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Türkischer Premier Recep Tayyip Erdogan wirbt in Libyen für Säkularismus

Der Türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan besucht zur Zeit die Länder des arabischen Frühlings. Nach Ägypten und Tunesien war sein nächster Halt in Libyen.

Bei seiner Ansprache an die Libyer wiederholte Recep Tayyip Erdogan seinen Appell und warb für einen Säkularen Staat in Libyen. Laut Erdogan könne ein Staat sowohl die Religion achten als auch säkular sein. Nach dem arabischen Frühling sei es für die Araber wichtig, Säkularismus zu verstehen.

Des weiteren sicherte Recep Tayyip Erdogan zu, das libysche Volk militärisch, politisch und wirtschaftlich zu unterstützen und beim Wiederaufbau der Infrastruktur zur Seite zu stehen.


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WebReporter: Konstantin.G
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Besuch, Premier, Libyen, Recep Tayyip Erdogan
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2011 23:11 Uhr von Konstantin.G
 
+15 | -15
 
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Sehr nobel von Erdogan Säkularismus in die arabische Welt zu exportieren. In der Tat hat Erdogan absolut recht. Die arabischen Staaten sollten sich in der Tat modernisieren und allen religiösen Minderheiten die gleichen Rechte geben. Dies ist nicht nur gut für den Nahen Osten sondern auch gut für die ganze Welt.

Die "Menschen" die Erdogan ständig als "Islamist" verunglimpft haben, stehen jetzt natürlich ganz schön blöd da.
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16.09.2011 23:51 Uhr von Knuffle
 
+13 | -14
 
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lol: Erdogan und Säkularismus... Es scheint ein Trend zu werden, dass sich Politiker in aller Welt neuerdings als Satiriker versuchen.

[ nachträglich editiert von Knuffle ]
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16.09.2011 23:56 Uhr von groehler
 
+17 | -21
 
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Welcher Erdogan? ... Doch nicht etwa der Erdogan hier:

------------

"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."

"Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia."

-----------

Doch doch, sehr gütiger Mensch, der scheinbar allen Leuten ihre Religion zugesteht und der seine Religion mit den oben genannten Aussagen FRIEDLICH in die weite Welt hinaus bringen will ...

In der Türkei sieht man ja eindrucksvoll wie Religionsfreiheit funktioniert ... :S

[ nachträglich editiert von groehler ]
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17.09.2011 00:09 Uhr von Konstantin.G
 
+16 | -16
 
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gröhler: du musst wissen dass viele Politiker oft Wasser predigen und Wein trinken, aber davon abgesehen mal ehrlich.
In der Türkei hat sich wirklich vieles zum sehr guten entwickelt.
Mag sein, das lange Zeit etwas düster aussah aber heutzutage redet man in der Türkei über alles. Nachdem das angeblich "kemalistische" Militär nicht mehr das Sagen hat, hat sich im Land viel vorwärts bewegt.
Sicher werdet ihr noch über weitere Fortschritte vieles hören und lesen.

Erdogan hat mit der Türkei das vor, was viele Länder nur träumen. Erdogan möchte aus der Türkei eine erweiterte Demokratie machen. Das heisst, in der Türkei soll noch mehr Demokratie herschen als in Europa oder sonst anders in der Welt.
Das ist sein Weg, sagt er zumindest. Was kommt, werden wir alle gemeinsam sehen.
Natürlich geht nicht alles von heute auf morgen und alles auf einmal.

[ nachträglich editiert von Konstantin.G ]
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17.09.2011 00:32 Uhr von Knuffle
 
+15 | -13
 
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@Konstantin.G: Atatürk würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, was Erdogan aus seiner Türkei macht.
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17.09.2011 00:48 Uhr von Konstantin.G
 
+13 | -10
 
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Knuffle: was denn zum Beispiel ?
Das Land moderniesieren oder noch mehr demokratiesieren ?
Den Einfluss vom Militär kürzen, zivile Verfassung für das Volk einführen anstelle vom Militär aufdiktierten Verfassung oder die Vergabe von Rechten an Minderheiten, erweiterung der Religionsfreiheit oder die moderniesierung der Wirtschaft, so dass es unter Erdogan der Türkei besser ging als nie zuvor wie die verdreifachung der BIP innerhalb der kurzen Amtszeit von Erdogan ?
Oder der Umstand, dass er jetzt die Demokratie an die arabischen Staaten bringen möchte, was ja ursprünglich USA "beabsichtigte".

Was davon würde Atatürk veranlassen, sich im Grabe umzudrehen ?

[ nachträglich editiert von Konstantin.G ]
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17.09.2011 01:05 Uhr von Knuffle
 
+8 | -10
 
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@Konstantin.G: Sprechen wir noch vom selben Erdogan? Der Erdogan, der den feigen Angriff auf das Hilfsschiff in Gaza als "Kriegsgrund" bezeichnete? Der Erdogan, der das Armenier-Denkmal abreißen ließ, weil es angeblich die Würde des Türkentums beschmutzt? Der Erdogan, der für das oben von groehler schon genannte Zitat 1998 im Gefängnis saß, für den Missbrauch der türkischen Grundrechte?

