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Studie: Anzahl der Bücher im Elternhaus beeinflusst Schulabschluss

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe von der SPD präsentierten Zahlen, nach denen die Anzahl der Bücher im Elternhaus den schulischen Werdegang der Kinder massiv beeinflusst. Sind mehr als 100 Bücher im Haus, geht das Kind wahrscheinlich aufs Gymnasium.

71 Prozent aller Gymnasiasten in Klasse 10 haben mehr als 100 Bücher im Haus. Auf den Realschulen liegt der Anteil nur bei 34 Prozent, auch auf den Gesamtschulen hat die Mehrheit der Eltern weniger als 100 Bücher in den Regalen.

Auch für den weiteren Bildungsgang der Nicht-Gymnasiasten nach Klasse 10 schlägt Rabe Alarm: Die Elftklässler in Gesamtschulen sowie Berufs- und Aufbaugymnasien sind von den Grundkenntnissen so schlecht, dass "das erreichen des Abiturs fraglich" sei.


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WebReporter: urxl
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Studie, Buch, Eltern, Anzahl, Gymnasium
Quelle: www.mopo.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.09.2011 10:46 Uhr von urxl
 
+7 | -1
 
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Hier ist dann die Verbindung zu den Vornamen: Diejenigen, die ihre Kinder Kevin, Jason oder Chantal nennen, haben in der Regel wenig Bücher im Haus. Und deshalb sind diese Namen am Gymnasium seltener vertreten.
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17.09.2011 10:56 Uhr von Klassenfeind
 
+6 | -0
 
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Kann sein: muß aber nicht immer so sein...


Jedenfalls, Lesen schadet nicht...eher im Gegenteil..
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17.09.2011 11:13 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+9 | -0
 
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Klassisches Beispiel von Scheinkorrelation: http://de.wikipedia.org/...

Was Ties Rabe hier präsentiert, ist sicherlich richtig, steht aber nicht im kausalen Zusammenhang zueinander.

Eltern, die viele Bücher haben, sind in aller Regel (nicht immer, aber meistens) gebildet. Gebildete Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ein breiteres Interessenfeld haben und in der Lage sind, sich für Dinge derart zu begeistern, dass sie den Drang verspüren, weitere Nachforschungen zu unternehmen. Dazu brauchen sie Bücher.

Diese Begeisterungsfähigkeit, diesen Forschungsdrang geben sie an ihre Kinder weiter. Auf diese Weise machen sie ihre Kinder zu klügeren Menschen.

Und was noch dazu kommt: Jemand, der viel ließt, ist der deutschen Sprache mächtig und weiß sich auszudrücken. Auch das hilft für`s Gymnasium.

Die Korrellation zwischen der Anzahl an Büchern und der Höhe des Schulabschlusses ist einfach doof. Ties Rabe sollte sich im Klaren darüber sein, dass er sich lächerlich macht.
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17.09.2011 11:26 Uhr von urxl
 
+3 | -0
 
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@Schlottentieftaucher: Widerspruch! Auch das Haus voller Krimis hilft! Auch beim Lesen von Krimis lernt man Ausdrucksweise, Satzbau usw. Außerdem wird man flüssiger Lesen können als die Asi-TV-Konsumenten! Bei RTL II kommen lieber keine Nebensätze vor oder ein "Ey Alder" und Gossensprache.
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17.09.2011 11:30 Uhr von fabo87
 
+8 | -1
 
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was bringen einem 1000 Bücher im Haus, wenn man keins davon liest?
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17.09.2011 11:31 Uhr von xchrome
 
+2 | -1
 
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Veraltetes Denken: Früher reichte es auch wenn die Eltern ne Brockhaus Enzyklopädie daheim rumstehen hatten um den Wissensdurst ihrer Sprösslinge zu stellen. Heutzutage erfüllt
Wikipedia & Co wohl den gleichen Zweck. 100 Bücher über Liebesromane, Gartenpflege und dem Reiseführer von 1990 helfen den Kindern sicher nicht sonderlich weiter.

Viel wichtiger ist doch, dass sie überhaupt was lesen was ihnen Spaß macht (außer SMS ^^) und so ihre Lesefähigkeiten und den Wortschatz trainieren. Wenn es sich dann noch um Lektüre handelt, die ihr Allgemeinwissen erweitert, umsobesser. Aber die Aussage rein auf Bücher zu beschränken, ist wirklich nicht zeitgemäß. Klassische Leseratten gibt es sicher auch noch, aber mindestens genauso viele, die sich E-Books oder Apps besorgen oder ihr Wissen im Internet stillen.
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17.09.2011 11:35 Uhr von urxl
 
+2 | -0
 
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@xchrome: Wer über 100 Bücher hat, hat auch Bücher für die Kinder. Natürlich möglicherweise auch den Ratgeber für Windows 95, aber die Menge machts. Es geht doch nicht nur um Wissen ansich (da reicht in der Tat Wikipedia), sondern um das Erlernen von Sprache z.B.
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17.09.2011 11:47 Uhr von Abdul_Tequilla
 
+3 | -1
 
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Das Erlernen von Sprache, am besten noch gepaart mit lehrreichen und interessant gestalteten Inhalten geht, da gebe ich xchrome recht, auch mit Ebooks, Wikipedia, Encarta...

