjugend befinde sich nun auf dem Zeniten und würde bald wieder zurücklaufen in die Moralität.
Ich weiss es nicht, aber vielleicht bedarf es genau dieser weit-ausgeprägten Art von Sozialphobie, die die Jugendlichen wieder "normalisiert"... denn mittlerweile ist vieles nicht mehr so ganz normal...
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19.09.2011 21:40 Uhr von Actraiser
 
+8 | -10
 
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und ich wette, dass es daran liegt dass jeder nur noch vor dem PC sitzt und es verlernt, soziale kontakte zu knüpfen
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19.09.2011 22:01 Uhr von mitTH_RAW_Nuruodo
 
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Früher hat man dazu einfach "schüchtern" gesagt: Es gibt schon Leute die krankhaft bedingt Angst vor anderen Menschen haben, aber das ist bestimmt nicht jeder 8 Jugendliche. Ist doch relativ normal, dass manche Jugendlichen lieber allein sind als dauernd in der Gruppe rumzuhängen und sich bei ausschließlich fremden Leuten unwohl fühlen.
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19.09.2011 22:29 Uhr von Fischgesicht
 
+1 | -3
 
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würde sagen jeder: zweite, nur in welchem umfang ist die frage. bedingt durch die ändernde umwelt (internet, globalisierung....) ist anforderung psychischer und physischer hinsicht gestiegen. wer nicht mithält bekommt mindewertigkeitskömplexe und zieht sich zurück. ist aber eigentlich nichts schlimmes, da hierdurch ein selbstschutzmechanismus ausgelöst wird....
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19.09.2011 22:54 Uhr von conetzin
 
+3 | -1
 
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@FrankFra: Normal ist inzwischen vieles nicht mehr, oder vielleicht ist auch das Aussergewöhnliche inzwischen normal geworden. Keine Ahnung.
Ist denkbar, dass Freizeittrinker nun eher ausgeschlossen werden, aber halte das für eher unwahrscheinlich. Ist aber auch nur eine Meinung.

@Actraiser
Ist gar nicht mal so weit hergeholt - wenn man sich die ganze Zeit nur vor dem PC befindet und keinen Kontakt mehr zur Aussenwelt herstellt / herstellen kann, kann das wirklich einen Auslöser darstellen. Und nein, Facebook und Co. sind keine Alternativen.

@mitTH
Zu den Zahlen kann ich nichts sagen, aber ich schätze du unterschätzt das Ausmass der Erkrankung. Es handelt sich dabei nicht um einfache Schüchternheit bzw. die begleitende Introversion, sondern um eine wirklich schlimme Form der Abneigung von nahezu *allen* Menschen, mit allen möglichen physischen Erscheinungen und psychischen Folgen, die sich nicht nur manifestieren, sondern erweitern können durch die andauernde Isolation. Schüchterne Menschen fühlen sich unwohl in der Menschenmenge, kommen aber dennoch meistens gut durch mit ihrer Art, so wie ich persönlich auch gut mit meiner introvertierten Persönlichkeit leben kann, für Betroffene der sozialen Phobie ist das hingegen eine einziger Alptraum. Ich wünsche niemandem das durchmachen zu müssen.

@Fischgesicht
Das Internet gewinnt zunehmend User.. jep, aber das bedeutet nicht gleichzeitig, dass auch alle stundenlang in selbigem abhängen und es exzessiv nutzen. Und selbst dann ist nicht immer die Gefahr der sozialen Phobie gegeben. Erst dann, wenn man sich vollständig abschottet, wächst das Risiko.

@Kaiser von China
Behandelbar ist sie, ja. Das weiss ich aus eigener Erfahrung. Und ob jemand dazu bereit ist, sich auch behandeln zu lassen, ist eine andere Kiste... die wenigsten wollen es zugeben krank bzw. behandelungsdürftig zu sein. Und ja, es ist definitiv eine Krankheit, das Verhalten, das Sozialphobier zutage legen, ist krankhaft. Sensibler als ihre Mitmenschen? Keine Ahnung, kann sein, dass einige eine von Geburt an erhöhte Sensibiliät zeigen, muss aber nicht sein. Dazu fehlen die Studien.
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20.09.2011 08:32 Uhr von IceWolf316
 
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Das: exzessive Nutzen von Computern/Konsolen ist kein Auslöser sondern ein Symptom.

