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Chile: Deutschland unterstützt weiterhin Colonia Dignidad

Die Bundesregierung hält sich, trotz internationaler Kritik und einer umfassenden Anfrage der Linksfraktion, weiterhin zur deutschen Sektensiedlung Colonia Dignidad in Chile bedeckt. So ist dem Auswärtigen Amt der Aufenthaltsort des nach Deutschland geflohenen Arztes Hartmut Hopp nicht bekannt.

Hopp ist im Mai aus Chile geflüchtet, da ihm dort eine fünfjährige Haftstrafe wegen Beihilfe zum sexuellen Missbrauch droht. Er wird international gesucht. Ihm werden zudem Folter und menschliche Medizinversuche vorgeworfen. Die Bundesregierung hält trotz aller Kritik weiterhin Kontakt zur Siedlung.

So wird die "Villa Baviera", wie sie seit dem Tod des Gründers Paul Schäfer 2010 heißt, auch 2012 mit 150.000 Euro aus dem Bundeshaushalt finanziell unterstützt. Die Deutschensiedlung wurde ab 1973 als politisches Folter- und Vernichtungslager der chilenischen Militärregierung genutzt.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Chile, Colonia Dignidad
Quelle: amerika21.de
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.09.2011 18:35 Uhr von sgitte
 
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Unfassbar: Hier wird eine faschistoide Sekte mit Steuergeldern unterstützt. Zynisch ist auch, dass man im Heimatland immer die Integration von Ausländern propagiert aber im Ausland eigene Siedlungen zur weiteren Abspaltung von Auslandsdeutschen fördert.
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19.09.2011 18:58 Uhr von Faceried
 
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Integration in Chile fehlgeschlagen!
Deutsche Siedlung? Eher deutsches Ghetto. No Go Area.
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19.09.2011 19:12 Uhr von Registrator
 
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Eine Schande. "Es sei ihr nicht bekannt, heißt es in der Antwort von FDP-Staatssekretärin Cornelia Pieper, in welchem Ausmaß die Führung der Colonia Dignidad in Waffenhandel und Waffenschmuggel verstrickt war." - noch ne Schande

Habe mal vor ca 4 Jahren einen sehr aufschlussreichen Artikel über dieses "Dreckscamp" in einem bekannten Magazin gelesen. Von daher verwundert mich die "Unbekanntheit" und die "Finanzierung" dieses Lagers doch erheblich. Nicht nachvollziehbar, wenn man sich mal über diese "Siedlung" informiert hat.

Es gibt tatsächlich Leute, die sowas reinen Gewissens finanzieren?
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26.02.2014 12:17 Uhr von gali_leo
 
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@ sgitte:

Du siehst das falsch...

Von wegen "das Übel an der Wurzel ausrotten"...

Solange in der Heimat schon dafür gesorgt wird, das Menschen verschwinden, kann sich die deutsche Politik zuhause, als "Saubermann" präsentieren und eine (angeblich) liberale Ausländerpolitik propagieren!

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