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SPD-Ex-Vizekanzler Müntefering fordert Ausbildung für Politiker

Franz Müntefering (SPD), ehemaliger Vizekanzler und Bundesarbeitsminister, fordert eine bessere Qualität der Nachwuchsförderung an den akademischen Institutionen. Hintergrund dieser Forderung ist unter anderem die Uneinigkeit der Politiker in Themen wie der Griechenlandkrise oder der Euro-Rettung.

So ist zum Beispiel eine geplante Abstimmung des Bundestages Ende September, über die Freigabe von weiteren Milliardensummen für die Euro-Rettung, um einige Wochen verschoben worden. Inoffiziell betrachten sich einige Abgeordnete als nicht ausreichend kompetent für solche Entscheidungen.

Abstimmungen müssen in immer engeren Zeitabständen durchgeführt werden. So fehlt oft die Zeit, um sich auf die Themen im Detail vorzubereiten. Dies möchte Müntefering ändern. Er stellt sich eine Personalförderung wie in der freien Wirtschaft vor, um die Qualifikationen von Politikern zu verbessern.


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WebReporter: sleipnir67
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Politiker, Ausbildung, Vizekanzler
Quelle: www.news.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2011 18:01 Uhr von sleipnir67
 
+15 | -0
 
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Es nicht selten wie beschrieben, und gab auch vor einigen Jahren schon Medienberichte. Abgeordnete erhalten Morgens einen Entwurf von z.B. über 570 Seiten, mit der "Bitte" sich bis zum Nachmittag zu entscheiden (oft mit "Empfehlung" für Ja oder Nein). So können keine fachlichen und qualitativen Abstimmungen erfolgen. Politische Entscheidungen im Blindflug, egal ob auf Landes- oder Bundesebene. Ohne auch nur mögliche dauerhafte Nachteile zu erkennen bzw. in Betracht zu ziehen und zu Korrigieren.
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17.09.2011 18:05 Uhr von Katzee
 
+17 | -1
 
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Es wäre schon: eine Verbesserung, wenn die Mitglieder der Bundesregierung eine Ausbildung nachweisen könnten, die sie für ihren Job befähigte. Stattdessen kann jeder "Trottel" Minister werden, sofern er nur eine grosse Klappe, harte Ellenbogen und das richtige Parteibuch hat.
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17.09.2011 18:49 Uhr von Götterspötter
 
+7 | -2
 
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Na dann : ) werden die Sonderschulen bald modernisiert ... oder wie soll ich das verstehen

[ nachträglich editiert von Götterspötter ]
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17.09.2011 18:50 Uhr von lieberBiber
 
+2 | -0
 
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Demokratie? Es ist immer wieder traurig solche Aussagen zu lesen. Eine Ausbildung kann nur dann sinnvoll sein, wenn man sie bestehen muss (und versemmeln kann) und genau da eckt man mit solchen Ideen an. In der Demokratie muss es möglich sein jeden Bürger ohne vorherige Selektion zu wählen.

Wenn wir nun größtenteils unfähige Politiker hätten, würde dies nur am schlechten Wahlverhalten der Wähler liegen. Darum sollte jeder Wähler wissen welcher Person/Partei er sein vertrauen ausspricht und ständig prüfen ob dieses Vertrauen gerechtfertigt ist.
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17.09.2011 19:01 Uhr von Bildungsminister
 
+5 | -0
 
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Folge wäre dass wir nur noch Berufspolitiker hätten. Zwar haben wir die heute auch, aber es ist dennoch möglich das ein Politiker, der ja nun das Volk vertritt (vertreten sollte), auch aus eben diesem Volk kommt. So denn dann Politiker eine spezielle Ausbildung brauchen, würde dass auch bedeuten, dass sich diese nur noch aus einer bestimmten Schicht rekrutieren.

Natürlich sollten Politiker fachliche Kompetenz haben, und schaue ich mir an, dass z.B. unser Gesundheitsminister, Bahr, eher BWler und Wirtschaftler mit Bankenvergangenheit ist, dann kann da schlicht etwas nicht stimmen. Heute geht es bei der Vergabe von Posten viel mehr um die Reise nach Jerusalem als um tatsächliche Qualifikation.

