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Epigenetik: Studie zeigt wie wichtig der "versteckte" Code der DNA ist

Neben der genauen DNA-Sequenz gibt es noch andere Erbfaktoren, die eine wichtige Rolle bei der Ausprägung von Merkmalen spielen. Durch Methylierung gewisser Stellen der DNA wird beeinflusst, ob das entsprechende Gen ausgelesen wird, oder nicht. In der Studie nutzte man die Pflanze Arabidopsis thalia.

Da sich diese Pflanze nicht sexuell fortpflanzt, sind alle Generationen im Wesentlichen genetisch identisch. Man züchtete 30 Generationen und verglich dann Merkmale wie die Blütenform oder die Fruchtpigmentierung. Es zeigte sich, dass epigenetische Veränderungen einflussreicher sind als gedacht.

In jeder Generation gab es ein paar Tausend Änderungen an Methylierungsstellen. Die Anzahl der Änderungen in der DNA-Sequenz ist um fünf Größenordnungen kleiner. Auch der Einfluss, den einzelne Veränderungen auf Gene haben können, wurde unterschätzt. Die Forscher planen bereits weitere Studien.


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WebReporter: Again
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, DNA, Code, Fortpflanzung, Epigenetik
Quelle: www.salk.edu

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.09.2011 11:38 Uhr von Again
 
+6 | -0
 
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Bei der Methylierung wird einfach ein CH3 angehängt.

Vielleicht ist es hilfreich die ersten Zeilen bei Wiki zu lesen: http://de.wikipedia.org/...
In der Quelle selbst wird leider wenig darüber geschrieben. Auch die Veränderungen an Histonen werden nicht erwähnt.

Die Quelle ist relativ lang, enthält daher viel mehr Informationen, ist aber auf englisch. Ich denke aber, dass die Studie wirklich wichtig ist und vielleicht bald irgendwo auf deutsch erscheint.
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18.09.2011 12:31 Uhr von 338LM
 
+2 | -1
 
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lange bekannt: dazu hat man mich schon in meinem ersten Staatsexamen geprüft.

ich empfehle jedem Interessierten dazu das Buch:

"Epigenetik" von Bernhard Kegel, das ist auch für Laien verständlich.

Epigenetik gilt als der Schlüssel dafür, dass Menschen innerhalb von nur einer Generation genetische Reaktionen auf ihre Umwelt zeigen.
Sie ist auch eine mögliche Erklärung dafür, warum wir trotz unsere ziemlich kleinen Erbgutes so hoch komplexe Organismen sein können.
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18.09.2011 12:59 Uhr von Again
 
+1 | -0
 
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338LM: In der News gehts ja auch nicht um die Entdeckung der Epigenetik. Warum solche Studien wichtig sind zeigt ein Zitat aus der Quelle: "Perception of the extent of epigenetic variation in plants from generation to generation varies widely within our scientific community".
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18.09.2011 14:07 Uhr von 338LM
 
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@Again: es tut mir leid, aber ich kann in der Quelle keine Neuigkeit finden. Hier wird lediglich nachgewiesen, was schon lange Lehrmeinung war.

Wenn du dich für die Anfänge interessierst, google mal nach "Peloria" und der "Överkalix Studie"
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18.09.2011 14:59 Uhr von Again
 
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338LM: Scheinbar gingen die Meinungen doch außeinander. Natürlich ging es hier nicht um den Beweis, dass es Epigenetik gibt, sondern um quantitative Ergebnisse.

"The study, published today in the journal Science, provides the first evidence that an organism´s "epigenetic" code ... can evolve more quickly than the genetic code and can strongly influence biological traits."
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18.09.2011 15:15 Uhr von 338LM
 
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@Again: ich hab mir den Abstract durchgelesen, aber die von dir zitierte Vermutung -und nichts anderes ist es- findet sich schon in meinen Büchern über Humangenetik und Biochemie.
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18.09.2011 16:08 Uhr von Again
 
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338LM: "aber die von dir zitierte Vermutung -und nichts anderes ist es- findet sich schon in meinen Büchern über Humangenetik und Biochemie. "
Ich weiß jetzt leider nicht, welche Vermutung ich zitiert haben soll, die sich auch in deinen Büchern widerfindet.
Hab leider selbst keine Bücher über Humangenetik, aber im Alberts stehts soweit ich weiß auch nur qualitativ. Ich bin aber auch kein Epigenetik-Experte ;-)
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18.09.2011 17:33 Uhr von 338LM
 
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@Again: "The study, published today in the journal Science, provides the first evidence that an organism´s "epigenetic" code ... can evolve more quickly than the genetic code and can strongly influence biological traits."

Das hier. Das ist allerdings m. W. schon erwiesen gewesen. Das Salk Unternehmen hat die Studie durchgeführt und lobt diese jetzt über den grünen Klee ^^

Den großen Alberts habe ich auch, da steht nicht viel zu drin. Im Löffler-Petrides steht viel zu den Mechanismen. Und im Schaf-Zschoschke gehts weiter... Ich hab hier noch 3 Bücher über Epigenetik, die zitieren auch Forschungsergebnisse, die der von dir genannte Studie zuvorkommen.

Epigenetik Experte bin ich auch keiner, aber ich habe vieles, was über dieses recht junge Gebiet veröffentlicht wurde, gelesen.

Interessant ist z.B., dass schon beim nächtlichen Aufstehen das Licht einschalten zu kurzzeitigen epigenetischen Veränderungen führt, einer meiner Dozenten forscht an Chronobiologie und hat dazu mal einen Vortrag gehalten.
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18.09.2011 18:04 Uhr von Again
 
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Ich kann leider recht wenig dazu sagen, da ich weder deine Bücher habe, noch dein Vorwissen. Kann wirklich sein, dass sogar die Zahlen schon vorher bekannt waren.

Aber danke, du hast ein paar sehr interessante Sachen geschrieben.

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