"(...) Diese Prinzipien sind nicht Bücher von denen man denkt sie sind vom Himmel gefallen (...).
Unsere Inspiration erhalten wir nicht vom Himmel und auch nicht vom Verborgenen, sondern aus dem Leben selbst."
Kemal Atatürk, 1937

[ nachträglich editiert von Knuffle ]
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17.09.2011 03:39 Uhr von ElChefo
 
+6 | -9
 
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Konstantin: Wäre es nicht der machtmindernde Einfluss des Militärs gewesen, den er gefürchtet hat, so hätte Erdogan einen Scheiss getan, die Macht des Generalstabs anzutasten. Allerdings ist es faktisch so, das ebenjener ihm hätte ans Bein pullen können - so wie er es in den letzten Jahrzehnten immer wieder bei dem jeweilig Herrschenden getan hat.

Desweiteren steht die Religionsfreiheit immer noch nur auf dem Papier, Kirchen dürfen immer noch nicht renoviert werden und der Konfrontationskurs mit eigentlich verbündeten Staaten muss nicht weiter kommentiert werden. Genauso wie die Schmeichel-Schleim-Tournee durch die Revolutionsstaaten. Erinnert ein wenig an den Herrn Ghaddafi, wie er anfang Januar sich versuchte, an die Spitze aller arabischen Revolutionen zu stellen. Ist ja auch in die Hose gegangen.
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17.09.2011 05:02 Uhr von Laz61
 
+8 | -5
 
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Wenn man die: Bedeutung des Gedichtes nicht weiß sollte man den Mund halten.


"Als das Osmanische Reich Ende des 19. Jahrhunderts am Abgrund stand, dichtete der türkische Schriftsteller Ziya Gökalp: "Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten." Dabei war Gökalp gar nicht das, was man heute einen Islamisten nennen würde. Im Gegenteil: Gökalp und die anderen Jungtürken wollten das Kalifat abschaffen und den Sultan stürzen. Aber sie brauchten die Unterstützung der frommen Landbevölkerung - an sie waren diese Verse des späteren Freimaurers Gökalp gerichtet.

Zu Berühmtheit gelangten diese Zeilen erst wieder durch Tayyip Erdogan, den heutigen türkischen Ministerpräsidenten. Erdogan, damals noch Istanbuler Bürgermeister der islamistischen Wohlfahrtspartei, zitierte Gökalps Vergleich von Moscheen und Kasernen 1998 auf einer Veranstaltung. Daraufhin wurde er wegen "Aufwiegelung" zu vier Monaten Haft verurteilt. Geläutert kehrte Erdogan aus dem Gefängnis auf die politische Bühne zurück, sagte sich von der religiösen Rechten los, gründete die Reformpartei für Gerechtigkeit und Entwicklung, AKP, und führte sein Land in Beitrittsverhandlungen mit der EU.

In den acht Jahren seiner Regierungszeit hat Erdogan auch die christlichen Minderheiten im Land bessergestellt - wenn auch deren Situation internationalen Menschenrechtsnormen noch immer nicht völlig genügt. Dennoch dient Erdogans Rezitation des düsteren Gökalp´schen Gedichts von den Minaretten als Bajonetten der europäischen Rechten wieder und wieder als Vorlage in ihrem Einsatz gegen die Türkei und den Islam"


http://www.dradio.de/...
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17.09.2011 15:48 Uhr von ElChefo
 
+3 | -5
 
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Laz61: Und?
von Fallersleben dichtete 1841 das Lied der Deutschen mit dem Text "Deutschland Deutschland über alles, über alles in der Welt" auch vollkommen losgelöst von nationalistischem geschweige denn faschistischen Epos. Was daraus wurde dürfte ja hinreichend bekannt sein.

...was den Erdo angeht, er hat diesem Gedicht auch neue Bedeutung eingeflöst. Er hat sie auch vor nicht allzulanger Zeit in Düsseldorf und Köln wiederholt - und auch darauf hingewiesen, das die Demokratie nur der Zug ist, auf den man aufspringt, bis man am Ziel ist. Darum geht es doch eigentlich.

...und auch hier gilt: Die kritische Diskussion um diese Äusserungen ist keine anti-türkische Hetze, sondern lediglich die kritische Auseinandersetzung mit den etwas fragwürdigen rhetorischen Äusserungen dieses Politikers.
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17.09.2011 16:40 Uhr von Knuffle
 
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Laz61: Na wenn das so ist, klingt das nach einem optimalen Gedicht um es als ach so säkulärer, weltoffener Politiker öffentlich zu rezitieren.

</Ironie>
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24.10.2011 13:59 Uhr von basusu
 
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Das Merkel und Co. Das Merkel™, SarFotzy, BerlusDonCorleoni und die anderen elendig-schmierigen Drecks-Europ-Führer sind natürlich wesentlich demokratischer und auf das Wohl ihrer Bürger fixiert (nicht!). Statt euch über die erfolgreiche Politik Erdogans auszukotzen, solltet ihr mal erst eure Führer näher ansehen und darüber disktuieren, ob es richtig ist, den insolventen Malakas Milliarden an Steuergeldern in den verfressenen Arsch zu blasen und warum das Wohl von Deutsche Bank/Commerzbank/Bertelsmann/Mövenpick über dem Wohl der deutschen Bürger steht!

Wäre Erdogan kein Türke/Moslem, sondern Serbe oder Portugiese, würde keiner von den gröhlenden Schweinchen je eine einzige Nachricht über ihn anklicken.

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