Daher sollten Politiker die einen bestimmten Posten bekleiden eben auch aus der Richtung kommen. Es wäre aber fatal zu sagen, man nimmt nur noch Politiker die eine entsprechende Vorbildung haben. Schon heute haben wir in der Politik in großen Teilen nur solche Leute, die den Sprung in die freie Wirtschaft nicht geschafft haben. Denn dort können sie in aller Regel deutlich mehr verdienen.

Man sollte sich daher eher fragen, wie man Anreize schaffen kann, dass nicht nur die ausgemusterten Fälle Politiker werden. Dazu könnte natürlich auch eine Erhöhung des lächerlichen Gehalts gehören was ein solcher Minister bekommt. Natürlich immer im Vergleich zur freien Wirtschaft gesehen versteht sich. Im Gegenzug dürften sie dann eben nicht noch X Nebenbeschäftigungen haben.

Davon ab kann ich Münte hier nicht ganz folgen, so sehr ich ihn durchaus schätze. Ob jemand über x Milliarden an Rettungsschirmen abstimmen kann, ich glaube dass kann man nicht lernen. Dazu muss man sich eingehend mit der Materie beschäftigen, oder eben seinem Gewissen und dem Bauchgefühl folgen. Leider glaube ich dass gerade letzteres von vielen aus Parteiinteressen ignoriert wird. Ich will nicht wissen wie viele Politiker abstimmen würden, wenn sie dadurch keine Konsequenzen in und für die eigene Partei erwarten müssten.

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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17.09.2011 19:56 Uhr von LLCoolJay
 
+4 | -0
 
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man könnte: das eingrenzen, indem man (wie letztens von jemandem vorgeschlagen) die einzelnen Ministerien vom Volk wählen lässt.

Parteien, die sich auf Themen beschränken sind meistens besser informiert über die Dinge, die ihnen am "Herzen" liegen.

Und so hätte es auf jeder Sachebene eine Regierung und eine Opposition.

Das würde wohl die Entscheidungen "etwas" verzögern aber andersrum wieder auch sinnvoller und vorrausschauender machen.

Der Kanzler könnte dann als "Vermittler", bzw. Oberhaupt der Ministerien weiterhin wie gehabt gewählt werden und der Präsident z.B. durch eine weitere Wahl als "Stimme des Volkes" direkt.

Bedingung für das Amt des Präsidenten würde ich vorschlagen:

Mind. 45 Jahre alt (wegen der Lebenserfahrung) und mind. seit 5 Jahren in keiner Partei als Mitglied geführt.
Ausserdem ein gehobener Test in Deutsch, deutscher Geschichte (nicht nur ab 1938) und Demokratieverständnis.
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17.09.2011 20:09 Uhr von sleipnir67
 
+1 | -0
 
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Obwohl die Meisten unserer PolitikerInnen und FinanzBänkster akademische Abschlüsse haben.

Und seht wohin sie uns gebracht haben!

An den grundlegenden Einstellungen muss was geändert werden: Unsere PolitikerInnen müssen sich offen und mit allen Konsequenzen von Vetternwirtschaft und Korruption lossagen, wenn sie mehr sein wollen als nur ferngesteuerte Marionetten durch Lobbyisten und Gross-Industriellen wie Chemie-, Pharma-, Energie/Mineralöl- und Lebensmittelkonzernen etc.

Geld verdirbt n i c h t den Charakter, es zeigt ihn auf.
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18.09.2011 12:17 Uhr von LLCoolJay
 
+1 | -0
 
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Harun-al-Raschid: du schmarrst doch albern.

Was hat das mit der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt zu tun?

Es geht um fachliches Wissen und die Vorbereitung auf den starken Druck im öffentlichen Leben und die harten Entscheidungen die einem abverlangt werden.

Es geht hier nicht darum zu entscheiden ob man sich nen Opel oder doch lieber nen VW kauft.
Entscheidungen in der Politik ziehen Konsequenzen nach sich, die du oder ich gar nicht einschätzen können.
Millionen sind da gar nichts.

Von daher würde etwas Schulung vor dem Antreten der Laufbahn schon gut sein.

Also sei bitte still.

Shokran.

[ nachträglich editiert von LLCoolJay ]

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