Dabei ist aber zu beachten, dass es in erster Linie darauf ankommt, dass sich die Eltern mit den Kindern beschäftigen. Und bei den ganz jungen Kindern geht das, so sind meine Erfahrungen, mit altersgerechten Kinderbüchern besser als mit digitalen Medien. Allerdings - und das ist ein wirklicher Fortschritt - sind die digitalen Medien kostengünstiger als etwa eine mehrbändigee Brockhausreihe. Das schöne ist, dass wenn Kinder Fragen haben, man sich mit ihnen an den Rechner setzen und sagen kann: "Komm her, das recherchieren wir jetzt mal gemeinsam."
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17.09.2011 11:47 Uhr von KhaosPrinz
 
+2 | -2
 
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Wer kann sich heute noch Bücher in den Mengen leisten?

Wissen ist Macht! Und wo sparen unsere Politiker... in der Bildung.

mfg
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17.09.2011 11:56 Uhr von stelianos
 
+2 | -1
 
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haha schlecht... meine eltern haben keinen einzigen roman oder was auch immer und trotzdem hab ich mein abi gemacht....
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17.09.2011 12:04 Uhr von Shik
 
+3 | -0
 
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Ich glaube es ist eher egal was es für Bücher sind. Es geht ja nicht direkt darum, dass die Kinder die Möglichkeit haben Wissen aus den Büchern zu erlangen, dies könnten sie heute auch ohne Probleme im Internet.
Sondern vielmehr darum, dass Eltern die ihre Freizeit mit Lesen ausgestalten und nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher hängen eher an Bildung interesiert sind oder besser gesagt ihr einen höheren Stellenwert zukommen lassen.

Edit: @ Stelianos

Und du hast während deines Abiturs nicht den Unterschied zwischen Kausalität und Korellation gelernt?

[ nachträglich editiert von Shik ]
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17.09.2011 12:07 Uhr von Again
 
+2 | -0
 
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Abdul_Tequilla: Ich finde das nicht lächerlich. Bücher dienen hier einfach als Maß der Bildung. Die Message ist also: "Liebe Eltern, Arsch hoch. Eure Bildung ist auch gefragt."

@KhaosPrinz:
Man muss ja kein Hardcover-Bücher mit tausenden Fotos lesen ^^
Gebrauchte Reclam-Bücher gibts oft ab einem Euro. Hab schon öfters sehr geile Bücher abgestaubt.
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17.09.2011 12:21 Uhr von CrazyCatD
 
+2 | -0
 
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Ich habe über 1000 Bücher und bin auch durch Eltern und Großeltern viel mit Büchern in Verbindung gekommen, habe von Astrid Lindgreen, Raimond Chandler, Shakespear, J.R.R. Tolkien bis Julius Cäsar und Tacitus alles gelesen was ich in die Finger bekam von Jugend- über Triviallitteratur bis zum Klassiker und ettlichen Brokhausens, Meyers und sonstigen Lexikas und es war für mich immer selbstverständlcih wenn ich etwas wissen wollte das ich dieses Wissen in diesen Büchern finde und denke das ich einen guten Bidungsstamm habe.
Ich kenne persönlich jedoch immer mehr Leute bei denen geht der Trend gerade mal zum Zweitbuch und das steht oft nur aus Alibi - sprich Verlegenheisgründen im Regal und der restliche Platz dort ist gefüllt mit DVDs und Spielen, erschreckender weise läßt das Bildungsniveau bei denen und Ihren Kindern leider echt zu wünschen übrig und auch die gesamte Aussprache hat da schwer gelitten und diese entwicklung schreitet immer schneller voran.
Doch auch das Internet bietet eine Fülle an Wisssen und Information, das inzwischen fast jedem Zugänglich ist, doch das wird denke ich noch nicht so benutzt wie man es sollte, lieber einmal zum http://gutenberg.spiegel.de/ oder online in die Großen Museen http://www.dhm.de/... , http://www.louvre.fr/... , http://www.metmuseum.org/ als zu Facebook.

[ nachträglich editiert von CrazyCatD ]
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17.09.2011 12:36 Uhr von Nothung
 
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ein Armutszeugnis für das dt. Schulsystem, wenn diese Korrelation zwischen Anzahl der Bücher im Haushalt und dem Schulerfolg der Kinder stimmt.
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17.09.2011 13:02 Uhr von artefaktum
 
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Typische Scheinkorrelation. Hier wird eines von vielen(!) Merkmalen einer Familie, mit einer(!) Ursache verwechselt.
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17.09.2011 15:35 Uhr von Again
 
+1 | -0
 
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artefaktum: Warum Scheinkorrelation?
Die Bücher dienen hier wohl einfach als Indikator für die Bildung der Eltern.

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