16.09.11 16:33 Uhr
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Heute vor 20 Jahren: Pogromnacht in Hoyerswerda

Genau vor 20 Jahren zündeten Neonazis in Hoyerswerda unter Beifall Hunderter Anwohner ein Flüchtlingsheim an. Damals ein Auslöser für eine ganze Welle rechter Gewalt, die bundesweit Tote forderte. Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye erläutert, dass es für dunkelhäutige Menschen immer noch No-Go-Areas gebe.

Besonders überraschend sei damals gewesen, dass ausgerechnet auf dem Gebiet der ehemaligen DDR solche rechtsradikalen Übergriffe stattfanden, sei sie doch vor der Wende durch den Sozialismus eher antifaschistisch geprägt gewesen. Rechtsextremismus, so Heye, sei heute immer noch präsent.

Die Gewaltbereitschaft von Rechtsextremisten habe eine unverkennbar blutige Spur durch Deutschland gezogen. Seit 1989 habe es 147 Todesopfer gegeben. In Anbetracht dieser Zahlen verstehe Heye nicht, wie die Bundesregierung wegsehen könne.


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WebReporter: FrankaFra
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Neonazi, Rechtsextremismus, Hoyerswerda, Pogrom
Quelle: www.tagesschau.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.09.2011 16:33 Uhr von FrankaFra
 
+12 | -15
 
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[editiert]
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16.09.2011 16:59 Uhr von anderschd
 
+3 | -12
 
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Also das: "Besonders überraschend sei damals gewesen, dass ausgerechnet auf dem Gebiet der ehemaligen DDR solche rechtsradikalen Übergriffe stattfanden, sei sie doch vor der Wende durch den Sozialismus eher antifaschistisch geprägt gewesen. Rechtsextremismus, so Heye, "

ist Schwachsinn. Rechte gab es in der DDR auch zur genüge. Nur wurde damit gaaanz anders umgegangen. Eigentlich sollte einer wie er auch wissen, dass ein Staat von außen anders gesehen wird, als er sich nach innen gibt. Was insbesondere beim Ostblock sehr deutlich war.

Den Titel würde ich noch mal über denken.

[ nachträglich editiert von anderschd ]
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16.09.2011 17:01 Uhr von Konstantin.G
 
+14 | -9
 
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Franka: "ich ziehe Parallelen zwischen den jungen Machotürken, "

Was soll das bitte ? warum schreibst du ausschließlich "Junge Machotürken" in dein Kommentar und
junge Machodeutsche nicht ??

was ist mit den jungen Macho-Schweizern,
http://www.focus.de/...

Fall Dominik Brunner.


Oder

http://www.tagesspiegel.de/...

Prozess gegen U-Bahnschläger Torben P. kann auf mildes Urteil hoffen


Habe dir für die News + gegeben aber dein Kommentar ist sehr einseitig und diskrieminierend.

??
@News

Man sollte der rechten Gewalt (und Linken und Gewalt an sich überhaupt) keine Chance wie damals geben, als die Politiker seelenruhig zugeschaut haben weil dadurch man auf andere Probleme des Landes nicht mehr so genau hingeschaut hat, mit denen ja die Politiker eigentlich fertig werden mussten.

[ nachträglich editiert von Konstantin.G ]
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16.09.2011 17:07 Uhr von Strassenmeister
 
+4 | -5
 
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Pogrom: Unter einem Pogrom (m., auch n.) versteht man eine gewaltsame, auch organisierte Massenausschreitung gegen Mitglieder religiöser, nationaler, ethnischer oder andersartig definierter Minderheiten oder Gruppen einer Bevölkerung, oft verbunden mit Plünderungen und Misshandlungen sowie Mord oder Völkermord. (Quelle Wikipedia )
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16.09.2011 17:07 Uhr von Mixuga
 
+9 | -8
 
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@autor: "Genau vor 20 Jahren zündeten Neonazis in Hoyerswerda unter Beifall Hunderter Anwohner ein Flüchtlingsheim an"

Nirgenwo in der News steht, dass das Wohnheim in Hoyerswerda angezündet wurde. Ich sage dies nicht, weil ich hier irgendwelche Rechten verteidigen möchte, sondern weil Hoyerswerda meine Heimatstadt ist. Das Bild in der News zeigt übrigens ein ausgebranntes Wohnheim in Solingen.

Das Wort Flüchtlingswohnheim ist im Falle von Hoyerswerda außerdem völlig unpassend, weil es sich dort nicht um Flüchtlinge sondern um Vertragsarbeiter handelte welche nach der "Wende" eben plötzlich keinen Job mehr hatten.

Ich hab damals in Hoyerswerda gewohnt und die Randale wurden von den Neonazis aus ganz Deutschland in die Stadt hineingetragen.