Ich selber habe diese ganze Geschichte durchgemacht und befinde mich jetzt auf einem völlig anderen Weg. In der Schulzeit habe ich bewusst den Weg des Aussenseiters gewählt, weil ich mit der Partyjugend nichts zu tun haben wollte, ich habe sehr spät angefangen Alkohol überhaupt zu trinken und selbst jetzt trinke ich das Zeug nur in geringen Mengen. Ein zweiter Grund für diese Entwicklung, zumindest bei mir, war der Druck der bei Referaten und ähnlichem auf einem Lastete. Bei jedem Fehler wurde man ausgelacht und verhöhnt, auch von Lehrern. Und wenn man dann noch als Kind schon verdammt groß war und immer wieder zu hören kriegt "Was soll ich den mit so nem Mutanten anfangen?", dann beginnt man irgendwann sich völlig zurück zu ziehen und nur noch seine Engen Freunde an einen ran zu lassen.

Da aber auch freunde nicht immer Zeit haben, wird der PC oder die konsole sehr schnell zu einem guten Freund. In spielen ist man dann nicht mehr der Mutant, der der ausgelacht wird, man ist der strahlende Held und kriegt für die Zeit in der man spielt, einen schub selbstbewusstsein.

Erst Jahre später setzte bei mir die Entwicklung ein das mein Selbstbewusstsein sich aufbaute, es ist immer noch nicht riesig oder im gesunden maße vorhanden, aber ich merke jedesmal wenn ich neue Leute kennenlerne wie es besser wird. Und das ganze habe ich OHNE Therapie oder Medikamente geschafft. Und ich bin heute noch ein Leidenschaftlicher Spieler, weil PC/Konsolen-Spiele sind nichts anderes als ein Hobby, wie auch Billiardspielen oder Feiern gehen. Und letzteres halte ich für viel gefährlicher als alles andere!

Wer sowas nicht durchmachen musste und nicht aus erster Hand weiß wieso, warum und weshalb, der sollte mit Aussagen über die Gründe lieber still sein.

Und für die Akten ich bin beinahe 30, das phänomen ist also auch nicht mehr sooo jung.
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20.09.2011 10:12 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@IceWolf316 PCs, Handies, Konsolen sind nach meiner Meinung DER Auslöser.
Da sich immer mehr in diese virtuellen Realitäten flüchten, ist ja gar keiner mehr da, zu dem man eine normale Freundschaft mit normalen Aktivitäten aufbauen kann. Zu meiner Zeit in den 70er hingen wenige Jugendliche mit Alkohol rum. Es gab aber 98% normale Jugendliche, mit denen man sich traf und ganz normale Dinge unternahm. Wir haben als 14-jährige Musik komponiert, auf der Strasse Musik gemacht und Romane geschrieben. Andere haben Sport gemacht, andere gebastelt.
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20.09.2011 10:38 Uhr von FrankaFra
 
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ThomasHambrecht: Nee, denke eher nicht.

Die Gesellschaft formt sich ihre Medien/Hobbies, nicht die Technik die Gesellschaft. Heute komponieren auch welche, oder basteln, nur eben auf YouTube oder an Homepages.

Die Entfermdung, die Phobie kommt erst, dann die Medien, die dies unterstützen.