[ nachträglich editiert von Mixuga ]
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16.09.2011 17:10 Uhr von anderschd
 
+1 | -7
 
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strassenmeister: Schön, du kannst zitieren. Trotzdem unpassend.
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16.09.2011 17:18 Uhr von Vandemar
 
+2 | -2
 
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@Mixuga: Im dazugehörigen (siehe Quellseite) Video ist es aber deutlich zu sehen. Und auch die Überschrift der Quelle ...

"Das Wort Flüchtlingswohnheim ist im Falle von Hoyerswerda außerdem völlig unpassend, weil es sich dort nicht um Flüchtlinge sondern um Vertragsarbeiter handelte welche nach der "Wende" eben plötzlich keinen Job mehr hatten."

Laut Wiki trifft das auf die erste Krawallnacht und die von den Randalierern gewählten Ziele zu, jedoch
"...Am vierten Abend der Ausschreitungen zogen Neonazis und Sympathisanten vor das Asylbewerberheim der Stadt, das mit Steinen und Molotow-Cocktails beworfen wurde."
http://de.wikipedia.org/...

Auch der mdr schreibt: "Bei den mehrtägigen Ausschreitungen im September 1991 griffen rechtsgerichtete Gewalttäter ein Vertragsarbeiterheim und ein Asylbewerberheim in Hoyerswerda an."
http://www.mdr.de/...
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16.09.2011 17:33 Uhr von Mixuga
 
+4 | -3
 
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@Vandemar: Ja es ist richtig. Es gab ein Wohnheim für die Vertragsarbeiter in der Albert-Schweitzer-Straße und ein Asylbewerberheim (Name der Straße ist mir entfallen ab das war im sogenannten Wohnkomplex9). Es bringt nicht viel Sinn da einen Unterschied zu machen, da im Asylbewerberheim größtenteil Vertragsarbeiter wohnten, die auf Grund der Deindustrialisierung ihren Job verloren hatten und nicht zurück in die Heimat wollten.

Vor dem Vertragsarbeiterheim in der Albert-Schweitzer-Straße lief alles noch recht gesittet ab. Von Ausschreitungen konnte da noch keine Rede sein. Jetzt haben aber plötzlich Neonazis aus ganz Deutschland ihre Chance gerochen. Das Machtvakuum nach der der Wende im Osten war die ideale Chance, um mal so richtig Randale zu machen. Und so ging es dann vor dem anderen Wohnheim so richtig ab. Die Stadt war voll mit Autos aus ganz Deutschland.

Auch wenn Molotow-Cocktails geflogen sind, bedeutet das aber nicht, dass das Wohnheim angezündet wurde. Was soll an so einem Plattenbau aus DDR-Zeiten schon brennen? Nein! Da hat kein Wohnheim gebrannt.
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16.09.2011 17:41 Uhr von Vandemar
 
+2 | -3
 
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@Mixuga: Das ganze weist eine gewisse Ähnlichkeit mit den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen auf. Dort war
ja die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber für Mecklenburg-Vorpommern, die massiv angegriffen wurde.
Die wohl bekanntesten Bilder aus dieser Zeit sind die, wo der gröhlende Mob "Ausländer raus"-brüllend die ZASt in Brand setzt, wiederum unter dem Beifall "normaler" Bürger.
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16.09.2011 17:47 Uhr von Mixuga
 
+5 | -2
 
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@Vandemar: Ja. in Hoyerswerda haben die Neonazis gesiegt und das hat die Ausschreitungen in Rostock erst ermöglicht. Das ist bittere Wahrheit.

Ich will nur irgendwie darstellen, dass es eben nicht die Einwohner von Hoyerswerda waren sondern dass Hoyerswerda eben nur das Schlachtfeld war für Menschen aus ganz Deutschland und aller Welt.

[ nachträglich editiert von Mixuga ]
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16.09.2011 17:52 Uhr von FrankaFra
 
+3 | -9
 
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Konstantin G. Deine Ideen in allen Ehren, aber ist dir nicht aufgefallen, dass ich Gegensatzpaare gebildet habe?

Junge Machotürken vs. Nazis vs. AntiFa

Polarisierte Gegensätze.

Aber nächstes Mal zähle ich auch Rentnerquerulanten, betrügerische Zigaretten-Vietnamesen und Curry-Übertreiber-Inder dazu, wenn es dir gefällt. Entschuldige bitte. Ich wollte damit niemanden beleidigen.
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16.09.2011 17:53 Uhr von Mixuga
 
+2 | -4
 
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Nachtrag: Es gab auch reichlich Linke in der Stadt...
sogar eine Punkband die eine wunderschöne Hymne auf die Stadt geschrieben hat

http://www.youtube.com/...
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16.09.2011 17:56 Uhr von FrankaFra
 
+6 | -8
 
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benjaminx: Stimmt, Schande über mich.

Du hast vollkommen recht, ich hab dieses Bild genommen, weil bei mir die Bilder-Suche net so richtig funktioniert hat.

Ist angekommen, ich gelobe Besserung.

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