Als es noch kein Tagesprogramm im TV gab, nur Abends mal eine Stunde, wars okay. Dann fand man heraus, dass es Bedarf für Tagesfernsehen gibt, und es wurde gemacht
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20.09.2011 11:59 Uhr von zkfjukr
 
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@IceWolf316 ; @ThomasHambrecht: Icewolf du hast vollkommen recht mir ging es ganz genauso.
Das zurückziehen (ins Internet) ist das Symptom davon das man mit den Leuten um sich nicht zurecht kommt, aus welchen Gründen auch immer, und nicht andersrum! Kenne das ganz genauso, im Jugendalter beginnt (vorallem bei Jungen) das dominanzverhalten sie führen sich auf und müssen andere runtermachen um an der Spitze zu stehen. Wer darauf kein bock hat weil er vll sogar reifer ist oder einfach in niedrigereres Selbstbewusstsein hat, wird erbarmungslos in der Klasse runter gemacht. Und selbst wenn du dich dann zurückziehst, wirst du dafür dann in deinem dir aufgezwungenem Sozialumfeld (Schule) dafür umso mehr fertig gemacht. Häufig sogar von den Lehrern ("Tja hättest du mal Lieber gelernt statt ständig nur zu spielen bla"..).

Zum Protokoll: bin 18 Jähriger Azubi für Fachinformatik/Anwendungsentwicklung (2.Jahr).

Habe von Realschule auf Berufsschule meinen Jahrenotendurschnitt um 1,5 Noten (!!!!!!!) bessern können ohne mehr zu lernen oder sonstiges. NUR aufgrund des besseren Klassenklimas, dort bin ich nun unter meines gleichen und ganz zufällig erzählen alle die gleichen Geschichten von ihrer alten schule.

Habe nun eine Menge richtige freunde, meine 2. längere Beziehung, und bin endlich zufrieden mit meinem Leben ohne mich vor meinen nächsten Tag im erzwungenem Sozialumfeld fürchten zu müssen.

Und jetzt lieber Thomas erklär mir nochmal das es an den Computerspielen liegt, und gehe dabei bitte möglichst auf meine Geschichte ein.
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20.09.2011 12:16 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@zkfjukr ich habe mich da sehr missverständlich ausgedrückt. Hauptsächlich wollte ich sagen, dass es die modernen Medien jedem einzelnen sehr leicht machen von der realen Welt zu flüchten. Das beeinflusst doch das soziale Umfeld. Auf Deine eigene Geschichte kann ich jetzt leider schlecht eingehen.
Ich sah nur diesen Samstag ein junges Päärchen in der Kneipe. Er spielte nur an seinem Handy rum, sie kontrollierte gelegentlich auch ihr Handy. Gesprochen wurde kein Wort. Meine Freundin sagte zu mir: Haben sich die jungen Leute in der realen Welt nichts mehr zu sagen? Muss man sich 24 Stunden am Tag an diesem Gerät festhalten?

Ich habe dafür keine Lösung. Denn bei korrekter Nutzung sind diese Medien ja alle sehr toll und nützlich.
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20.09.2011 12:45 Uhr von KarlHeinzKinsky
 
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Jemand der soetwas noch nicht erlebt hat kann es einfach nicht nachvollziehen. Es ist nicht so, dass man einfach nur Angst hat man bekommt Panikattacken, der Puls wird extrem hoch und man bekommt Angst ohnmächtig zu werden.
http://www.psog.de/...
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20.09.2011 12:50 Uhr von arlene
 
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awa: Kann mir gut vorstellen das das mehr als 1 von 8 sind. Da haben noch ein paar falsche Angaben gemacht da man sich selber ja gerne anderst sieht.

Ich nehme an das das 100% anonym war also kann man Lügen fast ausschließen :)
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20.09.2011 13:12 Uhr von Chuzpe87
 
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Sozialphobie: Weniger vorm PC hängen und chatten. Mehr rausgehen und Leute treffen.
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20.09.2011 22:09 Uhr von Tuvok_
 
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@IceWolf316: Misch 50% zkfjukr mit 50 % von dir und du hast meine Story... Achso Altermässig ebenfalls richtung 30 unterwegs.
Allerdings wurde durhc das intensive beschäftigen mit dem Hobby IT auch der Beruf im IT Bereich... Nicht alles ist schlecht :)

[ nachträglich editiert von Tuvok_ ]
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20.09.2011 23:12 Uhr von verni
 
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Wurde die Befragung: zufällig in Berlin gemacht? :D Würde mich nicht wundern.

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